Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo Zusammen,
Ich heiße Nicole und bin 48 Jahre alt. Bin Mama von zwei Kindern und verheiratet.
Wahrscheinlich könnte ich jetzt einen Roman schreiben.
Ich bin durchs googeln auf das Buch gestoßen und habe es mir direkt als ebook gekauft.
Inzwischen habe ich es über die Hälfte durchgelesen.
Der größte Teil der Nährstoffe liegt im Warenkorb.
Mein Vater war selbst Alkoholiker, was ich als Kind so schrecklich fand. Und nun lebe ich es meinen Kindern in gewisserweise genauso vor.
Es hat sich in den letzten Jahren schleichend gesteigert. Erst nur mit Freundinnen am Wochenende Sekt und Prosecco.
Mittlerweile begleitet mich täglich die Weißweinschorle. Schön geredet, da es ja mit Wasser gemischt ist. Bin sogar schon stolz, wenn ich einen Tag mal keinen Alkohol trinke. Oft bin ich morgens verkatert und brauche eine Ibo bevor ich zur Arbeit kann.
Ich möchte endlich Schluss machen mit der Trinkerei.
Heute ist der vierte Tag ohne Alkohol. Großes Verlangen habe ich keins. Allerdings ist mir sehr schwindlig, habe manchmal das Gefühl ich schwanke und die Ängste und Panik nimmt zu. Ich leide leider seit Jahren an einer Angststörung, nehme auch Antidepressiva. Jahrelang habe ich auch Therapie gemacht und meiner Therapeutin schön verschwiegen wieviel Alkohol ich trinke.
Naja jetzt bin ich hier und ich schaffe das.
Kann mir einer Sagen, ob ich jetzt nach 3 Tagen so sowas wie Krämpfe erwarten muss? Ich glaube alleine, dass ich mir da als Gedanken drüber mache versetzt mich in Panik.
Viele Grüße
Nicole
Liebe Nicole, herzlich Willkommen!
Zunächst einmal Glückwunsch. Zum Entschluss, dem Alkohol adé zu sagen - und zu Deinen ersten erfolgreichen Tagen. Vielleicht zu Deiner letzten Frage zuerst: Den Höhepunkt der Krampfanfall-Gefahr liegt hinter Dir. Dieser ist 24h nach der letzten Alkoholaufnahme. Hast Du denn an den Tagen früher, an denen Du mal nicht getrunken hast, körperliche Symtpome gespürt? Gezittert? Geschwitzt? Wenn nein, ist das Risko für Dich jetzt, nach schon drei Tagen aus meiner bescheidenen Sicht eher gering, dass noch was passiert.
Blöder sind da die "psychischen" Folgen - wenn Du schon halb mit dem Buch durch bist, weißt Du ja, dass das der Nervenbotstenstoff-Haushalt ist, der jetzt Schieflage hat. Angst, Panik, Verstärkung der Depressionen - das ist jetzt der fehlende Alkohol.
Ruf Dir das einfach immer wieder ins Gedächtnis. Das bist nicht "Du" - das sind die fehlenden Nervenbotenstoffe.
Toll, dass Du mit uns hier Deinen Weg gehen willst, wir sind gerne für Dich da.
Fühl Dich wohl hier
Viele Grüße
Gaby
hallo nicole, ich hatte 51 tage keinen alkohol getrunken und es ist nichts passiert. ich hatte tregelmäßig 2-3 feierabendbier getrunken, am we auch mal 1 fl. wein. ich hatte es mir fest vorgenommen zu schafffen, und die zeit gut durchgehalten. von ostern bis pfingsten. danach habe ich 3 mal wieder alkohol getrunken. immer am we. gestern abend auch 4 bier, heute habe ich kopfschmerzen. Aber krämpfe oder händezittern hatte ich nie. liebe grüße und ich wünsche dir durchhaltevermögen!
@nicwe ich habe leider jahrelange erfahrung mit alk und antidepressiva, das ist die schlechteste kombination überhaupt. Mit der zeit brauchst du von beidem immer mehr….bis zum kollaps! Bitte mach das nicht weiter😳
Liebe Nicole,
wie war Deine erste Woche? Hast Du weiter durchgehalten? Wie steht es bei Dir? Erzähle doch gerne mal.
Viele Grüße
Gaby
@gaby_guzek hallo Gaby.
Danke für deine Nachfrage.
Ja, ich halte noch durch. Heute ist Tag 11.
Inzwischen sind alle Nährstoffe da. Ich bekomme es zwar nicht zu 100 Prozent hin immer alles zum richtigen Zeitpunkt zu nehmen, aber es klappt ganz gut.
Ich fühle mich so viel besser. Das einzige Problem ist bei mir der Schwindel. Das kenne ich aber auch schon die ganzen Jahre durch meine Angst und Panikstörung. Da habe ich immer zwischendrin Phasen wo alles schwankt.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob es mit dem nüchtern sein, oder fehlenden Nährstoffen zu tun hat.
Allgemein fühle ich mich aber viel fitter, wacher.
Ich werde noch jeden Morgen wach, und der erste Gedanke ist, ob ich gestern wieder zu viel getrunken habe. Und dann stelle ich erleichtert fest, dass ich ja völlig nüchtern ins Bett bin 🤣
Ist schon ein tolles Gefühl.
Ende Juni werde ich noch eine große Herausforderung haben. Wir feiern Konfirmation, und da wird bestimmt reichlich Alkohol fließen.
Ich überlege, ob ich mit einer Freundin spreche, die selbst nicht trinkt und deren Schwester schon 2 x im Klinikentzug war. Sie ist die Patentante meiner Kinder. Ob ich mich bei ihr ablenken kann, falls ich den Drang verspüre trinken zu wollen. Sie wird mich da bestimmt unterstützen.
Sonst bin ich sehr dankbar, dass ich euer Buch entdeckt habe und auf einem guten Weg bin
Vg





