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hallo ich bin 55 Jahre alt uns saufe seit knapp 30 Jahren.
Zum Schluß 2 Flaschen Wein abends, seit 21.07. nüchtern.
Es geht mir ganz gut mit den Nährstoffen, jedoch habe ich sehr schlimme
Schlafstörungen. Vorgestern habe ich aus lauter Nort Zolpidem eingeworfen,
trotzdem konnte ich nicht einschlafen.
Hat mir jemand einen Rat gegen die Eischlafstörungen?
Lg Estellina
Aber ich kann mir nicht vorstellen in eine Klinik zu gehen oder meiner Ärztin davon zu berichten.
Und warum nicht? Sag mal ganz genau, was Dich daran hindert? Vieles findet nur in unserem Kopf statt. Ich würde gerne versuchen, Dir die Ängste zu nehmen. Und andere hier auch, die das alles bereits hinter sich haben.
LG
Dann wäre ich vermutlich mein Job los. Und mein Kind braucht mich Zuhause.
Wieso solltest Du Deinen Job los sein, wenn Du zum Arzt gehst? Auf der ggf. erfolgenden Krankschreibung steht keine Diagnose. Was Dein Kind betrifft: Es ist doch noch gar nicht ausgekartet, dass Du stationär entziehen musst. Und auch eine Langzeittherapie gibt es ggf. ambulant.
Wie es aussieht, brauchst Du aber professionelle Unterstützung. Ich habe mal Deine alten Beiträge angeschaut, Du bist gut gestartet, aber offenbar wieder umgefallen. Das passiert. Ist hier quasi denke ich allen passiert, kein Grund für Scham. Aber ein Hinweis darauf, dass Du Dir jetzt jede Unterstützung suchen solltest, die Du bekommen kannst.
Liebe Grüße
Gaby
Ja damals habe ich einfach mit den NEMs aufgehört... es war ok. Ich habe nicht viel weniger getrunken als heute. Aber ich habe heute irgendwie Sorge, dass es nicht so klappt, weil ich mich immer in die schlimmen Erfahrungen mit den Entzug rein steigere. Und diese schrecklichen Warnungen, dass man dabei sterben kann und so. Dazu muss ich sagen, dass ich auch an einer gut behandelten Panikstörung leide, die hin und wieder, wieder hoch kommt.
Ich finde es schade, dass hier sehr oft sofort mit Therapie, Arzt oder Klinik geworben wird. Sehr häufig kommt der Tipp, das man sich unbedingt Hilfe suchen sollte. Aber, die Menschen die sich hier in diesem Forum äußern, wollen doch gerade DAS erst mal vermeiden und eher Erfahrungen austauschen.
Ich kann nur von mir sprechen, aber das schreckt mich dann irgendwie zurück, so dass ich mich lieber nicht mehr dazu äußern möchte.
Aber danke dir trotzdem. Erfahrungen über den Entzug/Entgiftung habe ich nur flüchtig gelesen.. . Gibt es dazu auch ein Forum?
Vg
Ich finde es schade, dass hier sehr oft sofort mit Therapie, Arzt oder Klinik geworben wird. Sehr häufig kommt der Tipp, das man sich unbedingt Hilfe suchen sollte. Aber, die Menschen die sich hier in diesem Forum äußern, wollen doch gerade DAS erst mal vermeiden und eher Erfahrungen austauschen.
Geworben wird hier mal gar nicht. Aber aus Erfahrung gesprochen. Viele hier haben sich Hilfe geholt, sehr viele. Und es ist auch überhaupt nicht so, dass sich hier Menschen treffen, die DAS (gemeint ist ja wohl professionelle Begleitung) vermeiden wollen. Ich wüsste nicht, wie der Eindruck entstehen kann.
Es gibt halt einige, die haben es allein geschafft, das ist alles. Aber eben auch sehr viele, die das Konzept und die NEMs als einen Teil Ihres Weges aus dem Alk genutzt haben. Und so soll es auch sein.
Wenn Du Dich im Forum umschaust, findest Du genügend Beiträge dazu. @cairni beispielsweise hat ein ganzes Tagebuch zu ihrer stationären Entgiftung geschrieben.
Ich glaube, Du stehst Dir im Moment selbst im Weg, wenn es um Deine Heilung geht. Geh doch mal da sehr unvoreingenommen ran. Deine Panikstörung hast Du doch auch in professionelle Hände gelegt.
