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Hallo, nachdem ich mir vorletzte Woche das Buch "Alkohol Adé" spontan besorgt habe, zunächst überflogen habe, mir die NEM's besorgt habe, habe ich mir den Tag des Aufhörens am Samstag gesetzt und losgelegt. Am Freitag zuvor haben mein Partner und ich uns von der Trinkerei mit 2 Flaschen Rotwein und eine Flasche Sekt verabschiedet. Mir war sooo schlecht am nächsten Tag! Liebend gerne trinke ich nie wieder, um mich nie wieder so fühlen zu müssen. Das ist viel zu oft und regelmäßig passiert in den vergangenen Jahren und der Entschluss für mich längst überfällig.
Aber von vorne: ich bin weiblich, 48 Jahre alt, habe eine Hashimoto-Thyreoiditis und einen Diabetes Typ I seit 1993, den ich mit einer Insulinpumpe und einem Sensor zu einem Closed-Loop gebaut, selbst manage. Mein Sohn, den ich alleinerziehend großgezogen habe, ist mittlerweile 23 Jahre alt. Und ich bin das Schreiben in Foren nicht gewohnt - ich hoffe, das hier etwas besser pflegen zu können, denn die Hilfe hier werde ich bestimmt brauchen - die 30 Tage sind ja bald vorbei und dann wird der Kontakt hier bestimmt hilfreich sein.
Getrunken habe ich seit meinem Auszug von zuhause, geraucht und Einiges andere ausprobiert, was mir aber zu gefährlich war, da ich gemerkt habe, wie leicht triggerbar ich doch bin. Beim Trinken und Rauchen ist es dann lange geblieben, mit Unterbrechungen. Das Rauchen konnte ich vor einigen Jahren mithilfe von der E-Zigarette aufgeben, als mein Partner zu mir zog. Das war überhaupt kein Thema mehr seitdem. Die Trinkerei blieb hartnäckig, ich habe es immerwieder versucht, es eigenständig zu kontrollieren, aber das war nicht wirklich erfolgreich. Die letzten Jahre hatte ich keine längere Pause als einen Tag Link entfernt Vor zwei Jahren habe ich Angststörungen entwickelt, was mich ganz schön umgeworfen hatte (ich war immer die Coole). Antidepressiva wollte ich keine nehmen, dafür haben sich diese "Zustände" zu körperlich angefühlt. Mit Progesteron ging es mir besser. Ich ahnte es aber schon, meine Trinkerei machte es nicht besser. Derzeit besuche ich ein Seminar des kontrollierten Trinkens, mit der ursprünglichen Hoffnung, nicht in eine Klinik zu müssen. Dann kam das Buch...was soll ich sagen? In Verbindung mit der Hashimoto bin ich den wohltuenden Effekt von NEMs gewohnt und es hat für mich absolut Sinn gemacht, dem Körper das zu geben, was der Alkohol ihm jahrelang entzogen hat und was ihm wahrscheinlich fehlt, in Verbindung mit einem Konzept und Ansprechpartnern. Die KT-Seminare werde ich weiterhin besuchen, sie sind bald vorbei - die Theorie nehme ich mit, aber mein Weg ist das nicht.
Seit Samstag ist eine Woche vergangen und es hat sich viel getan: eine zurückgewonnene Freiheit über mein Leben; ein neues Körpergefühl; der jahrelange Stress, was passiert, wenn es rauskommt, dass ich trinke; mein Partner lernt mich endlich ohne die Weindrude kennen; morgens nüchtern aufwachen! Was für ein Gewinn!!! Bauchrumpeln und der Zuckerspiegel wird sich noch einpendeln (erstaunlicherweise ist mein Insulinbedarf gestiegen) Ich bin noch sehr gespannt, was noch passiert! GEDULD! (auch das fällt mir mittlerweile leichter)
Hallo erstmal und Danke fürs Lesen!
67Hexe
Hallo liebe 67hexe und herzlich Willkommen. Guter Plan auszusteigen aus der am Ende eintretenden Selbstzerstörung.
Erst einmal alles Gute für Dich, Du schaffst das
Liebe Grüße
Herzlich Willkommen und viel Erfolg auf Deinem neuen Weg ohne das Nervengift. Ja, es ist Freiheit und selbst nach 1 1/2 Jahren Nüchternheit bin ich morgens immer noch dankbar mit klarem Blick und ohne bad feelings in den Spiegel zu blicken.
Fühl Dich wohl hier und alles Gute!!





