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Ich bin Betty und mehr als 20 Jahre alkoholkrank. Im Laufe der Jahre habe ich neben meiner psychischen Abhängigkeit auch eine körperliche Abhängigkeit entwickelt.
Nach einem Entzug blieb ich 3 Jahre nüchtern, in der Zeit hab ich dann mit knapp 50 eine 2,5 jähroge Ausbildung begonnen ... durch meinen Ehrgeiz und mein selbsgesetztes Ziel mit Auszeichnung abzuschließen und den Leisungsduck den ich mir damit gemacht hatte, folgten auch die Rückfälle. Einer schwerer als der Andere. Und als ich dieses Ziel (unglaublicherweise trotz meines Konsums) erreicht hatte, steckte ich wieder so tief drin, dass ich es nicht mehr geschafft habe alleine da rauszukommen.
Ich fing an die Bücher und Podcasts zum Thema zu konsumieren, buchte ein Programm, bin in einer Gruppe und habe es geschafft wieder nüchtern zu werden.
Ich bin hier weil ich spüre, dass das Teufelszeug vermehrt anklopft und mich mit falschen Versprechungen lockt. Ich möchte nicht nochmal in diese Falle geraten.
LG Betty
Liebe bettymclee,
willkommen bei uns im Forum! Grossen Glückwunsch zum Nüchternwerden aus eigener Kraft!
Ich hoffe, Du findest hier genug Anregungen und Beistand, so dass Du diesen Weg weiter gefestigt und guten Mutes gehen kannst. Bei mir hat es auch unglaublich lange gedauert, bis ich den Absprung geschafft habe. Wir sind hier nicht allein.
Liebe Grüsse, Birgitta
Ja ja - die selbstgesteckten Ziele... das kenne ich nur zu gut. Nach außen perfekt glänzen zu wollen, und daran innerlich zu zerbrechen.
Auch ich versuche zu lernen, die eigene Messlatte nach unten zu schieben. Das fühlt sich so an, als würde ich vor mir selbst klein beigeben. Was denken die anderen plötzlich von mir, wenn ich mittelmäßig werde? Mich von meinem jahrzehntelangen Ehrgeiz zu verabschieden ist genauso schwer, wie von dem jahrzehntelangen Konsum.
Toll, dass Du nun hier bist.
Herzlich willkommen
Auch ich habe mit 50 noch einmal ein Studium begonnen – und es trotz eines damals steigenden Alkoholkonsums erfolgreich abgeschlossen. Erst später danach bin ich nüchtern geworden.
Und trotzdem: Trotz der längeren Abstinenz klopft der „Teufel“ auch bei mir immer wieder an.
Mein persönlicher Zugang ist heute ein sehr bewusster: Ich habe erkannt, dass ich noch nicht genug in meinem Leben verändert habe, um mich dauerhaft sicher zu fühlen. Dass ich mich nicht vollkommen sicher fühle, ist für mich in Ordnung – weil ich es heute achtsam betrachte und ernst nehme.
Wichtig ist für mich, weiter an mir zu arbeiten, ohne dabei zu vergessen, wie viel ich bereits geschafft habe.
Bleib dran.
Gut, dass du da bist.





