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Moin aus dem Norden ,
ich habe mich gestern hier angemeldet und mich erst einmal umgeschaut und interessiert gelesen und nun fasse ich Mut mich vorzustellen…
Ich werde im April 58 Jahre und bin entschlossen, dass die nächsten Jahre meiner Restlebenszeit nicht mit Ethanol vernebelt werden sollen.
Das Thema Alkohol beschäftigt meinen eh etwas unruhigen und quirligen Geist seit nun mehr als 30 Jahren.
ich würde mich als Suchtcharakter bezeichnen, angefangen in der Pubertät mit leicht verfügbaren Drogen in meiner wilden Punkzeit in Berlin, davor allerdings Leistungssportlerin im Langlauf, Rudern, später Triathlon.
Das Thema Sport/ Bewegung zieht sich durch mein Leben und ist mir immer in schwierigen Tagen eine Stütze gewesen, obwohl ich nach Meinung anderer, es auch ziemlich exzessiv betreibe.
In den letzen Jahren habe es geschafft, immer wieder wochenweise, manchmal auch halbjahresweise keinen Alkohol zu trinken.
Irgendwie hat es vor einem Monat „Klick“ gemacht, nachdem ich nach nur drei Gläsern Wein mich schlaflos und mit einen schlechten Gewissen (das ich ständig habe, wenn ich Alkohol trinke) nachts aufgewacht bin und wieder einmal Herzrasen hatte.
Noch vor ein paar anfahren habe ich fast täglich 1 Flasche Wein getrunken, wenn nix da war, hab ich mich auch an der Bar meines Freundes, oder was so im Keller an alten Spirituosen herumstand bedient…
Am nächsten Tag habe ich dann, als Strafe, einen extra langen Lauf hinlegen wollen und mich elendig gefühlt, weil einfach nix mehr lief…
Ich will einfach keinen Raubbau mehr mit meinem Körper und meiner Seele betreiben.
ich will klar und fit und ohne schlechtem Gewissen meine nächsten Jahre verbringen.
Auch wenn ich in den letzen Jahren moderat trinke und Freunde mich als hysterisch ( bezüglich des Alkoholkonsum) bezeichnen, so will ich einfach mich von diesem Kapitel verabschieden!
Zumal mich mein stark trinkender Vater und meine stark trinkende Oma (beide früh durch Hirnschläge gestorben) begleitet haben und ich als Kind total angewidert vom dem Zustand war.
Nun ist es heute mein 28 Tag und ich habe mich hier angemeldet, weil ich dem Frieden so ganz nicht traue und gewappnet sein möchte, sollte ich den Wunsch verspüren etwas trinken zu wollen.
Ich hoffe hier, durch die gleichgesinnte Gemeinschaft, meine Stabilisierung zu finden, wenn ich wackelig werden sollte.
Vielen Dank für diese Möglichkeit hier, sich austauschen zu können!
Viele Grüße
Anja
@michi12345 Genauso ist das, drei beschissene Glas Wein oder eben eine Flasche enthalten 60-80 Gramm Nervengift, " empfohlen " werden als Tagesdosis 12 Gramm für Frauen und 24 Gramm für Männer . Ich verzichte dankend auf das Nervengift. Das Gefühl frei von diesem Dreck zu sein ist unbezahlbar.
@angelikafrankfurt Ich musste leider auch erkennen, dass einige "Freunde" nur Saufkumpane waren, die mich "ohne" nicht akzeptieren konnten. Die fehlen aber, ehrlich gesagt, überhaupt nicht mehr. Fing ja nicht um mich, sondern um das gemeinsame rumtoxen.
@michi12345 hallo Michi,
herzlichen Glückwunsch zu DEINEM KLICK 👍🤗.
Wie befreiend und schön es ist, jetzt zu laufen, oder zu paddeln, zu sporteln,oderoderoder….
und wenn man jetzt mal‘n schlechten Tag hat, schlecht geschlafen, oder einfach nur schlapp, dann weiß man, DAS kommt jetzt nicht vom vergorenen Traubensaft!!
Beruhigend oder?
Bei mir fühlt es sich immer noch ein wenig, ich kann gar nicht genau definieren wie, schwammig, oder ungewiss an, ob ich mir und meiner so gar nicht vorhandenen Lust auf Alk trauen kann.
