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Hallo, ich bin Doro, 42 Jahre alt und habe wohl ein Problem mit dem Thema Alkohol sowie Angststörungen. Letzte Woche bin ich auf das Buch gestoßen und zum ersten Mal habe ich davon gelesen, dass es nicht meine Schuld ist, so schwach zu sein und nicht aufhören zu können. Heute kommt ein Teil meiner bestellten Nahrungsergänzungsmittel, seit letzten Samstag habe ich nichts mehr getrunken und möchte nun sehen wohin die Reise geht. Hoffentlich in die ewige Abstinenz.
Du hast auf jeden Fall NICHT versagt. Wirklich nicht. Das weißt Du auch. Wenn es "nur" ums Zuhören geht und es niemandem in diesem abgewrackten Gesundheitssystem gibt, der Dir zuhören will: Wie ist es denn mit Selbsthilfegruppen für Traumabetroffene? Das muss es doch auch geben?
Ich drück Dich mal. Und denk doch noch mal an GABA zurück. Ein Ruhebringer?
Liebe Grüße
Gaby
@forevergreen ich schäme mich zutiefst vor Deinen Problemen. Dass ist dass was ich meine....Ich habe kein Recht traurig zu sein, wenn es Menschen wie Dich gibt, die weitaus mehr...aktuell leiden.
@gaby_guzek ich habe diesbezüglich noch keine gefunden oder jemals von einer gehört. Ich habe vermutlich eine PTBS! Vermute, ich einfach mal. Aber wie gesagt. Kein Therapieplatz in Deutschland. Ich muss da wohl einfach irgendwie alleine durch.
@dorothea02 ich wollte Dich nicht noch mehr runter ziehen, tut mir leid. Wirklich, es ist Dein gutes Recht, traurig zu sein, aber schöner wäre, wenn Du Dich freust.
@forevergreen nein...alles gut. Ich bin gesund! Zumindest körperlich. Dein Mann nicht. Ich müsste Dich trösten! Fühl Dich mal gedrückt und gib die Hoffnung nicht auf.
@dorothea02 Und auch Du hast das Recht, mit Dir und Deinem Unwohlsein zu hadern, traurig zu sein, Angst zu haben etc.
Wir wollen doch nicht ein Ranking erschaffen "Wem geht es noch schlimmer als dem anderen??"
Jeder von uns hat seine Probleme oder Herausforderungen und sie sind für uns in diesem Moment doof, schlimm oder was weißich und es ist nur bedingt hilfreich, sich immer darauf zu konzentrieren, dass es anderen noch viel schlimmer geht. 1. Sind meine Probleme damit trotzdem da und womöglich schäme ich mich noch dafür (warum???) und 2. wird der anderen Person ihre Misere noch bewusster .
Ich habe auch meine Themen und für mich ist das wichtigste, dass ich mich dem stelle. Einerseits akzeptiere was ist und andererseits ich mich auf den Weg mache, es zu ändern (wie auch immer das aussieht).
Das ist meine Sichtweise, vielleicht kannst Du damit etwas anfangen.
Liebe Grüße
@dorothea02 Ach, liebe Doro, ich kann Dich sooo gut verstehen und mitfühlen!
Ich kenne diese furchtbaren und aufreibenden hypochondrischen Ängste nur zu gut. Hypochondrie ist ja ebenso, wie beispielsweise die Depression, ein eigenständiges Krankheitsbild, das im Aussen kaum verstanden wird. Das schlimmste waren für mich die dummen Kommentare und die überhebliche Besserwisserei.
Ich habe selber oft genug wegen Ängsten und Panikattacken zur Flasche gegriffen. Ein Mechanismus der aus der Hilflosigkeit heraus entsteht.
Ich hoffe, Du grämst Dich wegen Deines Rückfalles nicht mehr und hast Deinen Weg inzwischen wieder gefunden?
Ich glaube Gaby sprach von einer Selbsthilfegruppe zur Überbrückung der Zeit bis Du einen Therapieplatz hast. Wenn es keine zum Thema Traumatherapie gibt, dann sicher eine zum Thema Alkohol. Da findet man doch auch meist gute Zuhörer? Oder Schreiben?
Das Problem mit diesen Hirngespinsten ist, dass sie sich ja leider schlecht von alleine auflösen und sich immer wieder einnisten. Vielleicht magst Du hier mehr schreiben? In meinem Fall, auch wenn es sehr lange dauerte, hat es geholfen, zu mir selber auf innere Distanz zu gehen und mich von aussen zu betrachen. Das passiert ja beim Sprechen oder Schreiben. Das wäre vielleicht eine Erste-Hilfe-Lösung.
Ganz liebe Grüsse, Birgitta
@dorothea02: Ich bin zutiefst erschüttert über dieses "Monopoly Spiel"!
Zumal ich selbst neuapostolisch bin!
Wenn du möchtest, kannst du mir eine private Nachricht schicken!
Liebe Grüße
Sonnenhuhn
Hallo alle miteinander! Ich bin nach 9 Monaten Abstinenz wieder hier. Vorgestern, hatte ich einen Rückfall. Zwar habe ich nicht wirklich viel getrunken, war nur ein Glas Wein, aber eben eines zuviel. Also starte ich nun wieder bei 0.
Warum habe ich getrunken!? Ich hatte letzte Woche eine Diagnosestellung, durch die ich mein ganzes bisheriges Leben tatsächlich in Frage stelle, bzw. wütend und traurig bin, warum dies so lange gedauert hat, endlich Antworten auf Fragen zu bekommen und was wäre gewesen, wäre ich früher diagnostiziert worden.
Wie einige hier eventuell noch wissen, leide ich seit über 20 Jahren an Hypochondrie und versuchte halt meine Angst und Panik irgendwie wegzutrinken. Seit letzter Woche weiss ich, dass die Hypochondrie ebenfalls nur ein Symptom ist und ich eigentlich gar keine habe! Ich habe eine unbehandelte ADHS und dadurch sind die Angstsymptome entstanden.
Ich wusste innerlich, dass irgendwas mit mir überhaupt nicht so läuft, wie bei anderen Menschen und dass schon seit Kindheitstagen, nur anstatt mal jemand mit mir zum Arzt gegangen wäre, war ich halt immer nur einfach hibbelig, seltsam und anstrengend und von allem viel zu viel. Und dann kam Anfang 20 die Hypochondrie und damit der Alkohol.
Es ist nun wie ein Puzzle, welches sich zusammenfügt mit dem ich aber derzeit noch total überfordert bin, so überfordert, dass ich wie gesagt vorgestern getrunken habe.
Nun bin ich wieder hier und es geht halt weiter im Kampf gegen das trinken.
Aufstehen, Krone richten und weitermachen. Nun weißt Du doch, wo der Hebel anzusetzen ist, sieh es positiv.





