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Ich hab tatsächlich gedacht , so ein Gläschen an Sivester krieg ich hin . Ging doch gut , ich konnte es begrenzen . 2 Tage später 1 Piccolo . Alter Trick - wenn man nicht mehr zu Hause hat …. Und dann , na ja eine Flasche und dann hör ich wieder auf .Unfassbar , wie blöd kann man sein ??
Heute wird Tag 1 sein und ich hab die NEM s wieder rausgekramt - zumindest GABA ect .
Warum glaubt man , es geht und warum will man es überhaupt ? Vielleicht war es die Trennung von meinem Freund - ich war Sivester alleine mit meinem Hund … es sollte kein Grund sein 😔
@belladonna gut, dass du wieder hier bist. Du bist nicht die erste und nicht die letzte, der das passiert. Mir übrigens auch.
Wichtig ist, deine Strategie etwas anzupassen und die erkannten Klippen besser zu umschiffen. Du gehst ja jetzt mit so viel mehr Wissen in den Tag 1, du packst das.
Aufstehen, Krönchen richten, weiter machen.
Liebe Grüße von der Mermaid 🧜♀️
es sollte kein Grund sein 😔
Mach Dich nicht selber fertig, das ist mal das Wichtigste! Nein, ein "Grund" ist es nicht, den gibt es auch nicht. So funktioniert das Thema Sucht aber auch nicht. Einen "Grund" zu haben, würde ja eine rationale Entscheidung voraussetzen. Wie hier aber immer wieder gesagt: Sucht hat nichts mit dem freien Willen zu tun (der sitzt im Gehirn gleich hinter der Stirn), der Trinkwunsch entsteht aber im Reptiliengehirn, bei den Instinkten.
Lektion 1: Die Proseccohexe hat ihre Chance genutzt und kurzfristig gewonnen
Lektion 2: Das konnte sie nur, weil Du nicht ausreichend vorbereitet warst, die Gefahr hast anrollen sehen (ich wette, das hat sich eigentlich schon ein paar Tage vorher angekündigt, das Ganze)
Lektion 3: Dein Verstand hat sich wieder eingeschaltet und sagt: "Nu ist aber gut", das ist das Wichtigste überhaupt!
Lektion 4: Mach Dich nicht fertig, setz Dich hin und überlege Dir, wie Du da reingerutscht bist, wo die Proseccohexe ihre Chance bekommen hat - und lege Dir schon jetzt die Gegenstrategien für das nächste Mal zurecht.
Lektion 5: Wer Dir erzählt, er sei gleich beim ersten Mal ganz elegant trocken geblieben, erzählt Dir meistens Anglerlatein.
Krone richten, weiter machen, Du schaffst das!
Liebe Grüße
Gaby
@belladonna Wieder aufstehen, Krone richten und weitermachen. Du bist weder die erste noch die letzte, der das passiert ...
Weißt Du, was ich am meisten an meinem Rückfall lernen konnte? Das es nicht funktioniert, nur ein Glas zu trinken.
Wichtige Erkenntnis. Ich war nicht "geheilt". Ich bin keine Ausnahme.
Diese Erfahrung hilft mir, achtsamer zu sein und nicht mal eben was auszuprobieren.
So gesehen hat es auch seinen positiven Effekt...
... vielleicht hilft es Dir entsprechend auch?
@cairni ja, das stimmt . Man fühlt sich sicher und stark aber man landet wieder am gleichen Punkt , wenn man es „ probiert“ Das zu akzeptieren und für sich einen klaren Weg weiterzugehen ist die Herausforderung.
Hallo ,
ich kann nur von X Rückfällen meiner Nikotinabhängigkeit berichten. Seit dem 1.1 bin ich mal wieder Nichtraucher und bester Hoffnung, dass es diesmal auch dabei bleibt.
Da meine Vorbereitungen und Maßnahmen bei meiner Suchtbewältigung eher esoterischer Natur sind, will ich auf meine Gedankenwelt, rituellen Handlungen und imaginären Helferlein, die ich im Geiste zum Leben erweckt habe, im Detail nicht weiter eingehen.
Bei meinem letzten Nikotin-Rückfall, kurz vor Weihnachten, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich meine Sucht nie unterschätzen oder abschreiben darf. Meine Sucht schläft nur und kann mir jederzeit in den Rücken fallen. Ich war zwei Wochen clean und guter Dinge und urplötzlich stand die Sucht vor der Tür und hat in wenigen Minuten den Grundstein für den Rückfall gelegt. Nach einigen Stunden haben mich fadenscheinige Argumente restlos überzeugt und bis Sylvester konnte durchgequalmt werden.
Den Rückfall habe ich sehr bewusst und detailliert miterlebt und das Erleben eines Rückfalls ist etwas anderes als Suchttheorie aus dem Bücherregal. Das bewusste Miterleben und die Erfahrung stärken mich im Kampf gegen die Sucht, ohne dass ich groß was tun muss. Nach jedem Rückfall weiß ich über meine Sucht etwas besser Bescheid und so konnte ich am 1.1. mit meiner Nikotin-Abstinenz zum x-ten mal optimistisch durchstarten.
Um meine Rückfall-Erfahrung gewinnbringend zu verarbeiten, halte ich es für extrem wichtig, dass mich meine Sucht aus tiefstem Herzen von A bis Z ankotzt und ich nicht noch dabei bin, mich anderweitig mit meiner Sucht zu arrangieren.
ich war Sivester alleine
„Allein sein“ ist für mich ein riesen Thema. Keine Ahnung, was meine Süchte mit mir veranstaltet hätten, wenn ich jemals allein gewesen wäre. Da ich nie allein war, habe ich mir punktuell Freiräume gesucht und tage- oder stundenweise allein etwas unternommen, um während der Unternehmung ungestört meiner Sucht zu frönen. Wenn meine Frau abends ausgegangen ist, habe ich die Gelegenheit auch immer zum ungestörten und reichhaltigen Suchtmittelgebrauch genutzt. Wenn ich heute allein bin, kommen immer noch gewisse Gedanken hoch, die mich daran erinnern, was früher beim allein sein auf der Agenda ganz oben stand.
Das Soziale ist für meine Abstinenz enorm wichtig. Ich bin nicht nur meinetwegen abstinent, sondern zu einem großen Teil auch der anderen wegen.
Gruß Matthias





