Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo zusammen 🙂
Ich bin unsicher und weiß gar nicht so recht, ob ich hier mitmischen darf.
Mein Hintergrund ist, dass ich seit Jahren regelmäßig trinke. Allerdings im Laufe der Jahre eher weniger und moderater. Es baut sich also nicht auf. So trinke ich (fast) jeden Abend 3 Gläser Rotwein als Schorle, bin danach nicht betrunken und habe auch keine weiteren Ausreisser.
Nun trinke ich seit dem 06.01.2025 nichts, da ich mir vorgenommen habe, einen Dry January einzulegen. Das klappt- zumindest aus körperlicher Sicht auch sehr gut. Was mich jetzt aber umtreibt ist, dass ich pausenlos an Wein denke. Schon früh morgens mischt sich das Gefühl "klasse, gestern Abend nichts getrunken" mit "was trinke ich denn heute Abend um die komische Leere zu füllen".
Und genau diese Leere macht mich kribbelig. Wieso ist das so? Bin ich vielleicht doch gefährdeter als ich glaubte?
Das Buch habe ich gelesen. NEM nehme ich eh schon zu mir, da weiß ich gar nicht, ob ich da noch ergänzen sollte. Zumal ich regelmäßig Sport mache, mich gesund ernähre und eigentlich ganz gut aufgestellt bin. Nur eben dieser regelmäße Weinkonsum...
Ich freue mich, das Forum zu entdecken, möchte aber derzeit nichts von mir Preis geben, außer dass ich weiblich und ü50 bin. Ich hoffe, das ist ok so.
Liebe Grüße
Dieses merkwürdige Gefühl vergeht auch wieder. Wünsch dir einen schönes Wochenende .
Liebe Grüße
Hallo
Ich habe mir deine Beiträge nun durchgelesen. Da ich mich seit Jahren mit dem Thema beschäftige, habe ich für mich erkannt: Eigentlich gibt es keinen wirklich moderaten Umgang mit Alkohol – wir glauben nur, dass es ihn gibt weil es uns suggeriert wird. Welches andere Gift wird sonst offiziell beworben?
Das ist jedoch nur meine persönliche Sicht, und dennoch verteufle ich Alkohol nicht, selbst nachdem ich aufgehört habe.
Bei mir war es so, dass ich beim zweiten Versuch (nach einer Ehrenrunde aus bestimmten Gründen) sofort aufhören konnte – und das ohne körperliche Entzugserscheinungen. Was mir jedoch lange geblieben ist und auch heute noch gelegentlich aufblitzt, sind die Gedanken an Alkohol: das Gefühl der Entspannung und diese kurze Zeitspanne, in der mein Gehirn quasi „ausgeschaltet“ war.
Für mich persönlich stimmt da etwas nicht, wenn jemand täglich trinkt – auch wenn es „nur“ drei Gläser sind – und sich die Gedanken beim Nicht-Trinken dennoch immer wieder um Alkohol drehen.
Aber das ist, wie gesagt, nur meine persönliche Sichtweise.
Alles Gute weiterhin
Heute 6 Wochen und ich bin so dankbar!
Danbar, dass ich immer wieder über Berichte und Aufmunterungen zum Dry- January gestolpert bin (nicht erst dieses Jahr). Dankbar für die hartnäckige, wenn auch leise Stimme in mir, die immer wieder unangenehme Fragen gestellt hat. Dankbar, dass ich das Buch nicht nur gekauft, sondern auch gelesen habe. Dankbar, dass das abendliche Aufsetzen der Teekanne langsam zur Routine wird.
Ich bin angefangen, um zunächst erstmal 4 Wochen oder so nichts zu trinken. Und langsam werde ich mir immer sicherer, es gar nicht mehr tun zu wollen. Ich lese zum Thema ein Buch nach dem anderen, stöbere mich durch das Forum, höre Podcasts und fange an es wirklich, wirklich zu verstehen.
Vor der Reise die morgen losgeht, habe ich auch keine Angst mehr. Ich werde mir abends bewusst die alkoholfreien Getränke schmecken lassen. Menno, der Spaß einer Reise muss sich doch entknüpfen lassen vom Alkohol! *stampf mit dem Fuß auf* 🙂
Verrückt, ich wollte schon immer mal eine Fastenwoche an der Ostsee machen. Getan habe ich das nie, weil ich dann ja abends meine Weinschorlen nicht trinken kann. Wie total kirre ist das, nicht das Weglassen des Essens habe ich als Herausforderung gesehen. Alles klar, aber mein Trinkverhalten ist nicht schlimm, habe ich mir eingeflüstert. Oh weia.
Ich will es nicht übertreiben, und mich zu früh in Sicherheit wiegen. Das Eis ist noch dünn, aber wenn ich vorsichtig bin, schon tragfähig.
Danke für die Bücher, danke für das Forum!!!
