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Im Zwiespalt - bin ...
 
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Im Zwiespalt - bin ich hier richtig? Ich stelle mich mal vor...

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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

Hallo Ihr Lieben!

So oft habe ich schon überlegt, ob wann und wie ich mich hier vorstellen soll. Mit welchen Worten, was ist wichtig? Jetzt mache ich es einfach, weil ich wichtig finde, dass Ihr eine Ahnung habt, wer ich bin, wenn ich schon anfange mich zu bestimmten Themen zu äußern (Stichwort: Frage der Woche zum Thema "Fasching/Karneval"). 

Also, ich bin Mitte 50, wohne im Rheinland, bin seit Ewigkeiten mit meinem Mann zusammen, angestellt, keine Kinder. Persönliche Probleme: Im Wesentlichen Sozialphobie, und noch so das ein, oder andere, komme aber im Großen und Ganzen gut zurecht.

Was mich in das Forum geführt hat? Eigentlich war ich auf der Suche nach Seiten, Argumenten, Literatur, o.ä. um etwas zu finden, was meinen Mann von seinem Alkoholkonsum runter bringt (ha ha ha, guter Witz, wie ich inzwischen weiß). Er ist ein Geselligkeitstrinker, und übertreibt es dann regelmäßig. Und das ist es ja, was so einen großen Teil unserer Gesellschaft betrifft. Und dazu zähle ich mich auch: Nicht abhängig, weder körperlich, noch psychisch (obwohl... ;-)), aber viel zu viel konsumierend. Und wie es so ist, zum x-ten Mal einen Test gemacht, gedanklich für meinen Mann, meinen Konsum und mein Verhalten aber direkt mit bedacht und das Ergebnis ist immer das Gleiche: kritischer Alkoholkonsum. 

Ich habe begriffen (insbesondere durch den Podcast "Tanzen kann man auch auf Brause"), dass nichts in der Welt meinen Mann vom Alkohol abbringen kann, wenn er es nicht selber will.

Also blieb übrig, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Seit ca. Weihnachtszeit lese ich hier regelmäßig. Inzwischen habe ich alle Beiträge durch. Ich bewundere Euch in Eurem Kampf und Euren Weg, was Ihr geschafft habt. Eure Leistung ist ein Vielfaches höher, als meine je sein kann. Alles zusammen hat mich inspiriert, es einfach selber zu versuchen. Und für mich ist dieses "Nicht-trinken-müssen" nicht die Befreiung, wie für manch anderen. Ich habe nicht den gewaltigen Druck gespürt, trinken zu müssen. Das ist mir glücklicherweise erspart geblieben, obwohl das eigentlich erstaunlich ist. Dennoch denke ich mit Wehmut an die vielen Wein- und Sektflaschen im Keller.

Was uns sicherlich eint, ist die Sensibilisierung im Umgang mit Alkohol bzw. der Blick darauf. Man schenkt sich immer Alkohol. Total selbstverständlich. Wenig Auswahl an alternativen Getränken bei Feiern und in Restaurants etc, Gestern - Karnevalssonntag - nur Wasser in der Kneipe zu trinken, ist nicht so sexy. Etwas mehr Abwechslung wäre schon nett. Dann jetzt schon die Gedanken an die nächsten Feiern und Urlaube. Kein Sekt. Weihnachten kein Champagner. Will ich das wirklich? Schaffe ich das? Dann sage ich mir: nur heute. Heute trinke ich mal keinen Alkohol. Das klappt jetzt knapp 3 Wochen. 

Zu meiner Überschriftsfrage, ob ich hier richtig bin: Ich kam mir ein bißchen vor, als würde ich durch ein Schlüsselloch spionieren, ich fand es eigentlich unfair, alles zu lesen, aber nichts von mir selber preiszugeben. Deswegen wollte ich mich eigentlich auf jeden Fall vorstellen, und wenn es auch nur bei dieser einen Vorstellung bleiben sollte. Es ist jetzt ein kleines bißchen anders gekommen. Und dann halt auch die Frage, ob ich mit meinem Alkoholthema - nicht abhängig, aber missbrauchend - für Euch hier richtig bin. 

