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Hallo zusammen, ich brauche Hilfe und viel Motivation. Seit drei Jahrzehnten trinke ich schon Alkohol. Die ersten 25 Jahre „normal“ (normal war es wahrscheinlich auch nicht), Abstürze waren schon vorgekommen, aber ich hatte mich oft im Griff, gern gefeiert halt… es war aber nie so, dass ich alkohol aus Einsamkeit oder Frust getrunken habe, sondern immer nur in Gesellschaft. Die letzten zwei Jahre haben sich diesbezüglich in eine Richtung gedreht, die mir nicht mehr gefällt. Jetzt ist mein Vater letztes Jahr auch noch gestorben, seitdem sind die Abstürze öfter und heftiger geworden. Genauso vor drei Tagen, da war ich übelst verkatert und der Tag mal wieder hinüber. Heute leide ich endlich nicht mehr unter dem Kater und ich hoffe so sehr es zu schaffen, da ich so langsam wirklich Angst um meine Gesundheit habe. Hoffentlich habe ich hier im Forum alles richtig gemacht und freue mich schon auf Antworten.
@alexsa Herzlich willkommen und viel Erfolg. Es geht, und es lohnt sich. Ich bin vor bald vier Jahren mit Gabys Konzept und dem Coachingprogramm raus aus dem Nervengift, nachdem mehrere "klassische" Anläufe gescheitert waren. Habe es nie bereut.
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@isabel, @soberrebel, @sophia48, @mermaid, @krokodil_, @cairni
@alexsa Guten Morgen und auch von mir herzlich willkommen! Hast Du das Buch gelesen? Bitte tu das, dann wirst Du erkennen, was Du weiter unternehmen musst. Lies hier im Forum, irgendwo findet man auf alle Fragen Antworten und wenn nicht, hilft Dir jemand. Aber anfangen musst Du selbst. Mach Dir einen Plan. Lesen, die Nahrunsgergänzungen besorgen, Alkohol aus dem Haus und los gehts!
Ich habe jetzt drei Monate geschafft und es war viel leichter, als gedacht. All die Angst vor der Zeit ohne Alkohol ist völlig unbegründet, im Gegenteil, es ist sehr spannend, wie man sich selbst und die Sicht auf die Welt verändert. Viel Erfolg!
@alexsa Hallo alexsa, ich bin vor nunmehr fast 14 Monaten mit Hilfe des Buches Alkohol adé, den NEMs und durch das Schreiben mit den tollen Menschen hier im Forum problemlos und ohne jegliches Craving vom Alkohol los gekommen. Es war und ist mein fester Wille, nie wieder Alkohol zu konsumieren. Ich habe viele Jahre Alkohol getrunken, davon über 20 Jahre hart ausgedrückt gesoffen. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst vom Nervengift los zu kommen. Alles Gute 😊
Guten Morgen, Alexsa! Herzlich willkommen hier! Natürlich schaffst du das - wenn du es wirklich willst. Darf ich ( ca 40 Jahre getrunken, seit 4 Jahren nüchtern) dir einen Tipp geben?
Denke nicht: "Hoffentlich schaffe ich es!", sondern: "Ich zieh das jetzt durch! Ein für alle Mal!"
Bei "Hoffentlich schaffe ich das" schwingt so ein leichter Zweifel mit und der ist kontraproduktiv. Fasse für dich so eindeutig den Entschluss, aufzuhören, dass es in deinem Unterbewusstsein ankommt.
Dann geht es, zumindest war es bei mir so, ganz leicht. Die NEMs und das Forum sind dabei eine großartige Unterstützung. Hab keine Angst vor einem Leben ohne Alkohol (die wir alle hatten und dann merkten, dass es absolut nicht so gräßlich ist, wie uns der Alkohol vorgaukelte) sondern stürze dich in das Abenteuer: Leben ohne Alkohol. Und du wirst merken, dass es sich so sehr lohnt.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg.
