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Liebe Alle,
Ich bin gerade hier ganz frisch hineingeschlüpt und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 42, weiblich, habe einen Sohn (10). Ich weiß für mich, dass ich so nicht mehr weiter machen kann, habe mir das Buch bestellt, noch nicht gelesen und nein, ich bin noch nicht ohne Alkohol. Ich habe einfach wahnsinnige Angst davor. Ich stehe jeden Morgen auf, stehe vorm Spiegel, schäme mich, schwöre mir heute Abend nicht mehr! Gehe arbeiten, erkläre Jugendlichen was Alkohol und Drogen mit einem machen und .... falle selbst am Abend wieder darauf rein. Ich habe Angst davor mich zu outen, ich suche Hilfe, weiß jedoch nicht so richtig wie. In diesem Job selbst ein Problem zu haben, ich möchte einfach mein Gesicht nicht verlieren... Gibt es hier jemanden in ähnlicher Situation?
Liebe abendliche Grüße
Enel
@enel Ich kann nur bestätigen, was @rumpelheinzchen schreibt. Ich bin da auch allein durch, aber mit Buch, NEM und Forum ging es überraschend gut
@enel Liebe Enel,
"Auffliegen" wäre für mich auch keine Option gewesen. Also habe ich es allein durchgezogen, nach 40 Jahren. Es geht, das Fatale ist nur, dass man es sich nicht vorstellen kann. Schau dich hier um - es gibt so viele positive Beispiele . Und nein: weder brauchte ich mehr Sport noch ein neues Hobby. Ich habe einfach nur angefangen, zu leben. Im nachhinein betrachtet, würde ich jetzt sagen, hab ich doch nur mehr oder weniger vor mich hinvegetiert. Den ganzen Tag der Kampf, nicht zu früh mit dem Trinken anzufangen, die Gedanken fast ständig um den Alkohol kreisend, nur um dann abends sich ihm hinzugeben, danach die schlaflose Nacht mit all den Vorwürfen, dem Selbsthass, dem Verzweifeln und dem Vorsatz, am nächsten Tag ganz bestimmt nüchtern zu bleiben.
Jetzt spüre ich das Leben, mit all seinen Ärgernissen, Herausforderungen, aber auch unzähligen kleinen Glücksmomenten, die ich so vorher ja gar nicht wahrnehmen konnte. Und das seit nun 26 Monaten.
Trau dich, du kannst doch nur gewinnen. Und höchstwahrscheinlich ist es viel weniger schlimm, als du es dir ausmalst.
Ich drück dir fest die Daumen.
Liebe Grüße Isabel
Was die genau gemerkt haben, kann ich nicht genau sagen.
Es wäre nur sicher nie was zur Sprache gekommen, das hätte sich aus meinem Umfeld außer meiner Frau niemand gewagt, mich darauf anzusprechen.
Wer hätte das auch tun können? Die Patienten? Meine Angestellten? Personal? Die Untergebenen bei der Feuerwehr oder anderswo? Alles sehr unwahrscheinlich.
Und heute geh ich ja nicht rum und frage, ob die früher was bemerkt haben.
Das wäre nur peinlich für Alle.
Trau dich, du kannst doch nur gewinnen. Und höchstwahrscheinlich ist es viel weniger schlimm, als du es dir ausmalst.
Ich drück dir fest die Daumen.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wenn ich in diesem Forum lese, ehrlich, ich bekomme noch mehr Angst. Ich frage mich, ob ich es ohne ärztliche Hilfe wirklich schaffen kann.
Trau dich! Wer, wenn nicht auch du sollte es schaffen können bei deinem fundierten Einblick in "die Materie".
Ich kann nicht - so wie die Anderen - sich einfach mal eben in einer Klinik auf die Warteliste setzen lassen.
Musst du auch nicht! Die kochen alle auch nur mit Wasser. Du weißt doch schon wie "Therapie" funktioniert. Ich hatte Anfang der 90ger vier Kliniken verschlissen. Ich habe nicht viel dazu gelernt, was ich nicht in der Theorie schon gewusst hätte. Der Impuls muss von dir selbst kommen.
Was mache ich, wenn ich abends nicht mehr trinke...
Die einen sagen so, die anderen sagen so. Wenn du hier im Forum fragst, wirst du gewiss REICHALTIG Antwort erhalten.
Ich persönlich finde 4 Dinge spannend.
ZEN-Meditation, Yoga, Kochen und bei Babbel eine Fremdsprache lernen.
Aber man könnte einen Thread aufmachen, wo jeder so seine eigenen Tips und Vorlieben hinterlegen kann.
Da wäre dann sicher noch der für mich so ungeliebte Sport zu nennen, Fitnessstudio, Lesen, Kirchenchor und die ganzen hippen kulturellen Dinge, die in größeren Städten angeboten werden.
Ich werde wieder berichten, wenn ich das Buch gelesen habe...wie es mir geht und wofür ich mich entschieden habe.
Das Vorhaben angehen ist zunächst das, was jetzt ansteht. Und lass dir ruhig Zeit aber verliere dennoch das Ziel nicht aus den Augen.
Ich musste vorher noch einen ganzen Weinkeller leer trinken, aber nachdem diese Aufgabe erledigt war stand auch mein NEM - Konzept und es ging los. Und jetzt bin ich schon bei Yoga und ZEN angekommen.
mit lieben hausärztlichen Grüßen
Rumpel





