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Hallo, ich möchte mich auch gerne vorstellen. Ich bin Chris, bin glücklich verheiratet und bin Mama von zwei wundervollen Kindern. Beruflich geht es mir gut und ich arbeite in einem sehr anspruchsvollen (wissenschaftlichen) und stressigen Beruf. Eigentlich ist mein Leben genauso, wie ich es haben wollte und trotzdem ist es passiert, dass ich in die Alkoholsucht gerutscht bin. Ich bin ein abendlicher „Entspannungstrinker“ (am WE auch gerne tagsüber) und bemerkte vor einiger Zeit, dass mein abendliches Pensum stetig stieg. Es ist mir auch plötzlich nicht mehr möglich, während der Woche, den Alkohol mal sein zulassen. Das war früher kein Problem. Es war nicht schön, aber es war keine sonderlich große Hürde. Jetzt ist es fast undenkbar. Ebenso bemerke ich, dass ich immer unkonzentrierter werde und mir meine Aufgaben immer schwerer fallen ( sowohl beruflich als auch privat). Ich vergesse einfach, was ich machen wollte oder sollte und alles dauert viel länger. Ich bin gereizt und teilweise aggressiv und dann traurig, weil ich mir nicht erklären kann, warum ich mich so verändert habe.
Ende letzten Jahres hatte ich einen Burnout und schaffte es, während meiner Krankheit größtenteils auf Alkohol zu verzichten. Dann ging es mir auch wieder besser. Aber anscheinend nur, um dann wieder mit Vollgas in den Alkoholkonsum zu rutschen. Meiner Familie zuliebe und natürlich auch mir zuliebe, bin ich nun soweit, diese Monster abzuschütteln und wieder ein freies Leben zu führen. Ich möchte eine liebevolle Mutter sein, die ihre Kinder immer mit offenen Armen empfängt und nicht diese nicht einschätzbare Furie, die ich in der letzten Zeit war. Im Moment sind wir im Urlaub und ich habe jetzt seit 4 Tagen nichts mehr getrunken und es geht mir ganz gut. Die ersten Nächte waren nicht schön. Ich hatte Alpträume, Herzrasen und habe geschwitzt wie blöd. Das ist jetzt vorbei und ich fühle mich seit langer Zeit zum 1. Mal „wach“.
Ich hoffe, ich schaffe es, nicht mehr zu trinken, wenn wir wieder zurück sind und der Alltag mich wieder hat.
Ich bin gespannt wie es bei dir weiter geht, ich wünsche dir jedenfalls gutes Gelingen.
Ich habe die erste Zeit darum gebeten, dass mein Mann garnichts in meiner Gegenwart trinkt, was er auch gemacht hat. Er hat sowieso kaum zu Hause mal was getrunken. Seine Whiskey und Rumsammlung war mir egal, bei mir war es eher umgekehrt - Bier und Wein durfte nicht zu Hause sein, auch kein Sekt odgl.
Wenn ich dich richtig verstehe, hat dein Mann einen "normalen" Umgang mit Alkohol, nur du konntest die Finger nicht davon lassen?
LG Crazy
@crazy2610 ich würde sagen, dass er einen „relativ normalen“ Umgang damit hat, der mit meinem nicht vergleichbar ist. Manchmal übertreibt er es vielleicht mal am WE, aber nicht in dem Maße, wie ich es gemacht habe. Nach langen Gesprächen ist ihm klar geworden, welches Problem ich mit Alkohol habe und dass ich mir zum Beispiel heimlich das Glas auffülle, damit er nicht mitbekommt, wieviel ich wirklich schon getrunken habe usw. Er möchte seinen Bierkonsum jetzt auch am WE drastisch reduzieren, aber nicht ganz drauf verzichten, es sei denn, es wäre für mich nur unter den Umständen möglich.
Danke für deine offenen Worte. Ich kann mich ehrlicherweise nicht vorstellen dass dein Mann das nicht mitbekommen hat.Mein Mann wusste, dass ich heimlich trinke, er hat es auch gelegentlich thematisiert. Er selbst aber hat wenig bis garnicht getrunken. Vielleicht mal beim Fortgehen 1 bis 2 Biere und dann war wieder wochenlange nichts.