Liebe Grüße
Isabel
Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten. Ich habe sie jetzt gebraucht. Leider erschüttert mich gerade etwas sehr:
morgen ist vatertag, ich war völlig gestärkt an vatertag nichts zu trinken. Das erste mal seit ewigkeiten. Nun ist mir aufgefallen, dass es ja der erste vatertag ohne Vater für mich ist… ich hoffe, dass mich das morgen nicht umhaut….
danke euch für die lieben Worte. Ihr könnt so stolz auf euch sein! Ich wünschte, ich wäre auch schon da, wo ihr seid und was ihr alles schon geschafft habt… lg
Liebe Alexsa,
das ist eine Herausforderung. Stelle dir vor, dein Papa schaut von oben aus auf dich und wie stolz er ist, wenn du an ihn denken und um ihn trauern kannst, ohne dich mit Alkohol zu betäuben. Umhauen tut dich nur der Alkohol, nicht die Trauer um deinen Vater. Ich drücke dir fest die Daumen. Wenn du es schaffst, dann gehst du um so vieles stärker aus dieser Situation hervor. Gib dem Alkohol keine Chance und denke an all die schönen Erlebnisse, die dich mit deinem Papa verbinden. Der Alkohol wird deine Trauer nicht lindern (auch wenn sich das zuerst so anfühlen mag) und hinterher würde es dir dann echt besch... gehen.
Alles Gute für dich.
PS: Ich hab meinen Papa durch einen Herzinfarkt verloren. Er war erst 69 Jahre alt und ich 42. Ziemlich früh. Und ich war ein Papa-Kind. Wenn ich heute an seinem Grab stehe, dann stolz. Hier steht jetzt keine Alkoholikerin mehr, sondern eine, die es geschafft hat. Ein um so viel schöneres Gefühl.
@alexsa Herzlich willkommen auch von mir.
Du beschreibst gerade etwas, was ich von mir sehr gut kenne: Wenn etwas "hochgekocht" ist, habe ich Alkohol draufgekippt, weil ich es nicht vermeintlich nicht aushalten konnte.
Heute weiß ich, dass solche Momente schwer sind und sie sich nicht gut anfühlen. Und Alkohol draufkippen in dem Moment löst das ungute Gefühl nicht, es verschlimmert sich: Mit Heulkrämpfen, Depressionen, Angst und Selbstmitleid. Und es sind unsere GEdanken, auch das hast Du uns gut beschrieben, die uns vermeintlich zu unserem Medikament bringen.
Niemand hat Dir gesagt, dass Du Alkohol trinken sollst, schon gar nicht als Suchtmensch. Und ja, ich weiß, zum Anfang ist es sauschwer.
Gefühle aushalten ist echt eine Nummer. Es verändert sich, wenn Du ohne Alkohol bist. Damit ist es immer noch schwer und wenn Du willst, kannst Du lernen damit umzugehen.
Das Buch, das Konzept und das Forum helfen Dir gerne. Wir alle haben ähnliche Erfahrungen. Du bist nicht allein.
Viele Grüße
Sandra
Ich gebe euch in allem soooo recht… und ihr könnt richtig stolz auf euch sein. Und genau das habe ich mir heute irgendwann auch gesagt: es wird nur schlimmer, wenn ich jetzt was trinke, auch, wenn wir grad am feiern sind: morgen habe ich einen dicken Schädel, mein papa wird dadurch auch nicht wieder lebendig, und hinzu kommt noch das Gefühl, dass ich versagt habe und wieder schwach geworden bin.
Und ihr habt recht: ich habe keinen Tropfen alkohol getrunken (alle anderen schon) und es hat mich stärker gemacht und glücklicher…
Seit 15 Jahren bin ich keine Autobahn mehr gefahren wegen panikattacken… heute musste ich ungewollt… ausgeschlafen, mit klarem Kopf und Automatikauto, was ich vorher noch nie gefahren bin. Was soll ich sagen: die Panikattacken waren nicht meiner schwachen oder ängstlichen Person geschuldet. (Nebenbei: wer so saufen kann, ist kein ängstlicher Mensch), sondern dem alkohol, der das Denken übelst beeinflusst…ich hatte keinerlei Angst, keine Spur von Panik. Ich habe fest gestellt, wie entspannt Autobahn im Vergleich zur Landstraße ist. Ich bin richtig glücklich und stolz, damit habe ich nie im Leben gerechnet. Liebe Grüße und vielen Dank für eure tollen Antworten, die so sehr helfen!!!





