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Bin durch die Dokumentation im NDR auf dieses Forum gestoßen und bereits jetzt schon mehr als dankbar dafür.
Danke für Euer Willkommen. Leider verhält es sich so, dass wenn ich anfange zu schreiben kein Ende finde.
Ein Versuch in Kurzform...... Bin gerade den 3. Tag aus der körperlichen Entgiftung zuhause. 1 Woche zuvor befand ich mich in einer Langzeittherapie, die ich mehr oder weniger nach 8 Wochen fluchtartig verlassen habe, da die Verhältnisse sowie der Umfang der angebotenen Therapiestunden (7 Std.inkl. Sport, Ergo und Gruppentherapie wöchentlich!!!) nur schwer auszuhalten waren. Natürlich ist Therapie in Coronazeiten schwierig; jedoch wg. jedem Niesen oder Husten (ich habe eine starke Haus- und Bettenstauballergie und niese somit häufig), sich sofort in Quarantäne wiederzufinden, kann nicht wirklich richtig sein. Schon gar nicht, wenn wchtl. 3x getestet wird. 3 Wochen von 8 allein in Quarantäne, natürlich ganz ohne jegliche Therapie, eben Quarantäne.
Den Rückfall den ich nach damit insgesamt bereits wieder 13 Wochen Trockenheit begangen habe, schreibe ich eher der Tatsache zu, mich vor der Entscheidung des Abbruchs drücken zu wollen, denn Suchtdruck hatte ich wirklich nicht, lediglich jede Menge Wut in mir. Er hätte nicht sein müssen, führte dann aber schlussendlich (endlich) dazu, eine Entscheidung treffen zu müssen. Nein, ich bin nicht entlassen worden, ich bin selbst gegangen, was ich längst hätte tun sollen!
Vor dieser Langzeittherapie hatte ich bereits einen 6wöchigen Entzug in NRW hinter mir, der mir mehr gebracht hat, als die gesamten 8 Wochen in der Anschlusstherapie!!!
24 Jahre Trockenheit habe ich bereits einmal geschafft, umso beschämender der Rückfall, der vor 2 Jahren langsam wieder begann. Ich schäme mich in Grund und Boden, auch wenn ich mittlerweile (zumindest meistens) akzeptieren kann, dass Alkoholismus eine Krankheit und keine Charakterschwäche ist, wie ich es immer angenommen habe. Jetzt bin ich seit 5 Tagen erneut trocken, und hoffe es auch heute zu bleiben!!!
Dies war der Versuch einer kurzen Zusammenfassung der letzten Rückfälle, wie gesagt seit 2 Jahren.
Natürlich steht wie bei jedem Einzelnen in diesem Forum eine wesentlich umfangreichere Geschichte dahinter. Ich versuche seit Jahren sie in Schriftform zu bringen; leider klappt es nicht immer so flüssig wie ich möchte; bedeutet doch auch immer wieder die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.
Für den Anfang vielleicht erstmal ein wenig informativer als ein einfaches Moin, Moin. Ich bin einfach nur dankbar auf Euch gestoßen zu sein, und hoffe auf informativen, stützenden Austausch!!! (Ich heule schon wieder....)
Liebe Grüße
@harley Würdest Du mir bitte verraten, wo ich dieses finden kann? Muss mich noch ein bisschen hier durchwühlen. Die letzte Mitgliedschaft in einem Forum liegt ca. 7 Jahre zurück ....
@alingo Da wären ...
Protokoll einer Entgiftung
und ebenfalls lesenswert ihre Vorgeschichte:
Eine, die auszog um Karriere zu machen und was daraus wurde
Guten Morgen,
Seit gestern den 6. Tag nüchtern!!! Und obwohl meine Frau auch heute, wie jede Woche leider, wieder zur ziemlich weit entfernten Arbeitsstelle fahren musste, (seit fast 3 Jahren durch Umzug leider eine Wochenendbeziehung), der Montag ist einer der schlimmsten Tage in der Woche, hoffe ich mich auch heute einen weiteren Tag nüchtern durchzukämpfen.
Eigentlich müsste ich endlich mal meine Koffer, die fast noch unausgepackt von der Langzeittherapie rumstehen dringend leeren, und eigentlich müsste ich nach insgesamt mittlerweile 15 Wochen Abwesenheit ganz furchtbar dringend mit der "Grundreinigung" des Hauses beginnen, noch dringlicher wartet der Garten auf Hände, die das aufarbeiten, was ich ein ganzes Jahr zuvor durch meinen Alkoholkonsum nicht bewältigen konnte....und faktisch habe ich heute morgen beschlossen, dass ich all das hinten anstellen werde, was noch vor ein paar Wochen völlig undenkbar gewesen wäre. Ich bin die Einzige, die sich Druck macht (hoffentlich zukünftig gemacht hat!). Denn eigentlich muss ich im Moment gar nichts, lediglich dafür Sorge tragen, dass es mir wieder besser, vielleicht sogar einmal gut geht.
Es hat endlich aufgehört zu regnen, also werde ich einen ausgedehnten Spaziergang mit unserem Hundematz unternehmen, mir dabei das bereits bestellte Buch von Kurt Krömer über den Kampf gegen seine Alkoholsucht und Depressionen abholen, um es mir anschließend mit Hund und Katzen (Moie Tass Tee dorbi) und Buch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ich hoffe, ganz ohne schlechtes Gewissen...
Das Buch "Alkohol ade'" ist bereits bestellt und ich warte voller Ungeduld auf die Lieferung. Koffer, Haus und Garten müssen noch etwas warten, denn zum einen muss ich neue Kräfte sammeln ( bin nur ein "Pups" von 48 kg,) und zum anderen kommt eh keiner und nimmt mir die Arbeit weg. (Kaum zu glauben, dass tatsächlich ich das jetzt gesagt habe!) Und ich hoffe, dass diese Reihenfolge ( erst ich, dann der liegengebliebene Rest) auch für die nächsten 2, 3, 4..... Tage Gültigkeit behält und ich es aushalten kann. Bislang eine meiner schwersten Übungen. Achtsamkeit....vielleicht auch im fortgeschrittenen Alter noch erlernbar!?
Klingt wahrscheinlich für viele völlig banal und keineswegs erwähnenswert; für mich eine Riesenaufgabe. Wenn ich bislang etwas besonders gut konnte, dann war es mich selbst trotz leider im 9. Jahr EU Rente unter Druck zu setzen, aber gewaltig.
Liebe Grüße
@alingo das liest sich wunderbar!!! Bleibe am Ball!!!
und JA!
Achtsamkeit lässt sich in JEDEM Alter lernen, genauso wie Yoga!
😉
viel Erfolg und viel Vergnügen am neuen Leben! 🍀🙏🏻





