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Meine Vorstellung

25 Beiträge
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(@ostseerola)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

Hallo, endlich finde ich den Mut mich vorzustellen. Ich bin Carola, 62 Jahre, seit kurzem EU-Rentner, verheiratet, 8 Seiten Lebenslauf (beruflich ein auf und ab), hatte mal Ökonomie studiert

Alk begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Mein Vater war Alkoholiker, starb mir 65.

Mein 1. Mann (Vater meiner 2 Kinder) ebenfalls Alkoholiker, inzwischen mehrere Jahre trocken.

Meinen jetzigen Mann kenne ich 13 Jahre. Er ist arbeitsbedingt nur am Wochenende zu Hause, lebt nicht abstinent.

Wir leben in einem sehr kleinen Dorf. Beide Kinder leben mit Familie ca. 500 km entfernt, da habe ich auch über 20 Jahre mit meinem 1. Mann gelebt.

Das 1. Glas Sekt gab es bei der Jugendweihe, da war ich noch "stolz" drauf. Ich kann nicht genau sagen, wann der Wein / Sekt vom Glas zur Flasche wurde und irgendwann alltäglich wurde, eine Flasche nicht mehr reichte - die letzten 25 Jahre, schätze ich, trank ich fast täglich. Mehr als die 1 Flasche wurde es ca. die letzten 5 Jahre.

Vor reichlich einem Jahr wurden mir 15 Wochen Reha bewilligt. Der 1. Reha-Antrag wurde abgelehnt. Bei der Entgiftung war ich nicht, habe vorher selbst runterdosiert. Im Umfeld habe ich als Grund für die Reha "Depression" genannt, was ja auch nicht gelogen war. Die Therapeutin riet dort bei der Reha, mich von meinem Partner zu trennen. Da auch meine Lebensumstände hier auf dem Hof mein Trinken  verschlimmert haben. In der Vergangenheit habe ich immer mal wieder Wohnungsanträge in der Nähe meiner Kinder gestellt - im Suff - am nächsten Morgen wieder storniert.

Heute habe ich wieder einen Wohnungsantrag gestellt - nüchtern. Das Trennen von meinem Mann fällt mir unendlich schwer, aber ich schaffe es hier nicht. Schon kurz nach der Reha wurde ich rückfällig und seitdem war meine längste trockene Zeit 10 Tage.

Meine Schwester und meine Mutter leben hier in der Nähe. Zu meiner Mutter habe ich bewußt den Kontakt auf ein Minnimum reduziert.  Sie "tut" mir nicht gut.

Ich bin so froh, das meine Kinder nichts trinken, auch deren Partner. Sie wissen jedoch über meine Krankheit bescheid. Mir ist auch bewußt, dass ich sie verlieren werde, wenn ich nicht kämpfe.

 

 



   
7
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(@ostseerola)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@sophia48 ja, es ist wirklich Selbstmedikation und richtig schlimm aus dem Ruder gelaufen. Lieben Dank für die mutmachenden Worte.



   
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sonnenhuhn
(@sonnenhuhn)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 285
 

@ostseerola: Auch von mir ein herzliches Willkommen! 

Ich denke, wenn du dein toxisches Umfeld verlassen kannst, kannst du auch andere Gifte weglassen!

💪💪💪

Liebe Grüße 

Sonnenhuhn 



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@ostseerola Auch ich möchte dich herzlich willkommen heißen. Da trägst du ja ein ganz schönes Päckchen mit dir rum - bin selbst in einem toxischen Elternhaus großgeworden und kann die deshalb ein Stück weit nachempfinden, auch wenn es bei dir eine andere Konstellation ist. Mir hat die Abgrenzung, dh das Abbrechen des Kontakts damals geholfen, um Heilung zu finden (wobei sowas vermutlich nie 100-prozentig heilt). Deshalb wünsche ich dir viel Kraft für diese Situation und Weisheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und alles Liebe und Gute für dich - die bist ein wichtiger, wertvoller Mensch, und jetzt bist du und sind deine Bedürfnisse an erster Stelle! 🧡



   
1
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(@alex7)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 676
 

@ostseerola du bist über das Buch hier gelandet bedeutet, du hast das Buch auch gelesen? Falls nein, bestelle es und sei konsequent bei den NEMs. Ein Versuch ist es wert. Sollte es dich nicht ansprechen, hast du lediglich einen weiteren ersten Tag "verloren". Wie wäre das?

