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Liebes Forum, Ich habe mir bereits das Buch bestellt und präventiv mal eine Reihe an Vitaminen gekauft. Heute ist mein dritter tag ohne Alkohol und es geht mir gut. Ich bin weiblich, 45, Mutter von zwei Kindern und im helfenden Beruf tätig. Ich hatte bislang das Glück nicht körperlich abhängig zu werden, sprich keine Entgiftung in einem Spital zu brauchen aber seit Jahren trinke ich zu viel und wenn ich trinke (Wein, Prosecco) dann kann ich nicht aufhören bis ich betrunken bin. Das betrübt mich zusehends, ich mag so einfach nicht mehr weiter tun. Seit geraumer Zeit stelle ich fest, dass mir Alkohol nicht mehr gut tut. Ich werde regelrecht depressiv, weinerlich, der nächste Tag ist von Angst, Scham, und Schuld geprägt. Bei einer Gesundenuntersuchung kam heraus, dass ich zum Glück noch gesund bin, also meine Leberwerte sind ideal, aber ich bin mir sehr sicher, dass mein Hirnstoffwechsel bereits Schaden gelitten hat. Ich bin beruflich erfolgreich, immer fleissig und ehrgeizig, Alkohol wurde zum Tröster in einer Erschöpfungsdepression vor mehreren Jahren und blieb mein Gefährte auch als es mir besser ging. Ich habe mir 6 Wochen ohne Alkohol vorgenommen, der Gedanke nie wieder zu trinken macht mir noch Angst. Ich hatte in den letzten Wochen maximal 1 Woche Trinkpause, dies offen gesagt sehr selten und abstinente 6 Wochen sind für mich jetzt Mal Ziel genug. Belastend am Alkohol ist für mich nicht die körperliche Abhängigkeit sondern der Kontrollverlust beim Trinken. Ich höre nach einer Flasche Sekt nicht auf, kaufe die nächste und trinke bis ich einschlafe. Ich habe vor alleine zuhause getrunken aber auch in Gesellschaft, wo mir leider peinliche Dinge passiert sind, die mir die Schamesröte ins Gesucht treiben - emotionale, hysterische Anfälle, Schmusereien mit Männern, die ich nicht kenne, unnötige Streitereien, Filmrisse, nicht mehr gerade gehen können und stürzen. Dies allles entspricht nicht dem Menschen, der ich sein möchte und schadet meiner Selbstachtung erheblich. Leider haben mich auch meine Kinder sehr selten aber doch betrunken erlebt, was mir in der Seele weh tut. Ich weiss durch meinen Beruf, dass dies für Kinder gar nicht gut ist.
Fürs erste genug von meiner Seite, herzlichen Dank für die Aufnahme hier, ich freue mich auf den Austausch mit euch und warte sehnsüchtig auf das Buch von gaby und ihrem Mann.
Ninafisch
Schön, dass Du dabei bist... und das Du auf dem Weg bist ohne eine Entgiftung in einer Klinik. Hast Du Deinen Hausarzt mit an Bord?
Liebe Grüße
@cairni danke dir. Ich habe mich meiner Hausärztin anvertraut, weshalb auch eine gründliche Gesundenuntersuchung veranlasst wurde. Heute war ich Blutdruckmessen, er ist 120/80 also gut. Es scheint bei mir also keine Entzugserscheinungen bedrohlicher Art zu geben. Ich zittere und schwitze auch nicht. Ich nehme es aber keinesfalls auf die leichte Schulter. LG