Liebe Grüße
Gaby
@gaby_guzek Ich teile deinen Eindruck nicht, es gibt meiner Einschätzung nach hier sehr viele Personen die es alleine geschafft haben, gerade auch bei denen die jetzt schon länger abstinent sind. Ich kann auch diese Vorbehalte gegen Ärzte, Kliniken oder Therapeuten gut nachvollziehen, unabhängig von den miserablen Erfolgsquoten. Für mich wäre sowas nie in Frage gekommen. Es geht dabei vorallem auch um Selbstachtung und Eigenverantwortlichkeit, wichtig um sich später ein dauerhaftes abstinentes Leben aufzubauen. Natürlich gehört auch eine realistische Selbsteinschätzung dazu: Wenn ich nicht körperlich abhängig bin und genug Disziplin und Durchhaltevermögen besitze, würde ich es immer alleine probieren, wenn nicht, würde ich mir auch Hilfe holen. Ich habe auch unter Angst,- und Panikzuständen gelitten, ganz besonders was einen möglichen Entzug angeht, im Nachhinein was das völlig unbegründet und hat mich viel zu lange in der Sucht gehalten.
@soberrebel
We agree to disagree 😎 Aus meiner Wahrnehmung heraus ist es anders, aber Statistiken über unsere Foristen haben wir nicht.
Bei allem vergiss bitte aber eines nicht. Als Forumsbetreiber haben wir hier auch eine große Verantwortung. Ich kann nicht einfach jedem raten: "Mach Dein eigenes Ding" und ich will es auch nicht, weil es für viele einfach nicht stimmt und passt.
Eine Angst- und Panikstörung ist (neben Depressionen) eine klare Indikation dafür, einen Alkoholentzug nicht allein auf eigene Faust durchzuführen. Wenn Du es gemacht und geschafft hast - Hut ab.
Allemal, wenn sie bereits einen Versuch mit NEMs und nach unserem Konzept hinter sich hat, aus der Alkoholfalle aber nicht rauskommt, ist externe Hilfe angesagt. Und wenn erstmal ein Gespräch mit der Suchtberatung ist, denn offenbar hat @mwanga12 ja auch ganz falsche Vorstellungen davon, was es real bedeuten würde, überhaupt erstmal Hilfe zu suchen und anzunehmen. Stichwort Jobverlust. Hilfe zu suchen und anzunehmen hat auch nichts damit zu tun, keine Selbstverantwortung zu übernehmen. Ganz im Gegenteil. Wenn ich meine Grenzen erkenne, über die ich allein nicht drüber komme, ist es hoch eigenverantwortlich (gerade mit Kind), mir dabei dann helfen zu lassen.
Unser Buch und unser Konzept kann sicherlich viel. Es kann stützen und für einige vielleicht sogar schon ausreichend sein. Aber eben nicht für jeden, das sollte man immer bedenken.
Liebe Grüße
Gaby
Eine Ergänzung aus meiner Wahrnehmung und Erfahrung: Nur weil jemand vermeintlich nicht "körperlich entzügig" ist, rechtfertigt das keinesfalls auf die Unterstützung einer klinischen Entgiftung zu verzichten. Der Kopf spielt Streiche und für mich wäre die Frage (und war es auch damals), ob ich realistisch die Kraft habe, es alleine zu schaffen (das Ego sei nach hinten verbannt).
Nicht jeder schafft es, sich selbst klar zu sein, offen. Für mich u.a. eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in den Ausstieg.
Mit dem stationären Entzug (bei dem es nicht nur um die Entgiftung geht und ca. 10-21 Tage dauern kann) habe ich sehr positive Erfahrung gemacht.
Kann ich somit nur empfehlen.
Ich bin "erstärkt" nach Hause zurück gekehrt.
Eine Empfehlung für eine Langzeittherapie kann ich zur Zeit nur eingeschränkt aussprechen: Zu viele kommen in die Nachsorge und haben richtig was erlebt - leider nicht positiv. Zu wenig Therapeuten, entsprechend viele Ausfälle von Vermittlungsinhalten, Überforderungen seitens des Personals, finanzielle Kürzungen (Betten bleiben leer), das alles, abgesehen von der persönlichen Einstellung (wollen), würden mich echt genau hingucken lassen, was zu mir als Patient passt. Da beißt sich gerade die Maus in den Schwanz, denn so viel Selbstentscheidung gibt es ja nicht und ist wohl auch nicht gewünscht.
Ich bin lesendes Mitglied in einer Sober-Gruppe und auch da wird so ganz klar differenziert. Ich denke, es ist sehr viel mehr Scham, Angst, Sorge, die einen Klinikaufenthalt"unmöglich" erscheinen lassen.
Selbst eine enge Freundin, bei der es gerade um einen Burnout geht, selbst für Sie ist ein Klinikaufenthalt undenkbar...
Die Akzeptanz nicht perfekt zu sein, Hilfe zu benötigen, wiegt schwer.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bewundere JEDEN, der es auch ohne Klinik schafft und zu Hause bleiben konnte, seinen normalen Alltag leben konnte.
Das funktioniert natürlich. Wie so oft im Leben ist eben nicht alles schwarz und weiß...
Ganz liebe Grüße
Sandra