Auch ich habe gesehen, wie sich ein geliebter Mensch tot gesoffen hat. Auch mir hat das nicht die Augen geöffnet. Wäre ich vor ein paar Monaten nicht betrunken von der Polizei angehalten worden, würde ich vermutlich immer noch trinken. Ich bin froh um diesen klick Moment den ich daraufhin hatte - ergreife deinen und lass ihn nicht mehr los; ich glaub du hast einen solchen auch...



   
2
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(@ostseerola)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@cairni Hallo, bitte helft mir - ich kenne mich nicht aus in Foren, ist mein 1.

ist es ok, wenn ich hier weiter schreibe, oder gibt es für den gemeinsamen Austausch noch eine andere Seite? Antworte ich jedem Einzelnen zurück?

Bin im 2.abstinenten Tag. Habe gestern hier noch über "hochsensibel" gelesen. Das trifft auch auf mich zu, weiß ich aber erst seit ca. 1 Jahr. Vorher habe ich immer zu hören bekommen: Du spinnst! Das bildest du dir ein! ... das habe ich seit Kindertagen vorwiegend von meiner Mutter zu hören bekommen. Daher habe ich es endlich geschafft, seit ca. 3 Monaten den Kontakt zu ihr stark zu beschränken.

Habe auch grad mit meiner Tochter telefoniert. Sie ist traurig, das ich nicht konsequent nach einer Wohnung in Ihrer Nähe nachgefragt habe. Gestern wollte ich noch 100% wegziehen, heute bin ich schon wieder zweifelnd. Dabei weiß ich ja, daß sich HIER nichts verändern wird.

Ich denke, daß ich morgen kurzentschlossen zu ihr fahren werde für ein paar Tage, Abstand kriegen, Enkel erleben und ich hoffe auch mir klar zu werden, wohin die Reise geht

Herzliche Grüße an ALLE

 

 

 



   
1
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(@alex7)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 676
 

@ostseerola du kannst frei entscheiden, wem du etwas antwortest und was du von dir aus schreibst. Du kannst - so wie bei cairni oder bei mir getan - direkt auf einen Kommentar antworten. Wenn du allgemein etwas schreiben möchtest, ein Update zb wie es dir aktuell geht, kannst du auch einfach am Ende von deinem thread (also dein Einstiegskommentar samt aller Antworten) schreiben und auf antwort hinzufügen drücken.

Manche eröffnen für ein neues Thema einen neuen thread. Andere - so wie ich zb - schreiben chronologisch alles unter den ein und selben thread. 

War das soweit verständlich?

Ps: die Idee mit dem Spontanbesuch finde ich super! Fang doch schon mal an deine Koffer zu packen, dann kannst du morgen in aller früh und mit Ruhe losfahren!



   
3
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(@sophia48)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 33
 

@ostseerola wenn Du Dich als “ hoch sensible Persönlichkeit erlebst , ist es sehr wichtig, dass Du beginnst , sehr gut für Dich selbst zu sorgen - und darauf zu achten, dass Du Menschen als Deine Freunde hast, die Dir wohltuen .Achte darauf, ob die Menschen in Deiner Nähe Dich respektieren . Wenn Du nach und nach merkst, dass Menschen Dich abwerten und Du Dich nicht mit Ihnen wohl fühlst- trenn Dich. Du hast ein Recht, Dich zurück zu ziehen, wenn ein Mensch Dir in unangenehmer Weise zu nahe tritt.