Ach so, ein kleiner Schwank noch, der auch zu meiner Entscheidung beigetragen hat (ggfs. Triggerwarnung): Silvester waren mein Mann und ich bei uns in der Eckkneipe, Frühschoppen. Ging lang, bis zum frühen Abend. Wir haben uns schon lange drauf gefreut und ich fand es auch urgemütlich. Wir saßen zu zweit an einem Tisch, haben uns unterhalten, anderen zugeguckt, mit anderen geredet und dabei dann ein Bier nach dem anderen getrunken. Ich hatte mit Kölsch-Malz-Bier angefangen, wobei auf meinen Wunsch das Mischungsverhältnis mehr in Richtung Kölsch geändert wurde. Mir ging es gut, ich konnte reden, noch geradeaus auf Toilette gehen, alles gut. Als wir am frühen Abend nach Hause gingen (natürlich nur, weil die Kneipe zugemacht hat), haben wir Musik aufgedreht und  ich habe ausgelassen getanzt. Da hat mich das Gleichgewicht im Stich gelassen und ich bin auf irgendwas drauf gefallen, ich vermute, es war die Kommode (ICH WEIß ES NICHT!!). Ich sah auf einmal die Weihnachtspyramide gefährlich nahe vor mir. Mir tut heute noch die Rippe weh, geprellt, oder gebrochen, keine Ahnung. Und da dachte ich mir, bevor ich die ganze Weihnachtsdeko runter reiße, gehe ich lieber ins Bett. Silvesterabend um 21.00 Uhr.

Und das ist es doch, was der Alkohol mit mir macht: Ich werde aggressiv, streite mit meinem Mann, haue Sprüche raus auch gegenüber anderen, ich verletze mich, ich mache was kaputt, ich schade meinem Körper. Die Grenzen zwischen Genuss und "Zuviel" sind so fließend und wenn man meint, es sei noch Genuss, ist man oft schon drüber, weil das "Zuviel" wie an einem gespannten Gummiband auf einmal an einem vorbei schießt und mitnimmt.

So, das sollte für das Erste reichen - liebe Grüße und gute Nacht 🙂



   
7
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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

Hallo zusammen, ich musste meinen Zähler zurücksetzen. Was jetzt - für mich - nicht das Riesendrama ist, aber ich war vorher schon stolz, es immerhin etwas über 2 Monate zu schaffen. Gefühlt war es mindestens ein halbes Jahr 😜 

Ich habe für mich festgestellt, dass die Veranstaltungen und zu Hause für mich nicht das Problem darstellen. Ich bin am kleinen Rahmen "gescheitert", das hatte ich aber kommen sehen. Und zwar war es eine Einladung bei meinem Vater. Schon bei einer weiteren Gelegenheit vorher war ein Zusammensein mit meinem Vater in der Hinsicht schwierig, da hatte ich auch keinen Alkohol getrunken und er meinte so was wie "ach Du fastest ja bis Ostern". Bei meinem Vater habe ich das Gefühl ich muss mich erklären, warum ich keinen Alkohol mehr trinke, ich will mich ihm aber nicht erklären. Zumindest möchte ich mir den Zeitpunkt selber aussuchen. Ich habe mich zwar im Laufe meines Lebens schon recht gut von seinem "patriarchalischen Gehabe" abgrenzen können, aber offenbar noch nicht gut genug 😉

Diesen Samstag hat mein Mann seinen Geburtstag nachgefeiert, u.a. war auch mein Vater wieder mit dabei, da bin ich aber bei alkoholfreien Getränken geblieben. Er hat nichts dazu gesagt. Das war für mich aber auch einfacher, weil es nicht so eine 1:1-Situation war.



   
1
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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

Weiteres Thema: Cocktailabend

Vor rund zwei Wochen war ich mit einer kleineren Gruppe bei einem Cocktail-Tasting. Ich hatte im Vorfeld gesagt, ich komme nur mit, wenn es auch alkoholfreie gibt. Exklusiv für mich wurden tatsächlich auch alkoholfreie kreiert. Ich wusste, dass es für jeden 8 Cocktails geben wird. Ja, acht. Für mich eine unvorstellbare Menge; zu trinkenden Zeiten hätte ich 8 Cocktails nicht geschafft, bzw. möchte nicht wissen, in welchem Zustand ich danach gewesen wäre. Kurzer Vorgriff: Es gab bei den anderen keine nennenswerten Ausfallerscheinungen, was - nun ja - für eine gewisse Alkoholgewohnheit spricht ... (Interessant war, dass mein Mann noch am ehesten angeschlagen war, obwohl er die gleiche Menge wie die anderen getrunken hat; ich hatte schon ein paar Mal den Eindruck, dass er eigentlich gar nicht so viel verträgt - aber trotzdem nicht aufhören kann. Er ist ein absoluter Geselligkeitstrinker, dann aber sehr ausdauernd 😕)