Ich möchte nicht darüber urteilen, aber möglicherweise ist der "relativ normale" Umgang deines Mannes ähm, bitte verzeih mir, auch schon etwas zu viel.
Das geht mich nichts an, aber du solltest dir dafür Strategien zurecht legen. Sicherlich haben Gaby oder die Anderen bessere Tipps als ich.
LG Crazy
@crazy2610 da könntest du vielleicht Recht haben, daher das „relativ normal“ in „“.
Ich möchte das jetzt aber auch nicht fokussieren, da ich erst mal selbst klarkommen will. Ich denke/ hoffe, dass er durch unsere Gespräche vielleicht selbst auf die Idee kommt, das Buch auch mal zu lesen. Ich denke, das ist vielleicht zielführender, als wenn ich ihn dazu überrede.
Er hat nicht mitbekommen, dass ich heimlich nachschenke, weil er das, was er mitbekommen hat, schon als sehr viel eingeschätzt hat. Ich denke, es kam ihm nicht in den Sinn, dass ich da noch zusätzlich was verheimlichen möchte. Am meisten hat ihn verwundert, wieviel ich vertrage…
Wahrscheinlich hast du Recht - mir ging es auch nicht unbedingt um sein eventuelles reduzieren oder aufhören, sondern wie kannst du dir eine Umgebung schaffen, in welcher du es so einfach wie möglich hast, nichts zu trinken.
DU bist jetzt das Wichtigste - ich hoffe ich komme nicht belehrend rüber, das wollte ich nicht.
Bei mir war es auch der erste Schritt, meinem Mann es offen zu sagen, aber er wusste es schon, er konnte sich auch in etwa die Mengen vorstellen, aber das war kein Thema, weil ich so wie er damals wussten, ich müsste komplett trocken werden.
Lies das Buch - gerne auch mehrmals, aus eigener Erfahrung stosse ich dabei immer wieder auf Passagen die im Moment gerade gut passen die vorher nicht aufgefallen sind. Höre in deinen Körper hinein - nimm die tollen Tipps der Menschen hier an, lies die diversen Beiträge, es gibt so viele Parallelen.
Ich fühle mich durch die Community besser verstanden mit "meinem" Problem und nicht mehr so stigmatisiert.
LG Crazy
@crazy2610 ich danke dir für deine Nachrichten und empfinde sie nicht als belehrend, sondern mitfühlend. Ich muss sagen, dass ich auch Angst vor dem kommenden Alltag habe, da ich weiß, dass auch für mich kein Reduzieren sondern nur ein Schlussstrich in Frage kommt. Ich habe jetzt 7 Tage nichts mehr getrunken und habe heute Fieber und Kopfschmerzen. Jetzt frage ich mich natürlich, ob das vom Entzug kommt oder ob ich lediglich einen Infekt habe. Aber egal, es ändert ja nix. 😉
Also ich habe mich fiebrig gefühlt und hatte bereits am Tag 1 Kopfweh, aber das war halt ich.
Du hast schon 7 Tage geschafft - Gratuliere dir sehr herzlich das ist schon sehr toll
LG Crazy
liebe Chris, hallo und herzlich Willkommen hier. Du findest hier ein gutes hilfreiches Konzept und immer Menschen, die Ihre Erfahrungen mit Dir teilen.
Ich trinke, seit einem Rückfall, jetzt seit 7 Wochen durchgängig keinen Alkohol mehr. Ich lese seit einiger Zeit (wieder) mit und werde mich in den nächsten Tagen noch vorstellen.
Es geht mir gerade nicht so gut, dennoch ist Alkohol keine Option mehr.
Alles Gute für Dich und herzliche Glückwünsche zu den 7 Tagen. Das ist super!
@katniss danke für deine Nachricht! Ich hoffe, es geht dir inzwischen besser! Entschuldige, dass ich jetzt erst reagiere!
Heute ist für mich schon Tag 12 und es fühlt sich immer noch sehr einfach an. Bis jetzt hatte ich nicht das Bedürfnis zu trinken und irgendwie denke ich auch nur noch sehr selten daran.
lg,
danke für Deine Antwort. Nein, mir geht es nicht gut.
Dir herzliche Glückwünsche zu 13 Tagen und weiterhin alles Gute.





