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…endlich möchte ich es schaffen und weiß, dass ich es nicht allein, zumindest ohne Austausch, schaffen kann. Ich bin eine 48jährige, intelligente, humorvolle Frau und es ist mir seit Jahren nicht möglich, aufzuhören, zu viel Wein oder Sekt zu trinken. Eigentlich trinke ich seit ein paar Jahren nahezu täglich. Ich habe immer in einem sehr anstrengenden Job gearbeitet, das erschien es mir immer wie eine tolle Entspannung, naja, ich erzähle ja jetzt nichts neues, das kennt ihr ja alle..
Seit einigen Monaten bin ich aufgrund einer schlimmen Arbeitssituation krank geschrieben und dabei, eine Veränderung herbei zu führen. Die Zeit ist so anstrengend aktuell und ich möchte sie aber so gern nutzen, endlich komplett aufzuhören mit Alkohol. Es ist so ein Teufelskreis, momentan habe ich so viel Zeit wie noch nie in meinem Leben und meistere die meisten Tagen auch irgendwie..aber es gab eben auch schon Tage, an denen ich einfach so mittags angefangen habe, mir schon mal ein Glas Sekt einzuschenken. Es macht mir wahnsinnige Angst, dass ich zur Zeit eine Flasche Wein oder Sekt am Tag trinken kann und mir einbilde, es gar nicht so doll zu merken und das Bedürfnis habe, weiter zu trinken. Und es macht mir große Sorge, dass ich Alkohol so positiv besetze, also mich regelrecht schon drauf freue, abends endlich ,meine Ruhe‘ zu haben und was zu trinken. Und auch, dass ich mich aufs Essen gehen mit Freunden freue, weil wir ja auch ,schönen‘ Wein trinken werden..
Wie werde ich diese ,Gelüste‘ los, diese positive Verknüpfung…
Das werde ich jetzt herausfinden, heute habe ich mir Tag 1 gestartet und möchte diese Zeit jetzt meinem Körper und meiner Seele geben, sich davon zu erholen.
naja, es ist nicht ganz leicht, sich hier kurz und knackig vorzustellen, ich freu mich erstmal hier zu sein und wünsche allen einen schönen Abend…
@euphoria Herzlich willkommen und viel Erfolg! Es dauert etwas, bis sich die Verknüpfungen lösen, aber es geht. Hast Du Gabys Buch gelesen?
Guten Morgen und danke fürs Willkommen..Das Buch ist bestellt:)
@euphoria Fühl Dich wohl, lese Dich durch die Threads, da steckt bestimmt ganz viel für Dich drinnen.
Hast Du Tag 1 gut vorbereitet? Kannst Du Dich beschäftigen etc?
In dem Buch stehen wirklich viele Tipps, Anregungen und vor allem das Konzept, mit dem viele Mitglieder es geschafft haben. Allerdings ohne Willen geht es nicht.
Ich bin eine von Ihnen und das bald seit zwei Jahren, nach einem ca. 2 Jahre währenden Rückfall und 8 Jahren Abstinenz.
Viel Spaß
Sandra
Hallo,
abgesehen von der Entspannung vom anstrengenden Job kommt mir alles sehr bekannt vor.
und weiß, dass ich es nicht allein, zumindest ohne Austausch, schaffen kann.
Rückblickend war für mich der Austausch das A & O. Ich habe mich mit einer Freundin ausgetauscht, ich habe mich hier angemeldet und ausgetauscht und Forenbetreiberin Gaby hat freundlicherweise einen Termin bei der Suchtberatung für mich organisiert. Bei der Suchtberatung konnte ich mich dann noch mehr austauschen und über die ganze Austauscherei hat meine Alkoholsucht ohne weitere Anstrengungen einfach rückstandslos aufgehört. Ich komme mir im Moment vor, wie einer von den x-Mio. „normalen“ Menschen, die einfach keinen Alk trinken. Wenn ich Alk trinken würde wäre ich mir 100% sicher, dass ich dass Bedürfnis hätte, weiter zu trinken. Das ist der einzige kleine Unterschied zum "normalen" Abstinenzler.
Das ich natürlich nur meine ganz persönliche Erfolgsgeschichte, für die ich nichts kann und der ich leider keine Allgemeingültigkeit attestieren kann. Der Austausch hat bei mir halt so gewirkt. Für andere ist das „NEM Guzek-Protokoll“ die Erfolgsgeschichte.