Herzlichen Glückwunsch zu Deinen 6 Wochen! Das ist ein grosser Schritt.
Viel Freude auf Deiner Reise und vielleicht hilft Dir der Abstand Dich aus anderen Sichtweisen mit dem Alkohol zu beschäftigen, so dass Du Dich vielleicht irgendwann mit voller Gewissheit auf ein "Nie wieder" einlassen kannst.
Viel Erfolg bei Deinen nächsten Schritten!
Es war überhaupt kein Problem 🙂 und ich bin sehr glücklich darüber - mein erster alkoholfreier Urlaub seit Teenagertagen!
Hin und wieder habe ich mir alkoholfreies Bier bestellt, aber Gingerale oder Bitterlemon haben genau so gut funktioniert.
Gestern waren es 9 Wochen und es wird für mich immer leichter, das freut mich so unglaublich. Ich glaube, ich habe den Absprung doch noch rechtzeitig geschafft. 😀
@frog Hallo und herzliche Gratulation zu 9 Wochen Abstinenz. Gehe weiterhin sorgsam mit Dir um und sei stets wachsam!
Liebe Grüsse🌷🪻🙋♀️Mina
@frog hallo
Ich hör mich da selber zu mir reden 😨
Ich hab einiges nicht gemacht weil ich ja abends meinen Wein trinken wollte.
Und wenn der dann drin war hab ich mich geärgert das ich nicht nüchtern bin und einen im Tee hab .
Nächster Tag selbes Spiel, kein Sport mehr, keinen besucht daheim auf dem Sofa gehockt und .... zumindest in der Hebst/Winterzeit.
Ich bin auch froh das ich es angegangen bin. Nun 21Tage, aber die Situationen werden grad öfter, die Gedanken kommen grad nach einem Stresstag hoch, ich bin froh das ich hier soviele Leute treffe die auch darüber reden .
Danke für die Offenheit. Lg Tine
Ui, Wachsamkeit ist wirklich angezeigt.
Nachdem ich die letzten Wochen wirklich gut zurecht gekommen bin, machte sich gestern eine Unruhe wie an den ersten Abenden breit. Hm. Darauf war ich nicht vorbereitet. Ich habe nicht zum Wein gegriffen und tatsächlich war ich mir da auch sehr sicher, aber es fühlte sich im Bauch nach Verlust an und mein Ginger Ale war auch nicht wirklich zufriedenstellend. Wieso jetzt, nach fast 11 Wochen, weiß ich nicht.
Ich habe mir dann die 33 Flachen Wein vorgestellt, die ich seit dem nicht getrunken habe 😀 . Das war hilfreich, aber dennoch...
Meine Gedanken sind auch schon oft bei Pfingsten, das wir seit Jahren gemeinsam mit Freunden verbringen. Davor habe ich Respekt, denn Alkohol ist da an den Abenden immer ein Thema. Gleichzeitig freue ich mich wie Bolle darauf, weil diese Wochenenden immer was ganz Besonderes sind, hab aber ehrlich gesagt auch Angst, dass es nicht mehr dasselbe ist. Ich möchte auf keinen Fall absagen, muss für mich aber noch Strategien finden, wie ich damit gut klar komme.
@frog Hallo lieber frog, Was ist wenn… dieses oder jenes eintreffen würde, kann ich mir vertrauen und dem Ruf des Alkohols widerstehen? Diese Unsicherheit oder Angst vor einem Rückfall, haben auch mich öfters begleitet. Nicht zu trinken in einer fröhlichen Runde war zwar nicht mein Thema, für mich waren es eher die Emotionen in Zusammenhang mit Krankheit, dem Schmerz und dem Leid der Mitmenschen eine große Gefahr darstellten. Jedesmal, wenn ich dann zum Glas griff war es eine Erleichterung. Ich konnte meine Angst und Hilflosigkeit ausblenden. Am Tag darauf hatte sich nicht’s geändert. Die Welt war nicht sanfter, Patienten litten weiter, Krankheiten wurden nicht ausgerottet. Die Emotionen dominierten mich lange Zeit und der Alkohol war mein Zufluchtsort. Jetzt nach 8 Monatiger Abstinenz, nach vielem Reflektieren sehe ich viele Dinge anders. Gemütliches, freudiges Zusammensein wird nicht lustiger mit Alkohol, sowie das Traurige, das Schmerzvolle, das Schwere, nicht leichter wird. Im Gegenteil. Anzunehmen was ist, das Beste daraus zu machen und die Zuversicht nicht zu verlieren, sind vielleicht der Schlüssel zu einer zufriedenen Abstinenz. Das ist nicht immer ganz leicht, doch lohnt es sich daran zu arbeiten. Wünsche Dir einen erholsamen Fastenurlaub. Liebe Grüsse 🍃🪻🙋♀️Mina