Ich bin zu der Location, ein Hotel am Flughafen, extra mit dem Rad gefahren, damit ich im Zweifelsfall flüchten kann. Denn gegen später fuhr kein Bus mehr vom Flughafen Richtung Heimat. Aber ich bin bis zum Schluss geblieben und habe mich nicht gelangweilt, was schon selten genug vorkommt, meistens langweile ich mich in Gesellschaft. Was ich nun aber eigentlich erzählen will: Meine Cocktails waren richtig richtig lecker. Ich kenne mich damit Null aus (war immer zu geizig für Cocktails), und ich war sehr angetan. Ich habe dann von den alkoholhaltigen Cocktails meines Mannes immer einen Mini-Schluck genippt und ich hätte mit keinem einzigen tauschen wollen. Ich fand meine allesamt viel besser! Das hat mich echt gefreut.

Und auch bei meinem doofen 'Rückfall' vom Karfreitag bei meinem Vater, das war der Sekt, der mir ungefragt hingestellt wurde. Der hat mich jetzt auch nicht so glücklich gemacht. Auch der Wein nicht. Ob sich da echt schon was an meinem Geschmacksempfinden geändert hat? Bin stattdessen inzwischen großer Fan von alkoholfreiem Weizenbier; das alkoholhaltige mochte ich dagegen noch nie. Bei Kölsch ist es umgekehrt; da schmeckt das alkoholfreie ekelig.

 

 



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@marlina Das Thema mit dem alkfreien Bier war früher immer der Geschmack,  es schmeckte meist zum kotzen. Mittlerweile gibt richtig gutes alkfreies Bier von einigen Brauereien. Wenn du ein paar gute Sorten wissen willst, schreib mir eine PN, will hier keine Werbung machen.



   
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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

@soberrebel Hi soberrebel, kannst Du gerne schreiben, ich habe eben ein neues Thema aufgemacht* zum Bereich "alkoholfreie Getränke". Ich sehe es nicht als Werbung an, es ist ja ein Austausch; an anderer Stelle wurden ja auch schon Firmen genannt, wie Jörg Geiger 😉

* https://www.alkohol-ade.com/community/genuss/alkoholfreie-getraenke-jeglicher-art-austausch-und-empfehlungen/#post-36602



   
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admin
(@admin)
Famed Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 1625
 

@marlina Wir haben damit auch kein Problem.



   
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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

@admin Danke schön 😊



   
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cairni
(@cairni)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2352
 

@marlina Herzlich Willkommen noch von mir. Du hast es kommen sehen, schreibst Du. Für mich ist das die Einladung dafür, es geschehen zu lassen. Ich kenne das auch, und es hat mir gezeigt, da wo ich mir nicht sicher bin oder mich nicht sicher fühle, passieren genau die Dinge, die ich gar nicht erleben will. Und weil ich mir die Hintertür offen halte, geschieht es dennoch.

Ich habe sehr gute Erfahrung gemacht (nachdem ich ähnliche Situationen erlebt habe), dass ich mir die Situationen genau vorstelle, wie sie laufen sollen, wie ich es haben will. Ohne Hintertür. Jeden anderen Gedanken an etwas anderes schiebe ich kraftvoll weg.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Situation eintritt, wie ich es mir vorstelle, ist um ein vielfaches größer, als eine andere. Echt.

Probiere es mal aus.

Ansonsten: Aufstehen, wieder von vorne starten.

Davon geht die Welt nicht unter. Abgesehen davon hast du Dir ja bereits bewiesen, dass Du es kannst. Dann werden es jetzt mehr Tage, Wochen und Monate. Viel Spaß dabei!



   
1
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(@marlina)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
Topic starter  

Hallo zusammen, ich will mal ein Update von mir geben. Ich gebe ja immer mal wieder Rückmeldungen zu anderen Beiträgen, aber von mir selber erzähle ich so gut wie gar nichts. Also, ich bin immer noch Gelegenheitskonsumentin, habe aber meinen Konsum extrem reduziert. Das Gute ist, mein Mann passt sich zumindest im heimischen Umfeld an, trinkt auch das alkoholfreie Weizen mit und hat schon lange keine Bierkästen mehr gekauft. Ansonsten war es bei uns im Sommer immer so, dass minimum 1 Flasche (ich) bzw. 2 Flaschen (er) getrunken wurden. Und dieses regelmäßige Trinken ging mir schon immer auf den Keks. Das war einfach so ein Gewohnheitsding, obwohl ich das gar nicht so wollte. 

