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Hallo guten Abend in die Runde, schön dass es dieses Forum gibt. 😊👍 Ich bin 65 Jahre alt und trinke mit Unterbrechungen seit meinem 17. Lebensjahr. Ich bin sozusagen eine Hochleistungsalkoholikerin, denn ich leite seit 30 Jahren einen Familienbetrieb mit zwölf Angestellten. In den letzten ca. 15 Jahren habe ich den Alkohol Konsum sehr gesteigert. Standard war am Schluss täglich eineinhalb Flaschen Wein, die ich alleine getrunken habe. Oft habe ich die Flaschen versteckt...
Ich habe vor einem Jahr schon mal versucht aufzuhören. Immerhin habe ich es drei Wochen lang geschafft. Dann glaubte ich, dass ich kontrolliert trinken kann. Nach ein paar Tagen war ich wieder genau da angekommen wo ich aufhörte. Kontrolliert trinken funktioniert nicht. Äußerlich habe ich mich erstaunlich gut gehalten, man sieht es mir kaum an. Ich trinke jetzt seit fast drei Wochen keinen Alkohol mehr. Ausschlaggebend war die Äußerung meines Ex Manns dass ich eine Säuferin und Alkoholikerin sei. Das hat mich zu tiefst verletzt. Auch alte Freundschaften sind teils durch den Alkoholkonsum zerbrochen. Ich kann und will so nicht weiter machen. Durch Zufall fand ich das Buch von Gaby, wo ich beim herein lesen mich sofort wiedererkannt habe. Ich habe mir alle Nems besorgt und strukturiere damit meinen Alltag. Das hilft mir ungemein. Ich bin erstaunt, dass ich überhaupt kein Verlangen nach Alkohol habe und ich hoffe sehr, dass es auch anhält! Mir geht es körperlich und psychisch deutlich besser, ich habe mehr Energie und den ganz starken Willen mit der Sauferei aufzuhören. Auch die Schlafstörungen haben sich gebessert. Ich habe das Gefühl, dass ich sehr viel Schlaf nachholen muss. Es ist ein tolles Gefühl, morgens mit einem klaren Kopf aufzuwachen! Das macht mich irgendwie stolz 😉 Liebe Grüße
Liebe Jutta, vielen lieben Dank für dein Feedback 😊 Als Alkoholikerin werde ich wohl nie mehr einen normalen Umgang mit Alkohol haben können. Ich habe besonders gerne ausgesuchte Weine vom Rheingau getrunken. Rheingau Riesling ein Genuss! Bloß keinen Fusel, das sind doch Alkoholiker die sowas drinken ... Ein Irrglaube! Ich habe mich jahrelang selbst belogen. Wenn dir aber einer ins Gesicht sagt, dass du eine Säuferin und Alkoholikerin bist , verletzt das deinen Stolz, von dem ich zum Glück noch genügend habe. Ich mache seit einem Jahr eine Psychoanalyse, was dazu bei getragen hast die Suchtproblematik beziehungsweise die mangelnde Selbstfürsorge zu erkennen. Etwas für sich selbst tun, auf sich selbst achten. Genau liebe Jutta, wir sind in einem etwas fortgeschrittenen Alter, die Endlichkeit des Lebens rückt etwas näher und es wird bewusster, dass wir nur ein Leben haben. Wenn ich mir überlege was ich meinem Körper viele Jahre lang angetan habe. Erstaunlich, daß ich noch am Leben bin. Toll dass es diese Gruppe gibt mit wunderbaren Menschen und hilfreichen, geistreichen Beiträgen! Anonyme Alkoholiker sind für mich keine Option. Da habe ich Angst erkannt zu werden. Liebe Grüße
@soberrebel Dankeschön!
@cairni Dankeschön! genau: Kopf hoch und Brust raus und den starken Willen behalten 😉 Die Nems Helfen definitiv! Liebe Grüße
Nachtrag: Der einzige Tag in der Woche an dem ich „kontrolliert“ trinken konnte, sind meine beiden Therapietage. D.h. dass ich den Abend davor nur eine knappe Flasche trinke, damit ich einen klareren Kopf habe. Den fehlenden halben Liter holte ich dann am nächsten Tag nach..
Liebe Ulla, herzlich Willkommen auch von mir. Schön, dass Du den Weg hierher gefunden hast.
Das macht mich irgendwie stolz
Das darfst Du auch sein! Ich freue mich, dass Dein Start so gut geklappt hat. Fühl Dich wohl bei uns. Wenn Du Fragen hast: Wir sind gerne für Dich da.
Liebe Grüße
Gaby
Von mir auch ein ♥liches Willkommen^^
Liebe Isabel, meine Trinkpausen waren auch hauptsächlich in den Schwangerschaften und in der Zeit als die Kinder klein waren. Kontrolliertes Trinken habe ich auch einige Male versucht. Das funktioniert nicht. Ich habe nach wie vor den festen Willen mit der Sauferei aufzuhören. Aber das haben etliche in diesem Forum auch schon versucht und erst nach mehrmaligen Versuchen geschafft. Entzugserscheinungen hatte ich eigentlich keine außer Schlafstörungen. Ich habe getrunken, um mich noch einem anstrengenden Tag zu entspannen. Das Problem war nur dass ich nicht aufhören konnte bis die Flasche leer war und die andere zweite Flasche bis zur Hälfte. Ich habe auch getrunken wenn ich mich besonders über irgendwas gefreut habe sozusagen als Belohnung. Oder umgekehrt wenn mich irgendwas getriggert, geärgert oder enttäuscht hat. Richtig hardcore getrunken habe ich nach dem Tod meiner Schwester vor 10 Jahren. Sie wurde nur 50 Jahre alt. Oder auch bei anderen Verlusten. Eigentlich gab es immer einen Grund.
Ganz toll wie du es geschafft hast! Kannst du sehr stolz drauf sein! Danke auch für das Daumendrücken! 😊 Waren die Nems bei dir auch so hilfreich? Liebe Grüße
@ulla Liebe Ulla,
auch das passt hundertprozentig auf mich: Irgendeinen Grund gab es immer: froh, traurig, enttäuscht, wütend, nervös, aufgeregt, glücklich......
Als ich aufhörte, kannte ich weder das Buch noch die NEM's. (Ich glaube, es war noch gar nicht erschienen.) Ich habe einfach aufgehört. Mein Mann hat es gar nicht mitbekommen, also kann ich auch keine großartigen Entzugserscheinungen gehabt haben, auch die Nächte waren normal, bzw besser als mit Alk. Nach 3 Monaten hab ich ihn gefragt: "Ist dir aufgefallen, dass ich nicht mehr trinke?" Ne, hatte er nicht gemerkt, bzw gemeint, dass ich halt mal wieder eine Pause einlege. Dann hat er mich ganz fest in den Arm genommen, gedrückt und geweint, vor Glück, dass ich das geschafft habe.
Das Buch hat mir wahnsinnig geholfen, hat mir so viele Dinge klar gemacht und vor allem meine Sicht auf mich selbst geändert. Ich dachte immer, ich sei schuld, ich sei schwach und könnte das nicht, was doch so viele schaffen: normal zu trinken. Dann zu erfahren, dass das nicht den Tatsachen entspricht, war unheimlich wichtig für mich.
Die NEM's hab ich nie genommen.
Liebe GRüße, ich drück die Daumen weiterhin!
Isabel





