Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo zusammen,
Ich bin Anika, 46 Jahre alt und habe ein Problem mit Alkohol, naja also eigentlich eher ohne Alkohol, kurzum mein Konsum läuft aus dem Ruder.
Ich habe eine Familie, Tiere, Haus, Vollzeitjob und trinke am Abend gerne Wein, zum Runterkommen, Entspannen, Verarbeiten, ...
Dass es zu viel ist und sich der Konum immer mehr gesteigert hat, ist mir schon lange klar und ich gehe auch offen damit um. Guten Freunden gegenüber bezeichne ich mich auch als Alkoholikerin oder als alkoholabhängig. Aber ich glaube, mit diesem offenen Umgang, können viele nichts anfangen. Möglicherweise, weil sie sich selbst ertappt fühlen oder weil sie denken, naja so schlimm ist es ja nicht und sie geht jeden Tag auf die Arbeit, wird nicht ausfallend, kann sich artikulieren. Gerade so, also möchte das Umfeld das gar nicht wissen. Komisch irgendwie. Manche sagen, ach du wieder, Alkoholiker sind ganz anders.
Ansonsten ist es so, wie Gaby es bei Britt beschrieben hat. Ich achte darauf, dass immer genug da ist und manchmal verstecke ich dann auch eine leere Flasche und stelle nur die zweite angefangene hin, damit man denkt, dass es die erste Flasche ist. Oder ich steigte kurz vor 20 Uhr nochmal ins Auto und fahre Wein holen oder spaziere mit dem Hund nach Ladenschluss zur Tankstelle und hole mir noch einen Wein.
Die Schlafphase ist dann exakt so, wie im Buch beschrieben. Erst eine Art komatöser Schlaf, dann wache ich in den frühen Morgenstunden auf, habe Herzrasen etc und zähle die Stunden bis ich aufstehen muss, jedoch ohne nochmal vernünftig einzuschlafen. Der Vormittag, Mittag und Nachmittag ist die Hölle. Bleierne Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Überforderung, Dünnhäutigkeit,...
Aber am Abend, wenn ich Wein trinke, erwacht mein Körper zu neuem Leben, alles ist wie weggeblasen und ich kann lange wach bleiben, bis ich in den komatösen Schlaf falle.
Manchmal trinke ich nichts, weil es sich nicht ergibt. Dann kann ich nicht einschlafen. Aber wenn ich einschlafe, dann schwitze ich die ganze Nacht und wache schweißgebadet auf. Ich merke, wie mein Körper entgiften will. Ich merke, dass ihm Wasser und Salze fehlen. Ich merke, was ich meine Körper antue.
Aber schon am nächsten Abend treibt mich das Verlangen. Einmal wollte ich bewusst länger auf Alkohol verzichten. Am Anfang ging es gut, aber nach drei vier Tagen wurde es immer schwerer bis ich nach sechs Tagen aufgegeben haben: ich Versager!
Das Buch ist deshalb so toll, weil es einen nicht willensschwach und als Versager stehen lässt, sondern weil es plausibel erklärt, was der Alkohol zerstört und aus dem Gleichgewicht bringt und dass das Verlangen nach Alkohol nur eine logische Konsequenz ist.
Ging es noch jemandem so wie mir?
Schönen Abend
Anika
Ein herzliches Willkommen hier bei uns. Schön, dass Du den Weg her gefunden hast. Ich bin ganz sicher, Du wirst Dich hier in ganz, ganz vielen Geschichten wiederfinden. Lies Dich mal in Ruhe hier quer durch das Forum.
Es ist immer wieder erstaunlich, diese Muster wieder und wieder und wieder zu finden.
Ganz sicher wirst auch Du es schaffen.
Liebe Grüße
Gaby
@anika1977 Herzlich willkommen – ich glaube, Du wirst hier einige mehr finden, denen es so geht/ging wie Dir 😎 ... Dein sehr strukturierter Beitrag zeigt, dass Du Dich schon sehr differenziert auseinandergesetzt hast – was garantiert gut ist.
Mit hat Gabys Konzept vor fast drei Jahren nach mehreren konventionellen Versuchen, das Nervengift loszuwerden, den sehr streßfreien Ausstieg ermöglicht.
Viel Erfolg auch für Dich, stell' Fragen hier im Forum, wenn Dir etwas unklar ist!
----
@isabel, @soberrebel, @sophia48, @kkopp, @mermaid, @rosine123, @krokodil_, @cairni, @nicotenner
@anika1977 Ich kenne das so gut, was du beschreibst. Und ich bin so dankbar, dass ich dank "Alkohol adé" vor knapp 1,5 Jahren der Sklaverei des Alkohols entkommen durfte - es lohnt sich echt, in vielerlei Hinsicht. Herzlich willkommen bei uns und alles Gute für dich! 😊
@anika1977 hallo und herzlich willkommen hier. Fühl dich wohl. Auch ich habe mich damals in @gaby_guzek s Geschichte wiedergefunden und deine Schilderung lässt Erinnerungen wach werden an ein Leben, dass ich mal geführt habe. Meinen Weg in die Nüchternheit habe ich hier festgehalten. Mittlerweile schaue ich auf fast 14 Monate Abstinenz und bin jeden Tag aufs neue dankbar. Mit dem Buch, dem Konzept und dem Forum schaffst du das auch. Geh es an.
Liebe Grüße von der Mermaid 🧜♀️
@anika1977 herzlich Willkommen Anika! Ja, ich erkenne mich auch wieder.
Im Be- und Entsorgen der Flaschen war ich auch sehr erfindungsreich. Die Gassirunden mit dem Hund waren sehr praktisch, auch die günstigeren Spritpreise abends sehr willkommene Ausreden, um nochmals wegfahren zu müssen.
Mir hilft Gabi‘s Buch und Konzept sehr, ich hab auch schon einige Wochen ohne das Gift geschafft und bin sehr glücklich darüber.
Auch Du wirst es schaffen, es geht wirklich überraschend leicht und lohnt sich 😃
alles Gute wünscht dir
Sophie
@anika1977 na klar kennen wir das! Alles, wie du es beschreibst, war so. Und jetzt ist es nicht mehr so. Es wird sich auch bei dir ändern. Bleib hier, lies die verschiedenen Geschichten, du wirst staunen und dich wahrscheinlich freuen - du bist nicht allein! Und das Beste: das unbändige VErlangen wird verschwinden, wenn du dich ans fantastische Konzept hältst. Viel Erfolg!





