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Moin,
ich hoffe, ich bin hier richtig.
Ich bin 24 Jahre alt und habe bereits mit 17 gesehen, dass mein Alkoholkonsum problematisch war, ihn ein halbes Jahr aufgegeben und dann kam an meinem 18. Geburtstag das obligatorische "Ach, ein Gläschen Sekt schadet ja nicht". (2015)
Diese "ab und zu" Einstellung hat nicht allzu lange gehalten und da ich dann auch noch Gewichtsprobleme bekam, bin ich vom vielen Bier am Wochenende weg und bin umgeschwenkt auf Korn und Wodka, um dieses ach so "wohlige" Gefühl zu erzeugen.
Dann gabs halt häufig mal ein "Feierabendbierchen" (es schmeckt mir einfach und ich hoffe, dass alkoholfreies klar gehen wird in Zukunft) und am Wochenende kam es dann zum ersten Mal zum Blackout.
Das häufte sich, häufig gepaart mit Nervenzusammenbrüchen, etc.
Bis ich dann meinem damaligem Freund im Vollsuff fremdgegangen bin. (2018)
Erinnere mich auch hier "leider" erst ab morgens wieder daran.
Die Beziehung ist kurz darauf, jedoch nicht deshalb, zerbrochen (7 Jahre).
So dachte ich mir dann "mal wieder": Ne, ... so geht es nicht weiter. Hab dann angefangen Sport zu machen, immer wenn ich was trinken wollte und die Regel eingeführt "Ok, halbe Stunde Sport und wenn du danach immer noch Lust darauf hast, dann bewegst du deinen Hintern die 3 km zum Supermarkt zu Fuß und kannst dir EIN Getränk kaufen."
Soweit, so gut, hat aber irgendwie auch nicht wirklich lange gehalten und es gab wieder ab und an kleine Abstürze.
Spätestens ab Beginn Corona, wo ich dann, mittlerweile mit meinem neuen Freund zusammengezogen, zu Hause rumsaß, da wir nicht in unsere Ausbildungsbetriebe durften, dass Wetter draußen bestens wurde und die Abschlussprüfungen bevorstanden, war Alkohol dann wieder ein regelmäßiger Begleiter. Allerdings meist ohne Blackout, da mein Freund immer "weniger" vertrug und er mich meistens überreden konnte, mit schlafen zu kommen.
Im Sommer 2020 lief es dann schon seit ein paar Monaten zwischenmenschlich nicht mehr so dolle bei uns, aus verschiedensten Gründen, vorwiegend unterschiedliche Vorstellungen von Haushaltsführung und Freizeitgestaltung.
Und so ging ich dann eines Abends auf eine kleine Party...
Abgemacht war, dass ich im Gästezimmer schlafe, doch nachdem ich kotzend überm Klo hing, hatte ich irgendwann auch nicht mehr die Kraft mich dagegen zu wehren, dass ich jetzt doch bitte im Doppelbett mitschlafen sollte, dachte auch, dass wäre vllt besser, war ja wirklich zu viel.
Morgens wachte ich dann in einer Situation auf, die durch mehrmaliges "Lass das" meinerseits nicht beendet werden konnte. Da ich mich aber körperlich richtig scheisse gefühlt habe, bin ich halt auch nicht aufgestanden. Im Nachhinein würde ich dies als Vergewaltigung betrachten, auch, wenn kein klassischer Geschlechtsverkehr stattgefunden hat.
Jedenfalls, ab nach Hause, gebeichtet, was war. Freund Zeit zum Nachdenken gegeben, ne Woche später jedoch selbst Schluss gemacht, weil ich das traurige Gesicht und unsere Gesamtsituation nicht ertragen konnte. Wie schon beim ersten Freund, ihr erinnert euch vielleicht.
Ein paar Wochen später, ich sitz in Quarantäne und denk mir, ach, ist doch jetzt auch egal, mittags schon angetrunken, kümmert sich der Typ sehr nett um mich via WA, abends hat er mich dann doch tatsächlich überredet, dass wir zusammen sein könnten.
Und ab da ging das Desaster dann erst richtig los.
Ständig betrunken, ständig Blackouts, kein Trinken, für den "Genuss", wie ich ihn doch früher immer mochte, wenn ich mit Oma mal ein Glas Sekt oder beim Grillen ein Bier getrunken habe.
Naja, hat jedenfalls so oder so nicht ansatzweise gepasst und nachdem ich mich dann irgendwann nach 9 Monaten aus der Beziehung winden konnte, (Sommer 2022), sehr schwierig aus beruflichen Gründen...hab ich mich gefragt, was jetzt eigentlich schief lief, wollte meinen Ex unbedingt zurück, wenn auch nicht zusammenwohnen.
Habe mir im November auch einen Therapeuthen gesucht, den ich alle paar Wochen sehe, allerdings auch aus anderen Gründen, wobei ich das Thema jetzt auch beginne anzusprechen.
Nunja, hat dann auch geklappt und jetzt, in getrennten Buden, läuft es eigentlich ziemlich rund.
Ich trinke nicht täglich, teilweise auch längere Zeit. Doch gelegentlich kamen dann dennoch die Abstürze und ich habe, nachdem ich einen Samstag bis 19 Uhr "verschlafen" habe und dann erst von einem besorgten Anruf geweckt wurde, gesagt: Nein, okay, in deinem Urlaub in 2 Wochen, da kannst du ja noch ein bisschen, aber sonst: Nein.
Lief auch, trotz teilweise größerer Mengen, kein Absturz und kein Kontrollverlust...
Seit 3 Wochen ist der Urlaub zuende, es gab keine Zwischenfälle oder sonst was und letzten Samstag wollten wir zusammen Abends Filme gucken und dabei ein bisschen was Trinken...
Es hat wieder mal überm Klo geendet und ich muss jetzt endlich die Reißleine ziehen!
Danke an dieser Stelle schonmal an meinen wunderbaren Freund, der mich hierbei unterstützen will, soweit es geht 🙂
Ich bin fürs Erste zuversichtlich...
Danke, falls ihr bis zuende gelesen habt, ich musste mir das jetzt hier einfach mal von der Seele schreiben.
Ich hoffe, meine Schreibweise war okay und naja...
Hi, ich bin "die Neue" und es ist genug.
@enough schön, dass Du da bist!
on off, jetzt nicht und dann doch wieder, Abstürze…
kenne ich alles.
Will ich nur wieder erleben!
lese Dich ein, bestell Dir das Buch und entscheide, wie es weitergehen soll
Fühl Dich wohl.
lieben Gruß
Herzlich willkommen. O ja all das Chaos, das Drama, die unnötigen Bettgeschichten, die Männer, die die Situation ausnutzen und einen begrapschen oder mehr noch...Ich kenne das auch und es ist mir immer noch unangenehm daran zu denken, weil ich so nicht bin, weil das nicht ich selbst war und ich mich verloren habe. Lass es bleiben und geh weiter diesen Weg in die Freiheit.
Alles Gute für dein Vorhaben
Nina





