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Hallo an Alle.
Nun möchte ich mich auch einmal, na ja, was eigentlich? Vorstellen? Mitleid haschen? Bestätigung erhalten? Keine Ahnung!!! Ich weiß nur eins: irgendwas läuft verdammt falsch in meinem Leben. Und habe ich den Mut zur Änderung? Hoffentlich!! Mal sehen...
Das Thema Alkohol zieht sich durch mein Leben seit ich vor rund 54 Jahren auf die Welt gekommen bin. Meine Mutter verschwand über Nacht als ich 10 Jahre alt war und ließ mich mit meiner um 2 Jahre jüngeren Schwester beim alkoholkranken Vater der für uns echt nichts übrig hatte! Außer Schläge... Aber natürlich kam ich dadurch schon sehr früh mit Alk in Berührung. Mit nicht einmal 16 Jahren sagte ich mich von meinem Vater los und versuchte mich so durch zu kämpfen, um nicht unter zu gehen. Zimmer hatte ich durch meine Lehre als Bäcker, so ging das. Mit 18 bekam ich wieder Kontakt mit meiner Mutter, die aber ebenfalls stark dem Alkohol zugetan war. Ich lebte einige Zeit bei ihr und hatte Freunde die ebenfalls sehr viel Tranken. Also das Trinken gehört für mich seit rund 40 Jahren dazu!!!!! Nun zum heute: ich bin zwar beruflich gefestigt, also FUNKTIONIERE sozusagen, habe ein Haus gebaut, Kinder, sogar einen Baum gepflanzt (mehr als einen beim Haus 😉 und so gut es mir auch geht, dem Teufel Alkohol kann ich einfach nicht entsagen. Es vergeht KEIN TAG!!! ohne Alk!! Jeden Tag im Schnitt 2, 3, 4, 5, 6, ..... Bier. Und am Wochenende kommt auch noch ein, zwei, Flaschen Wein dazu... Und das seit, wie lange??? Keine Ahnung!! Schon seit JAHREN!!!! Mittlerweile ist auch schon meine Arbeit beeinträchtigt: die "Krankenstände" mehren sich... Auch zu Hause läuft es nicht rund. Leider trinkt auch meine Frau mehr als nur gerne Alk... und wenn wir beide getrunken haben, dann "kracht" es. Nicht lustig...
Vor rund 20 Jahren war ich schon einmal in einer Entzugsklinik, auch wenn ich mich selbst nie als Alkoholkrank gesehen habe. Durch einen Freund kam ich da rein. Danach hätte ich die beste Zeit meines Lebens! Ich kam mit meiner jetzigen Frau zusammen, baute ein Haus, bekam (wieder) Kinder (war ja meine zweite Frau...), echt toll. So wünsche ich mir das.
Und heute? Ich hätte Hobbys: Angeln, Bogensport, Wandern,... keine Chance. Aufstehen vor 10:00 Uhr am Wochenende? Keine Chance....
Also, ich will diesem Teufel Alkohol entsagen!!! Ja!!!!!!! Und doch, auch wieder nicht.... Schaffe ich das? Nie wieder Alkohol? Da ist z.B. der Freund von früher: jetzt endlich meldet er sich wieder, aber mit: "Gehen wir mal was trinken..."
Habe echt keinen Plan was ich machen soll!
Wie ist es euch so ergangen, am Anfang? Und vor allem, wie habt ihr es trotzdem geschafft!!!
so long
Teddi70
@teddi70 herzlich willkommen hier und fühl dich wohl. Ist dir das Buch und das Konzept "Alkohol ade" bekannt? Damit habe ich vot fast 2 Jahren den Ausstieg geschafft.
Ich habe in meinem Vorstellungspost hier dann "Tagebuch" geführt. Ist unten verlinkt. Da kannst du gern nachlesen, wie es mir ergangen ist.
Viel Erfolg dir.
@teddi70 Herzlich willkommen! Ich bin vor 3,5 Jahren mit Gabys Konzept nach mehreren vergeblich Anläufen mit Suchtberatung etc. auf Anhieb ausgestiegen. Lies Dir doch diesen Thread von @rumpelheinzchen durch, der beschreibt eine ähnlich lange Karriere, mit Entzugsklinik etc. – und ist mit dem Konzept auch raus aus dem Nervengift.
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@isabel, @soberrebel, @sophia48, @mermaid, @rosine123, @krokodil_, @cairni
Habe echt keinen Plan was ich machen soll!
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Mein Gift war ebenfalls Bier. Seit etwas mehr als zwei Monaten trinke ich nicht mehr und es geht mir sehr gut damit. Thread: I do it my way
Der Einstieg in den Ausstieg:
- Buch "Alkohol Adé" lesen und das Konzept der NEMs (Nahrungsergänzungsmittel) verstehen
- Erschrecken über die Menge an NEMs für den ersten Monat
- Trotzdem wie beschrieben nehmen
- Aufhören zu trinken
- Sich hier im Forum austauschen und den Weg gemeinsam gehen.