In meiner Kindheit habe ich ähnliche Dinge erlebt.Du glaubst gar nicht, wie wohltuend es war, mich von diesen „Schlechtmachern“ zu trennen.

Schreib Dir hier alles von der Seele.und gib Dich niemals auf!

es grüßt Dich herzlich 

Sophia48



   
2
AntwortZitat
(@ostseerola)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@sophia48



   
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(@ostseerola)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@sophia48 ... seit gestern bin ich wieder zurück von meiner spontan geplanten Reise zu meiner Tochter . Mein Mann hat sich sehr gefreut, daß ich wieder zu Hause bin. Dabei empfand ich mich als echt schäbig und verlogen ihm und seiner Freude gegenüber. Denn ... ich war bei einer Mietergenossenschaft und habe einen Wohnungsantrag abgegeben. Meine Kinder wohnen mit Familie an der Küste im selben Ort und dort habe ich auch meinen Antrag letzten Freitag abgegeben. Er weiß noch nichts von meinem Vorhaben.

Als ich gestern auf den Hof gefahren bin, kamen wieder die Zweifel - ist dieser geplante Umzug richtig? Eventuell komme ich mit meinem Leben hier besser klar, wenn ich endlich die Abstinenz schaffe. Dann kriege ich bsp.weise Schwägerin, Einsamkeit in der Woche, Prio "Haus, Hof, Garten" von meinem Mann am WE besser gewuppt???

Bei meiner Tochter null Gedanken an Alkohol. Aber da war auch immer Trubel durch die Enkel. Allerdings sind die Haushalte bei meinen Kindern auch alkoholfrei.

Gestern abend habe ich eine Flasche Wein geöffnet und ausgetrunken. Heute wieder auf Tag 1 gestellt, Neustart, ich schaffe das.

Mir ist voll bewußt, daß ich meinen Mann vom geplanten Auszug erzählen muß. Aber seine Freude gestern hat mich so berührt und da waren sie wieder - meine Zweifel, meine Unsicherheit ...

Meine Tochter sagte, einen Menschen  zu verlassen, den man liebt, ist schwer. Ich mache mir Sorgen / Gedanken, wie er es wegsteckt. Darauf hin sagte meine Tochter, macht er sich denn Sorgen / Gedanken, wie es dir geht?

Ich hoffe, daß es schnell geht mit der Wohnung.



   
1
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(@krokodil_)
Mitglied
Nüchtern: 5 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 997
 

@ostseerola "Dabei empfand ich mich als echt schäbig und verlogen ihm und seiner Freude gegenüber" sagst du - den Satz deiner Tochter "macht er sich denn Sorgen / Gedanken, wie es dir geht?" finde ich in dem Zusammenhang treffend.

Ich kann mir vorstellen, wie zerrissen du dich fühlen musst. du willst loyal sein deinem Mann gegenüber - der sich allerdings kaum loyal verhält und zu stark an seine Familie gebunden scheint, mit der du auf Dauer wohl nicht leben kannst.

Keine einfache Situation. Aber das Gefühl, dass du bei deiner Tochter hast, das spricht doch für sich? Hier fühlst du dich anscheinend wohl. Und es ist anscheinend das, was du brauchst und was dir gut tut.

Das waren meine GEdanken bei deinem letzten Posting, über das ich sehr lange nachdenken musste, es ließ mich einfach nicht aus (wohl weil ich mich in meinem Leben einige Male in ähnlicher Situation fand - und momentan scheint sichs auch wieder auf eine Weichenstellung hin zu entwickeln. Diese Entscheidungen sind gravierend und wirklich schwer. Aber das Eine wissen wir genau: Alk ist keine Hilfe, bloß eine Droge, um uns - vorübergehend - zu beschwichtigen und zu beruhigen ... um uns anschließend umso fertiger zu machen.)

Bitte erzähl uns weiter von dir und deinen Entschlüssen.



   
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