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Hallo zusammen,
ich habe mich erstmal ein bisschen quergelesen hier im Forum. Wirklich toll, wie ihr das macht und euch gegenseitig unterstützt. Den Link zum Forum habe ich unter einem Youtube Video gefunden, nachdem ich mich bei einem Programm angemeldet hatte.
Zu mir:
Ich bin über 50 und richtig angefangen hat es mit dem schleichenden Prozess eigentlich schon vor 30 Jahren. Heute ist mir das klar, damals aber natürlich nicht. Als die Kinder kamen, war Pause und der Konsum nach den Schwangerschaften noch moderat. Aber es gab nie einen Tag ohne Alkohol...
Je älter die Kinder wurden, desto mehr konsumierte ich. Ich bin Spiegeltrinker und war nie richtig betrunken mit allem was dazu gehört. Es entspannte mich halt und man gewöhnte sich dran.
In den letzten 10 Jahren wurde der Konsum so schlimm, dass ich teils morgens um halb acht schon die erste Flasche Bier aufmachte, wenn ich frei hatte. Aber ich funktionierte weiter, auch in den Jobs, die ich machte. Die letzten Jahre musste ich jeden zweiten Tag eine neue Kiste Bier holen. Wenn nichts da war, trank ich Wein oder im schlimmsten Fall Schnaps (den ich nicht wirklich mag).
Das Schlimmste daran ist, dass man seinen Tag nur noch nach dem Alk richtet. Muss ich noch Auto fahren? Arbeiten? Lügen gehört auch dazu...nur mein Mann wusste immer Bescheid.
Mir ist schon sehr lange bewusst, dass ich ein Alkoholproblem habe und wollte es auch immer sein lassen. Morgen....ihr kennt das ja sicherlich. Zweimal hatte ich es geschafft. Einmal ein dreiviertel Jahr (bis das Glas Rotwein mich überredete) und das zweite Mal ein viertel Jahr (ein Fest, wo ich schwach wurde).
Bis letztes Wochenende:
Ich las, dass Klaus Schulze gestorben war, der Musiker. Ich kannte ihn nicht und es interessierte mich, was für Musik er gemacht hat. Also youtube angeschmissen und gesucht. Ein Ecki Stieg (Musikjournalist) hat einen Nachruf für ihn gemacht, den ich anschaute. Auf der rechten Seite werden einem ja dann Vorschläge an Videos angezeigt, hier "Ecki Stieg und der Alkohol".
Ein sehr kurzes Video, aber ganz offen und ehrlich erklärte er seinen Weg aus der Sucht. Ich schaute sein Bild an, wo er im Video zeigte, wie er alkoholabhängig aussah. Und es machte bei mir Klick. Genauso siehst du auch aus, dachte ich..jeden Morgen im Spiegel hasse ich mich dafür, wie aufgequollen und aufgedunsen ich aussehe. Und beschloss, jetzt ist endlich Schluss! Montag trank ich nicht mehr und die Entzugserscheinungen waren ok. Schweissausbrüche, Kopfweh, aber auszuhalten. Heute ist also der 6. Tag nüchtern.
Ich suchte mir aber noch Hilfe, in Form eines Programms, dass mich unterstützt. Das habe ich dann auch noch gefunden und gebucht.
Jetzt bin ich gespannt, was mein Weg mir noch alles für Stolperfallen stellt oder welche positive Dinge ich erlebe und feststelle.
Ich freue mich, hier noch mehr zu lesen und denjenigen, die den Weg (so wie ich) noch vor sich haben, alles Gute.
Liebe Grüße, Freya
Vielen lieben Dank an euch alle 😊
Heute ist schon Tag 8 und das arbeiten gehen fällt um einiges leichter.
Aber erst jetzt fällt mir auf, wieviele Leute Alkohol verharmlosen. Irgendwie ist überall heute das Thema in meinem Umfeld. Macht mir nichts, ist aber interessant.
Hallo Freya, herzlich Willkommen, schön, dass Du da bist! Ich habe genauso aufgehört: niemals zuvor auch nur versucht, bis es auf einmal "klick" gemacht hat! Der Entzug war leicht aber die Abstinenz zu halten wird dann schon schwerer, wenn man im alten Trott weitermacht.
Die NEMs aus dem zweiten Monat haben mich dann "gerettet". Ich schwöre heute noch (morgen 11 Monate 🤗 ) darauf.
Viel Erfolg
wünscht Sabine
Herzlich Willkommen und viel Erfolg!





