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Hallo, ich, weiblich und 58, bin nun auch hier. Tag 1.
Weil ich nicht mehr allein das Thema mit dem Nicht-Alkoholtrinken mehr angehen will.
Ich bin eine Problemtrinkerin. Und zwar nur bei beziehungstechnischen Problemen.
Immer wenn eine Beziehung auseinanderging oder vermehrt Konflikte auftraten, trank ich, meistens Wein. Manchmal auch Schnaps.
Die letzten 7 Jahre steckte ich in einer on-off-Beziehung/Freundschaft fest.
Nach fast jeden Kontaktabbruch trank ich. Dazwischen blieb ich meistens abstinent.
Ich hatte bis jetzt nicht den Absprung von diesem Menschen geschafft. Es war / ist wie eine 2. Sucht. Neben der Alkoholsucht. War deshalb auch in psychischer Behandlung.
Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt?
Und möchte sich darüber austauschen.
Liebe Grüße
Manni123
@manni123 Willkommen im Forum.
Zu der Sucht neben der Sucht kann ich nicht viel sagen. Nur, dass Alkohol sicher nicht zur Lösung beiträgt und mit einem klaren Kopf auch die Beziehung besser zu ver- und bearbeiten ist. Aber zwei Baustellen gleichzeitig bleiben ein schweres Thema. Vielleicht gelingt es Dir Dich erstmal auf den Alkohol zu konzentrieren?
Tag 1? Dann mal weiter so... 👍
@manni123 schön dass du dich nicht mehr alleine mit dem Thema rumschlagen willst und dieses Forum gefunden hast 🌹
Ich glaube meine allererste "Sucht" war die Suche nach Anerkennung, Liebe und Gesehen werden. In meiner Verzweiflung hab ich als junge Frau eine Essstörung entwickelt und auch wieder hinter mir gelassen. Dann kam schleichend der Alkohol in mein Leben.
Nach fast fünf Jahren Abstinenz - und diese lebe ich sehr zufrieden - ist auch die Beziehungsbaustelle schon ziemlich gut geordnet.
Grundlage dafür war es die Beziehung zu mir selbst auf neue Grundlagen aufzubauen. Ich kann einfach nur sagen: jetzt macht das Leben richtig Freude.... adé Abhängigkeit willkommen Freiheit ❤️
Ich kann dir nur von Herzen wünschen dass du den Weg zu dir finden lernst und schwierige Beziehungen und Betäubungen zunehmend aus deinem Leben gehen. Herzlichst Angela
Liebe Angela, lieber Christian,
Danke für Eure Antworten und Anregungen.
Es ist sicher ein großes Selbstwertthema bei mir. Und auch das suchen nach Anerkennung und Liebe bei anderen.
Was heißt das konkret „die Beziehung zu dir auf neuen Grundlagen aufgebaut zu haben?“
Und Angela, es ist schön zu lesen, dass du es geschafft hast. Das macht mir Mut.
@manni123 das ist schön dass dir mein Weg Mut macht ❤️
Nun was das heißt ist nicht so einfach zu beschreiben. Im Endeffekt versuche ich mir selbst das zu geben was ich bei und von den anderen gesucht/erwartet habe.
Ein Schlagwort dazu wäre zum Beispiel die Praxis von Selbst-Mitgefühl. Ich bin wirklich sehr grob und leistungsorientiert mit mir umgegangen. Nie im Leben hätte ich es gewagt andere so unter Druck zu setzen wie ich es mir selbst angetan habe. Ich hatte keine Geduld mit mir, verlangte Perfektion von mir......
Beobachte mal wie du selbst mit dir sprichst und umgehst. Und dann vergleiche es damit wie du mit anderen umgehst. Und so versuche ich zu üben mit mir selbst zu sein.
Das ist eine gute Anregung.
Perfektionismus war sicher ein Thema.
Hab daran auch schon gearbeitet und geübt.
Aber das hört eben nicht auf.
Einen schönen Abend noch.