Morgen sind wir anlässlich eines Geburtstages in einem sehr kleinen Kreis ins Restaurant eingeladen. Insgesamt 3 Pärchen. 80. Geburtstag eines Mannes, den ich kaum kenne. Ich habe schon seit Wochen den Horror vor. Und dann wird mit Sicherheit viel Wein und Sekt getrunken. Aber ohne mich Wenn ich mich ohnehin schon extrem unwohl fühle und dann noch Alkohol. Diesmal nicht. Was ich sonst genutzt hätte, um unverkrampfter zu werden, lehne ich nun ab. 

Aber, ich labere wieder nur rum. Eigentlich geht es um etwas anderes Etwas Ernstes:

Ich höre sehr gerne den Podcast "SodaClub", da ich inzwischen alle Folgen von "Tanzen kann man auch auf Brause" durch habe, suchte ich nach Alternativen. Habe also schon einige Folgen gehört, fange nun chronologisch an und stieß am Dienstag morgen, auf dem Weg mit dem Rad zur Arbeit auf eine Folge, wo es darum ging, dass eine der beiden Podcasterinnen davon erzählte, dass bei ihr kürzlich AD(H)S diagnostiziert wurde. Und sie erzählte so, womit sie im Allgemeinen Schwierigkeiten habe, und dass das an AD(H)S liegen würde..... Ich fühlte mich davon extrem angesprochen, habe im Büro fix gegoogelt und WUSSTE in dem Moment: Das habe ich auch. Ich habe ADS. Das war ein Schock. Ich war an dem Tag total durch den Wind. Habe nach der Arbeit noch gegoogelt, eine Instagram-Seite gefunden, und könnte zu 95% die Verhaltensweisen und Probleme unterschreiben. Ihr ahnt vielleicht, was das bedeutet. Ich bin 55 Jahre alt. Ich habe nicht nur eine Therapie gemacht. 3 Monate psychosomatische Reha, tiefenpsychologische Therapie, Ehe- und Lebensberatung, verhaltenspsychologische Therapie (2x), Bonding, das innere Kind, Familienaufstellung, Psychodrama, Naturcoaching, und zuletzt noch Hypnose. Nirgendwo ist auch nur annähernd jemand auf die Idee gekommen, dass ich was mit ADS haben könnte. Ok, es ging teilweise auch um andere Bereiche, aber in den letzten Jahren bin ich das schon sehr gezielt angegangen: Nämlich, dass ich Zuhause nichts auf die Kette kriege. Ich kann nichts aufräumen, ich sammele Zettelchen, es stapeln sich die Sachen bei mir (auf der Arbeit auch), ich habe Null Energie (ach ja, NEMS habe ich eben vergessen aufzuzählen, wo ich immer wieder mal Schweinegeld für ausgeben habe, damit sie mich energievoller machen, aber wegen ADS kriege ich die Einnahme nicht auf die Reihe, weil ich dann wieder keine Lust zu habe). Mir ist in den zwei Tagen so viel klar geworden, und ich denke, da kommt noch ein Rattenschwanz nach.

So viel Lebenszeit vergeudet, jahrzehntelang mit schlechtem Gewissen unterwegs, weil ich heute wieder nicht das gemacht habe, was ich mir vorgenommen habe. Was eigentlich mal gemacht werden müsste. Und am nächsten Tag geht das Spiel wieder von vorne los. Beispiel: Ich bin ausnahmsweise mal früh von der Arbeit zurück, es ist schönes Wetter. Toll wäre es, jetzt noch rauszugehen. Aber eigentlich müsste ich noch das und das endlich mal wegräumen. Bevor die "Pflicht" nicht erledigt ist, kann ich ja noch nicht raus. Ich setze mich erst mal. Schaue doch mal ins Handy, was es so Neues gibt. Da MUSS ich natürlich noch mal weiter schauen... ich bleibe im Handy hängen. Überlege was ich machen soll. Huch, so spät jetzt schon. Ach schade, jetzt lohnt es sich doch nicht mehr raus zu gehen. Was ist: Ich denke, jetzt war schönes Wetter, ich hatte Zeit, scheiße, Chance vertan. Schlechtes Gewissen! Alternativer Ablauf: Ich surfe nicht stundenlang durchs Handy, jedenfalls nicht direkt. Ich überlege, wo ich denn hingehen sollte, bei dem schönen Wetter. Soll ich mit dem Rad fahren? Zu Fuß gehen? Wohin? Worauf habe ich Lust? Keine Ahnung! Jede Variante die ich in Gedanken durchspiele, übt keinen Reiz auf mich aus. Ich bin überfordert. Erst mal setzen und ein bißchen im Internet ablenken. Fortsetzung sh. zuvor (ich blieben zuhause und habe im Anschluss ein schlechtes Gewissen).

