Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo in die Runde,
ich bin Yasmin und trinke seit ca 2,5 Jahrzehnten. Zuviel! "Nur" Sekt, alternativ auch mal lieblichen Rotwein! Ich trinke allein, fast jeden Abend. Mindestens anderthalb Flaschen, es werden auch manchmal zwei. In Gesellschaft trinke ich so gut wie nichts, auch wenn die anderen es tun. Später dann, wenn ich zuhause bin, hole ich das dann aber nach....Habe schon mehrfach versucht, zu reduzieren/aufzuhören, aber spätestens nach 3 Tagen geht/ging es wieder los.
Ich habe das Buch von Gaby schon Ende 2022 gelesen. Es gab mir große Motivation. Habe umgehend alles vorbereitet und startete gleich durch. 8 Wochen war ich nüchtern!!! Dann kam Hl. Abend: 2 Gläschen Sekt in Gesellschaft getrunken, 2 zuviel, leider! 1. Feiertag: unbändige Lust nach Sekt, 2. Feiertag: Druck war so groß, dass ich an die Tanke fuhr und mir gleich 2 Fl. Sekt kaufte....und sie leerte!! Scheibenkleister!! Danach völlig frustriert. Wie blöd muss man denn sein???????
Hab mir also das Buch wieder zur Hand genommen und bin neu gestartet: Schon 9 Tage trocken! Es fehlt mir scheinbar nichts, kein Druck, kein Verlangen.....E s g e h t m i r g u t !! Fühle mich jetzt schon, wie beim ersten Mal, viel frischer, fitter und nicht mehr so antriebsarm....
Noch kurz zu mir: Bin 63, habe ein langes Arbeitsleben (hat trotz Alk funktioniert!) hinter mir und bin jetzt seit März in Rente (vorzeitig). Mir geht es wirtschaftlich gut, ich habe ein gutes soziales Umfeld, tolle Wohnung, einen Lebenspartner. Wir leben in getrennten Wohnungen. Also, "eigentlich" kein Grund zu trinken.....
Wünsche mir so sehr, dass ich nüchtern bleiben kann und freue mich auf Eure Unterstützung!
Herzliche Grüße
Yasmin
Liebe Yasmin!
Herzlich willkommen von mir, einer 65jährigen.
Prima, dass du einen neuen Anlauf nimmst. Mein erster wirklich ernsthaft gemeinter Versuch ging nach ziemlich genau 8 Wochen auch wegen einem Glas Sekt schief.
Danach ein halbes Jahr weitertrinken (ausschließlich Wein/Sekt), dann am 1.Januar 2020 der zweite Start in ein alkoholfreies Leben. Seitdem bin ich nüchtern und genieße es sehr, nicht mehr trinken zu müssen. Ich wünsche dir sehr, dass du es diesmal auch schaffst.
Ich könnte heute noch manchmal schreien vor Glück, dass ich dieses elendige Leben hinter mir gelassen habe.
Vor 30 Jahren trank ich, weil ich in einer schrecklichen Ehe war.
Vor 20 Jahren trank ich, obwohl überaus glücklich verheiratet. Da gab es dann unzählige andere Gründe.
Nun habe ich alle Situationen, in denen ich unbedingt trinken musste, um das auszuhalten, feiern zu können... schon erlebt - ohne Alkohol.
Es geht. Ja, manchmal hätte der Alkohol kurzfristig meinen Kummer gedämpft. Aber für welche Konsequenzen? Heute lebe ich mein Leben und schaffe es, allen Stürmen, die das Leben als 3facher Mutter und 4facher Oma so bietet, standzuhalten bzw sie zu akzeptieren. Vor allem aber: Ich muss nicht mehr lügen, ich schaue mich wieder gern im Spiegel an.
Das ist unbezahlbar.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen und freu mich, von dir zu hören.
Herzlich
Isabel
PS: Das Leben ohne Alkohol ist viel weniger schlimm,. als man es sich als Trinker vorstellt.