Und ein wenig Angst auf die „rosa Wolke“ wie hier oft beschrieben wird.
Aber, ich will mich jetzt nicht hypnotisieren.
Mir hilft im Moment der Spruch:
Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön😊.
Ich bin so dankbar, dass ich mich so gerne wieder bewege und jetzt auch (seit drei Tagen) eine spürbare Steigerung meiner Kondition merke.
Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Du es weiterhin auch so empfindest!
Liebe Grüße
Anja
@krokodil_ Seit drei Tagen keine Kopfschmerzen mehr, dank einer täglichen Überdosis Magnesium (bis zum Darmgrummeln) und ne extra Portion Vit B2.
So kann’s weitergehen 👍😊.
hoffe bei Dir auch !!!
@flipflop die ersten 14 Tage waren richtig mies, ich sagte mir immer: fake it til you make it…. Richtig gut wurde es erst nach 8 Wochen.
@flipflop danke der Nachfrage, ich bin jetzt wirklich schmerzfrei und beweglich (also nicht total wie vorher, ganz gesund wird das Knie nicht mehr, aber eben ohne wirkliche Beeinträchtigung, und dafür bin ich SEHR dankbar!) - und möchte auf deine FRagen antworten: Ich war bei mindestens eineinhalb Flaschen Prosecco pro Tag, (begann mich ab 9h morgens zu fragen, wann ich ein erstes Glas nehmen dürfe) davon mindestens 1-2 Gläser mit Campari versetzt, aber ordentlich, weil so schön rot ... und abends vor dem Schlafengehen noch zum Einschlafen Fernet oder Cognac oder Whisky ... wir haben (nach wie vor) eine reich bestückte Bar im Haus, mein Mann war Szenewirt und trinkt, seit er 16 ist. Ich bin 68, er ist 66, ich kann jetzt also sehr gut im praktischen Leben vergleichen, wie sich Trinken und Nicht-Trinken gesundheitlich auswirkt, und ich kann dir versichern: Ich bin mehr als froh, gerade noch rechtzeitig abgesprungen zu sein. Er unterstützt mich Gott sei Dank und trinkt selbst auch weniger, aber ganz aufhören will und kann er nicht. Findet es aber toll, dass ich es gemacht habe, jetzt eineinhalb Jahre lang. Ich hab in der Zeit auch ordentlich abgenommen, bewege mich wieder gern, esse gesund und regelmäßig, meine Nervositä (fast Hysterie), ist so gut wie nicht mehr da, die Depression als ständiger Lebensbegleiter ist (auch mithilfe einer Therapie, die ich nach wie vor mache) wesentlich erträglicher geworden. Ich schaffe meinen Alltag, das klare Hirn arbeitet sooo gut jetzt - und die Flaschen und der trinkende Mann sind (für mich) ständige Warnungen, eine Art Memento Mori ... die ersten Wochen ohne waren gar nicht so schlimm wie erwartet, ich war eher verblüfft, dass sowas möglich war. Euphorie nicht, viel Müdigkeit, Schwitzattacken wie im Wechsel, Unruhe - das ganze Programm von Aufholbedürfnis eines kaputtgefahrenen Körpers. Die rosa Wolke tauchte aber sehr wohl auch auf, kommt auch zwischendurch immer wieder - aber es ist halt wie Glück, Gnade, Liebe, Hoffnung - lässt sich nicht zwingen. Aber du hast eine große Chance, wenn du weitermachst im Programm, sie zu erleben; vor allem aber: dich selbst zurückzubekommen, mehr noch: ein neues Selbst geschenkt zu kriegen. - Entschuldige, ich bin ziemlich lang geworden, aber ich bin im Moment so zufrieden, dass ich einen mehrtägigen Ungarn-Aufenthalt (mein Mann ist noch dazu Ungar, die trinken mindestens soviel wie die Österreicher ...) ohne irgendeine größere Trinkversuchung geschafft hab. Stolpersteine lagen jedenfalls genug in der Gegend rum, das kann ich dir versichern! Alles Gute dir! Warte nicht auf die rosa Wolke - irgendwann ist sie da!
An die 500000 Kalorien seit 5.7.2021 gespart, sagt meine App.
und SO stellt sich die Gewichtsentwicklung im gleichen Zeitraum dar:





