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Liebe Forumsmitglieder,
bevor ich mich hier nun zum ersten Mal vorstelle, wünsche ich erstmal allen ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr.
Obwohl ich bereits seit 7 Monaten hier angemeldet bin und auch regelmäßig mitlese, ist dies nun nicht nur meine Vorstellung, sondern auch gleich mein Tag 1 in ein nüchternes Leben.
Dieses "verheißungsvolle" Datum habe ich mir weniger deshalb ausgesucht, weil die guten Neujahrsvorsätze erfahrungsgemäß immer so toll und langfristig funktionieren, sondern vielmehr, weil ich eine Zeit ausgewählt habe, in der ich möglichst wenigen Versuchungen ausgesetzt bin, wieder schwach zu werden. Die ganzen Feierlichkeiten sind vorbei und ich hatte die Möglichkeit, mir für den Januar sehr viel Zeit für mich und vermutlich eines der größten "Projekte" meines Lebens einzuplanen.
In den letzten 7 Monaten habe ich mich auf diesen Tag so gut es ging vorbereitet. Habe fast täglich Podcasts zum Thema gehört, viele Bücher gelesen, (natürlich auch die Suchtlüge und Alkohol ade), habe angefangen, meine Entwicklung in die Alkoholabhängigkeit aufzuschreiben und jetzt das Online-Programm gebucht und heute gestartet.
Ich stelle mich hier als Natarie vor und trinke seit über 30 Jahren.
Meinen ersten kleinen Rausch hatte ich bereits im Alter von 9 Jahren. Danach kamen in der Jugend einige Erfahrungen auf diversen Partys. Das Übliche. Zwischen 25 und 30 Jahren wurden die Abstände der Trinkgelegenheiten dann immer kürzer und zu den ziemlich exzessiven Trinkgelagen auf Partys gesellte sich dann zusätzlich jeden Tag eine Flasche Wein. Zum Entspannen natürlich. Dass ich eine Alkoholabhängigkeit entwickelt habe, bemerkte ich dann im Alter von ca. 30 Jahren und versuchte, mit dem Programm "kontrolliertes Trinken" meinen Konsum wieder auf ein "normales Level" zu reduzieren.
Dass das nicht geklappt hat, brauche ich an dieser Stelle, oh Wunder, nicht zu erwähnen.
Aber vielleicht hat das tägliche Trinktagbuch immerhin dazu beigetragen, dass mein Konsum über die Jahre nicht mehr geworden ist, sondern sich bei etwa einer Flasche Weißwein mit vielen Eiswürfeln gestreckt, pro Tag eingependelt hat.
Dann gab es vor Corona sogar mal 2 Jahre, in denen ich nicht mehr täglich, sondern nur noch 3-4 mal pro Woche getrunken hatte. Das war für meine Verhältnisse schon eine Leistung.Dann kam Corona und der Konsum pendelte sich wieder auf dem alten Niveau ein.
Trotzdem spürte ich in den letzten Jahren eine immer stärkere Abneigung gegen den Alkohol. Es fühlte sich an, wie ein innerer Widerstand und trotzdem konnte ich nicht widerstehen. Um diesen Teufelskreis endlich zu durchbrechen, fing ich dann an, viel zu recherchieren, Podcasts, Videos und Bücher zum Thema zu inhalieren und war von dem Konzept von Alkohol Ade direkt begeistert. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Nahrungsergänzungsmitteln und die humorvolle, wissenschaftlich fundierte und verständliche Art und Weise wie Gaby und Bernd das Thema rüberbringen hat mich sofort angesprochen.
Und so sitze ich hier an diesem Neujahrsmorgen, startklar mit allen NEM`S , einem "Notfallplan" für Cravings, das Programm gebucht, die Bücher der Guzeks im Handy und jetzt bin ich bereit, zuversichtlich und sehr motiviert für einen guten Start in ein alkoholfreies neues Leben in Freiheit.
Ganz liebe Grüße
Natarie
Liebe Natarie, ich selbst habe mich noch nicht hier im forum vorgestellt. Hab mich bisher nicht getraut (hole es aber nach).
Aber das brennt mir förmlich auf der Seele, das muß ich loszuwerden:
Ich bin richtig stolz auf DICH, daß Du der gestrigen Versuchung so grandios widerstanden hast. Genau solche Situationen warfen mich immer wieder zurück. Mein Unvermögen damit erzeugt heute noch Wut in mir. Auf mich und alle, die so lange auf mich einredeten, bis ich doch wieder nachgab,
Ich freue mich für Dich richtig mit und komm aus dem Lächeln gar nicht mehr raus. Genau so ist auch mein Plan - seit dem 1.1. 25.... Meine Hürden sind einige anstehende runde Geburtstage
Aber ich schaffe es !!!! Dieses Forum wird mir eine große Hilfe sein - und besonders solche positiven Berichte.
Herzlichen Gruß
Pittie
🤩 @natarie
Liebe Natarie,
was für eine wunderbare, wahrlich heldenhafte Geschichte! So sind sie, die täglichen Kapriolen, die uns das Meistern des alkoholfreien Alltags schreibt. Cool und humorig gemanagt, Respekt! Ich freu mich auch richtig mit.
Herzliche Grüsse, Birgitta 🤩
@birgitta Vielen Dank und ich hoffe, daß ich im Laufe der Zeit noch mehr solcher Berichte teilen kann. Und mit eine Prise Humor kann man viele schwierige Situationen etwas leichter überstehen! 🙂
@pittie Liebe Pittie, ganz lieben Dank für Dein Feedback. Ich habe mich auch erst nach vielen Monaten des Lesens hier im Forum angemeldet und ich freue mich, daß Dir mein Bericht ein wenig Inspiration geben konnte.
Ich kann gut verstehen, daß Du auf Dich und auch andere wütend bist, weil Du in solchen Situationen schonmal schwach geworden bist. Ich kenne das aus meiner Rauchzeit. Immer, wenn ich mal einige Zeit mit Mühe und Not geschafft hatte, bin ich in solchen Situationen dann doch wieder eingeknickt. Erst als ich viele Rahmenbedingungen in meinem Leben geändert hatte, schaffte ich nach gefühlt 100 Versuchen den Absprung. Das ist inzwischen schon ewig her aber ich habe noch genau in Erinnerung, wie es sich angefühlt hat.
Jetzt mit dem Programm, mit den NEM´s, dem Forum, den ganzen Büchern und Podcasts, die uns heute zur Verfügung stehen, haben wir schon gute Möglichkeiten, uns zu informieren, uns Unterstützung zu holen und unser Bewusstsein und Unterbewußtsein Schritt für Schritt umzuprogrammieren.
Ich wünsche Dir viel Glück und freue mich, beizeiten Deine Vorstellung zu lesen.
Liebe Grüße, Natarie
@natarie Liebe Natarie, wunderbar wie Du das gemeistert hast. Ich freue mich mit Dir.😊👍
Liebe Grüße
Lea