Es kann leichter sein als Du jetzt vielleicht denkst. Alles Gute.
Hallo,
Leider trinkt auch meine Frau mehr als nur gerne Alk... und wenn wir beide getrunken haben, dann "kracht" es. Nicht lustig...
hast Du mit ihr über Dein Vorhaben gesprochen? Wenn es bei euch unter Alkeinfluss sowieso immer kracht und es nicht lustig ist, lässt sich vieleicht ein gemeinsamens Projekt daraus machen. Das wäre in meinen Augen von großem Vorteil. Und was sagen die Kinder? Für mich war es immer ein Ansporn, Menschen um mich zu haben denen ich wirklich am Herzen liege und denen es nicht egal ist, ob ich mich vollaufen lasse oder nicht.
Gruß Matthias
@christian Danke. Das Buch habe ich, dadurch bin ich auch im Forum gelandet. Allerdings noch im letzten Jahr gelesen bis Seite 68 und seit Mitte Dezember wartet es auf mich...
@mermaid Danke, ja, das Buch kenne ich. Wartet nun schon seit 1½ Monaten um weiter gelesen zu weden
ich will diesem Teufel Alkohol entsagen!!! Ja!!!!!!! Und doch, auch wieder nicht
Mit dem inneren Zweispalt bist Du nicht alleine. Und je mehr Seiten aus dem Buch Du lesen würdest, desto näher rückt der Zeitpunkt der Entscheidung. Dann ist es sicherer erstmal nicht weiterzulesen. 😀
Vielleicht inspiriert Dich das Kapitel "Die Schimäre des kontrollierten Trinkens" (Seite 146) zu deiner persönlichen Entscheidung. Bei mir war das ein sehr wichtiger Punkt. @buffalo hat es meiner Meinung nach auch sehr gut auf den Punkt gebracht: Link: Kontrolliert geht nicht
Alles Gute und triff für Dich die richtige Entscheidung mit der Du auch gut leben kannst. 🌻
Hi,
danke mal für deine Vorstellung, ich hätte da ein paar Fragen dazu, vielleicht als Denkanstösse für dich:
1) du schreibst von der Entzugsklinik - wie lange warst du danach trocken? Wie hast du dich damals gefühlt. Warum hast du wieder angefangen?
2) Der Freund der anruft und sich treffen möchte - was spricht dagegen "etwas" trinken zu gehen - es muss ja kein Alkohol sein?
3) deine dem Alkoholn nicht abgeneigte Frau - was bedeutet das? Trinkt deine Frau auch regelmässig?
Ich glaube gerade Punkt 3 wäre wichtig. Hast du mit ihr darüber gesprochen dass du nicht mehr trinken möchtest? Wie würde das in deiner Vorstellung weitergehen wenn sie weitertrinkt, wenn sie mitaufhört?
Möchte mich nun auch kurz vorstellen - zwecks der Höflichkeit wäre es:
Weiblich, 50++, Alkohol war auch bei mir sehr zeitig im Leben Thema, Vater Alkoholiker, habe in meiner Säuferinnenkarriere mehrmals aufgehört, davon sogar mehrere Jahre am Stück trocken, dann wieder begonnen und 2022 erfolgreich mit Alkohol Ade aufgehört, jedoch hab ich 2023 einige Monate eine Ehrenrunde gedreht, weil ich mit dem Tod meines Mannes nicht ganz klar gekommen bin.
Ich bin - im Gegensatz zu einigen die dir hier bereits geantwortet haben - zwar körperlich komplett trocken und mittlerweile mit kaum Saufdruck, aber ich bin noch auf der Suche nach mir, nach dem Füller für die ALkohollücke - oder pathetisch gesagt "nach dem Sinn des Lebens ohne Alkohol".
Ich stelle mir dazu noch viele Fragen und bin eine Suchende, aber ich habe schon ein paar Punkte für die positive Seite gesammelt:
- ich bin extrem klar im Kopf geworden - und habe bereits innerhalb dieser relativ kurzen Zeit, Lösungen und Feststellungen gefunden die ich naß niemals erfassen hätte können
- ich bin von meiner trockenen Hirnleistung überwältigt und habe nun schon ein wenig das Selbstvertrauen wiedererlangt, es auch auszusprechen oder niederzuschreiben
- ich fühle mich gesünder, meine diversen Zipperlein haben den Rückzug angetreten bzw. wurden überschaubarer
- ich habe sehr viel mehr Zeit die ich mit Dingen verbringen kann, die mir Spaß machen
- ich kann mich jederzeit ins Auto setzen, ich kann jederzeit das Telefon abheben. Kein Angst mehr, dass ich lallen würde oder nicht Autofahren kann.
LG Crazy