Ich habe im Forum von ein paar Frauen gelesen, die auch AD(H)S haben, wobei einige davon nicht mehr aktiv sind. Wer auch betroffen ist, oder meint, das könnte zutreffen, der melde sich bitte bitte bei mir. Ich will jetzt die Diagnose angehen, das wird noch ein Ritt, weil es ja keine Kapazitäten in den Praxen gibt.

So, nun ist es raus!

Liebe Grüße in diese tolle Community hier 🙂



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4314
 

@marlina 

Liebe Marlina,

ich kann gut nachvollziehen, dass das erstmal "der kalte Waschlappen" war. Dennoch: Besser jetzt drauf gekommen als nie, oder? Alles, was Du geschrieben hast, kenne ich zu gut. Aus vielen Coachings und auch aus dem unmittelbaren Familienumfeld (ebenfalls eine spätdiagnostizierte Frau).

Ich hätte - zunächst - ein paar Tipps für Dich. Erstens: Dies hier ist ein wissenschaftlich evaluierter Text für Erwachsene. Wenn Du diesen durchläufst und der (zu erwarten) positiv rauskommt, hast Du vielleicht bessere Chancen auf einen schnelleren Test. Du kannst dann am Telefon sagen, das "Wender-Utah-Rating" und der ASRS seien recht eindeutig. Das zeigt denen, dass Du nicht "mal eben was bei google" gelesen hast und sehr wahrscheinlich nimmt man Dich dann ernster. (Anmerkung: Die versprochene Funktion "Ergebnis per Mail" funktioniert nicht, macht aber auch nichts)

Dann kauf Dir doch mal das Buch "Kirmes im Kopf". Du wirst Dich so wieder erkennen.

Ansonsten, wenn Dein Englisch ok ist: Such mal auf youtube "How to ADHD". Das ist ein super erfolgreicher (weil super guter) Kanal einer jungen Dame, die alles, wirklich alles rund um das Thema erklärt. Wenn man sich ein wenig an ihre Piepsstimme gewöhnt hat, wirklich ein Riesenfundus.

Ansonsten: ADHSler sind nicht krank. Sie sind nur anders verdrahtet. Sie selbst nennen sich ja auch "neurodivers" und das ist auch so. Ihre Stärken, wie beispielsweise den Hyperfokus, setzen Unternehmen mittlerweile sogar gerne ein, auf speziellen Arbeitsstellen (Coding etc).

Kopf hoch, sei froh. Du hast einen Schlüssel gefunden!

Liebe Grüße

Gaby

 



   
6
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mina
 mina
(@mina)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 613
 

@marlina Hallo liebe Marlina,

Ich habe Deinen Bericht über Deine aktuelle Lebenslage mehrere Male durchgelesen. Deine Offenheit hat mich sehr berührt und ich habe auch tatsächlich Parallelen mit Deinem Funktionsmuster festgestellt. Wurde zwar nie auf ADHS getestet, die einzige Diagnose war HS mit allem was dazugehört. Habe auch gelesen, dass ein von ADHS betreffe er, ebenfalls hochsensibel sein kann. 
Dieses sprunghafte Verhalten wie Du es so gut beschreibst, kenne ich nur zu gut, dieses planen,anfangen und nicht’s zu Ende bringen, ein Desaster! Das war aber nicht immer so. Dieser Salat im Kopf war nicht immer da, es waren da auch bessere Zeiten.

Ich verstehe, dass durch dieses Chaos im Kopf stetiger Druck und Anspannung in Körper und Geist entsteht, worauf sich noch Gewissensbisse dazugesellen! Dein Empfinden die Lebenszeit zu vergeuden, ist für mich auch kein Fremdwort. Es ist sehr mutig von Dir abzuklären ob ADHS der Ursprung für Dein Leiden sein könnte und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen kompetenten Therapeuten findest.

Momentan versuche ich mich nicht noch selber runterzumachen, indem ich mich als faul oder unproduktiv bezeichne was mir zwar nicht immer gelingt. Liebe Marlina, wir haben ja auch gesunde Anteile in unserer Psyche und das gibt Hoffnung. Liebe Grüsse und einen schönen Tag Dir.     🍀🙋‍♀️ Mina



   
3
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