Langer Rede kurzer Sinn: Ohne Rücksicht auf Ängste, Verluste und Vorurteile, alles ausprobieren, was einem an Angeboten vor die Flinte läuft - „Versuch macht kluch“.
…endlich möchte ich es schaffen
Das ist ein guter Ausgangspunkt.
Das Folgende betrifft Nikotin, dass ich nicht ganz so einfach abschütteln konnte wie den Alkohol.
Ich habe mir positiv vorausschauend und voller Vorfreude immer eingeredet „endlich schaffe ich es“. Der Punkt ist, dass die Überzeugung, es zu schaffen, auch wenn die Überzeugung vollkommen unbegründet und nach dem X-ten Versuch total lächerlich erscheint, mit mir was macht.
Gruß Matthias
@cairni lieben Dank für deine Antwort, puh, da hast du einiges durch..
Naja, was heißt vorbereitet. Irgendwie ging es mir mental die letzten Wochen so extrem schlecht, dass ich dachte, jetzt muss ich sie mir noch bleibende freie Zeit unbedingt nutzen, um das Ruder rumzureißen. Es kam dann noch so eine schreckliche, aktuelle Erfahrung mit einem Mann, den ich grade kennen gelernt hatte, dazu und ich merkte, dass ich auch diesen Schock immer abends mit Wein weggemacht habe, teilweise auch schon früher am Tag mit Sekt, weil es mir ja so schlecht ging.
Ich nehme mir jetzt etwas Zeit, war heute den ganzen Tag draußen spazieren, möchte wieder viel mehr wandern, das tut mir gut. Hab neue Bücher da, bisschen Süßes, weil das hier viele geschrieben haben, heiße Wanne, Serie… irgendwie so…
und ich möchte mindestens in der nächsten Woche erstmal nur für mich diesen Rhythmus finden, also keine Verabredungen abends..
Dank dir auch für deine Erfahrungen. Mir hat es seit einigen Tagen geholfen, hier zu lesen und ich schätze es, dass hier ein offener Austausch möglich ist.
Es ist die psychische Abhängigkeit, die mir Sorge macht. Ein paar Tage ohne Alkohol gingen bisher immer, aber dann spätestens freute ich mich sehr auf die Belohnung. Körperlich merke ich immer sofort, dass es mir besser geht, wenn ich nicht trinke, besseres Körpergefühl beim Aufwachen, bessere Stimmung.
Aber ich möchte meinen Körper jetzt dauerhaft davon verschonen, von dem Gift und es wird meine Herausforderung sein, diese ganzen gemütlichen Abende mit Essen und Freunden und Wein irgendwie neu zu erleben. Und bei mir ist es tatsächlich ein großes Thema, wenn ich völlig erschöpft vom Tag nachhause komme, mich zu entspannen…
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute..
Auch von mir ein herzliches Willkommen. Wenn ich Dich ein wenig aufrichten darf: In unserem Buch wirst Du so viele Antworten finden. Genau auf die Fragen, die Du hier (auch indirekt) stellst.
Ich bin sehr sicher, dass es Dir ein großes Stück weiterhelfen wird.
Liebe Grüße, fühl Dich wohl bei uns
Gaby
und es wird meine Herausforderung sein, diese ganzen gemütlichen Abende mit Essen und Freunden und Wein irgendwie neu zu erleben. Und bei mir ist es tatsächlich ein großes Thema, wenn ich völlig erschöpft vom Tag nachhause komme, mich zu entspannen…
Erst mal auch ein herzliches Willkommen von mir! Hab keine Angst, dass du künftig keine gemütlichen Abende mehr mit deinen Freunden haben wirst (außer es sind lediglich "Saufkumpane", die zähle ich aber nicht zu meinen Freunden). Gemeinsam essen und ne schöne Zeit verbringen kann ich immer noch mit meinen Freunden, die einzige Ausnahme ist, dass ich keinen Alkohol mehr trinke (mich tangiert es aber auch nicht, wenn andere neben mir trinken).
Alkohol zum Runterkommen und Entspannen war früher für mich auch ein großes Thema. Aber da gibt es tatsächlich viel bessere und wirksamere Mittel - lies am besten erst mal das Buch 😊 Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg!