@yasmin Du KANNST nüchtern bleiben. Du bist hoch motiviert, du hast einen Rückfall hinter dir, du weißt, dass sich das Scheiße anfühlt und ein Zurück-an-den-Start mühsam ist, du weißt, dass "Reduktion" bei der Nervendroge eine Illusion ist - also: Weiter so, ich schließe mich @isabel an, die kurzfristige "Hilfe" ist nur trügerisch und es ist weitaus besser, all den Hürden und Misslichkeiten, die ein Leben nunmal mit sich bringt, nüchtern und stark zu begegnen, nicht beschwichtigend, ausweichend, mit einer rosa Brille auf oder überhaupt "verschwommen" ... ich bin 69, ich hab mein ganzes Erwachsenenleben hindurch getrunken, weitaus mehr als du - und mit diesem Konzept hab ichs geschafft, nun sind es bald 3 Jahre "ohne" ... alles Gute dir!
@yasmin hallo und herzlich willkommen hier. Fühl dich wohl. Auch ich hatte einen Rückfall nach ähnlich langer Zeit. Auch dein Trinkverhalten kommt mir mehr als bekannt vor. Es war trockener Wein. Der aber täglich, 1,5 Flaschen am Ende, manchmal auch 2.
Nach dem Rückfall und wochenlangem Weitertrinken hab ich den 2. Anlauf gewagt. Gestärkt und noch besser vorbereitet. Ich hab dann die Rückfall Klippe lange umschifft, Situationen vermieden. Heute bin ich im 14. Monat nüchtern. Der Rückfall war also eine Chance. Gut getarnt und schmerzhaft.. aber eben eine Chance.
Du schaffst das.
Liebe Grüße von der Mermaid 🧜♀️
Liebe Isabel, @liebes Krokodil, @liebe Harley, @liebe Mermaid, ganz herzlichen Dank für Eure Willkommenszeilen. Bin so froh auf diesem Portal gelandet zu sein, das glaubt mir keiner.
Leider kenne ich mich in der Technik noch nicht gut aus, weiß nicht, wie ich einzelnen antworte und wie "allen".
Also, zunächst einmal an Euch alle: Danke für Eure Zeilen, die mich schon jetzt sehr aufbauen. Bin regelrecht überwältigt und fühle mich irgendwie sicher, gut aufgehoben, hier.
Dass es Menschen gibt, die ähnliche Verhaltensweisen hatten, wie ich, hätte ich nun auch nicht gedacht?!
Umso besser, dass es diese Forum gibt.
Ich werde berichten und freue mich jetzt erstmal auf alles was da kommen mag.
Herzliche Grüße
Yasmin
@krokodil_ so geht`s....nee, iss klar.....eieieiei, danke!!
ich bewundere Dich sehr, dass Du es geschafft hast, nach einem Leben "voll" Alkohol, jetzt schon 3 Jahre abstinent zu sein. Ich will das auch Schaffen! Dachte, wenn man jahrzehntelang getrunken hat, dass da im wahrsten Sinne Hopfen und Malz verloren ist......
Glaub, dass dieses Forum echt hilfreich sein kann und bin froh, hier zu sein. 18 Uhr gerade. Das wäre jetzt so meine Zeit, das 1. "Fläschchen" Sekt zu öffnen.......nix da! Ich bin froh!!!
Herzliche Grüße
Yasmin
@yasmin Hopfen und Malz sind NIE verloren - DU bist es, die beschlossen hat, einen Neustart hinzulegen - das ist eine großartige Entscheidung, die dein Leben verändern wird, und ganz sicher zum Positiven! Schreibe weiter, wie es dir geht, ich tu das auch immer wieder zwischendurch (denn manchmal ists nicht so "locker", wie sich das vielleicht anhört, zusammenfassend - ich hab zum Beispiel einen Mann, der weiter trinkt, und zwar volle Kanne und ganz "bewusst" - ich werde bald wieder drüber erzählen, denn damit geht es mir wirklich nicht gut)





