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Ein herzliches Hallo an alle,
ich habe gerade nochmal geschaut, ja es ist tatsächlich schon drei Monate her, dass ich mich hier angemeldet habe… Nun nach einem Umzug in eine 200 Km entfernte Stadt, neuem Job und erste gemeinsame Wohnung mit neuem Partner (seit zwei Jahren hatten wir in meiner Wohnung zusammen gelebt) und nach einem Totalabsturz mit Aufwachen auf der Intensivstation im Krankenhaus, möchte ich endlich mein altes Leben ohne Alkohol zurück!
Ich habe in den letzten Tagen sehr viel in diesem Forum mitgelesen. Das konnte ich nur, weil hier so viele Menschen ganz offen über ihre Probleme aber auch positiven Erlebnisse mit der Abstinenz geschrieben haben. Und heute habe ich mir "den Ruck"gegeben.
…und ja, vor drei Monaten habe ich (auch schon vor dem Umzug) gewusst, dass ich nicht nur „etwas“ ändern muss, sondern, dass ich es endlich wieder in ein abstinentes Leben schaffen möchte.
Diesen Weg bin ich schon vor 10 Jahren gegangen.
Mein abstinentes Leben fühlte sich so gut an (obwohl ich privat in einer extrem schwierigen familiären Situation befand). Ohne Alkohol hatte ich total viel innerliche Kraft. Habe viel Sport, Meditation und andere Dinge gemacht, die mir gut taten. Den Alkohol habe ich über vier Jahre überhaupt nicht vermisst. Keine Gedanken an ein gutes Glas Wein mit Käse vorm Kamin, keine schlechten Gefühle, wenn im Freundes- oder Familienkreis Alkohol konsumiert wurde… Auch kein Trigger bei sehr schwierigen Lebensereignissen… Ich hatte mein Gehirn und meinen Körper auf ein Leben ohne Alkohol programmiert und das war gut so!
Dann, neuer Partner, die totale Verliebtheit (und das mit über 50 Jahren…), aber, dann der Leichtsinn: Mein Partner hatte in den ersten Monaten unserer Partnerschaft auch auf Alkohol verzichtet (und fand das sogar sehr schön…) . Aber dann, romantischer Abend, romantisches Essen… und dazu noch ein schönes Glas Wein… (ich weiß noch, dass ich richtig Angst hatte, was passieren würde. Aber leider habe ich nicht auf mein Bauchgefühl geöhrt). Der Abend war schön, ich hatte das Gefühl, dass ich inzwischen so gefestigt war, dass ich mit dem „kontrollierten“ Trinken ein genussvolles Leben führen könne…
In den letzten zwei Jahren ist es dann nicht bei einem oder zwei Gläsern geblieben (es wurden Flaschen). Wir hatten immer Auseinandersetzungen, auch oder gerade dann, wenn wir Wein getrunken hatten. …und dann kam mein heimliches Trinken später noch dazu… Aufs und Abs, Versöhnungen und dann wieder ein Glas Wein…
Aber: Nun habe ich in meinem Kopf den Hebel endgültig umgelegt, nicht ein bisschen, sondern gar kein Alkohol mehr! … und ich habe die große Hoffnung, dass ich durch das Buch und das Programm mit dem NEM´s und dem Austausch in diesem Forum den Einstieg und das Durchhalten in die Abstinenz schaffe.
…heute ist Tag drei ohne Alkohol
Seid gegrüßt und bleibt gesund!
Guten Morgen, ihr habt mich gestern so ermutigt, gerne zu berichten, wie es bei/mit mir weiter geht, dann mache ich das nun mal (bevor mich der Mut verlässt)
In den letzten zwei Tagen, in denen ich den ein um anderen Triggermoment hatte, den ich in den vergangenen Wochen als Anlass für heimliches Trinken genutzt hätte, kann ich mit etwas innerem Stolz berichten:: ich hatte jeweils die Kraft dem "Giftgedanken" (Suchtdruck, wie immer ich es nennen soll) die Stitn mit einem deutlichen NEIN zu zeigen. ... klar, das war teilweise ein ziemlich harter innerer Kampf (aber einer, den ich schon seit Monaten habe), doch ich merke, wie mein Mut zunimmt, weil mein Wille nun stärker ist, als meine Verzweiflung. In den vergangenen Monaten hatte fast immer die Verzweiflung, der Wunsch nach Betäubung der Gedanken, Gefühle und Emotionen gewonnen. Und hinterher kam dann das Schämen und die Traurigkeit über mein Verhalten...
Und das hatte sich schon so richtig zu einer Routine entwickelt... diese Routine habe ich in den letzten Tagen begonnen zu durchbrechen...
Das Wichtigste war u.a. mir beim Einkaufen oder dem Gang durch die Stadt innerlich immer (fast schon wie ein Mantra) zu sagen: Nein, kein Alkohol kaufen, das ist Gift für meinen Körper und Geist...
Und nun liegt das Wochenende vor mir. Mit meinem Partner, der durch die Ereignisse sehr verunsichert, irritiert und gereitzt ist... zusätzliche Triggermomente, aber: ich möchte mein altes Leben zurück und werde die Stärke aufbringen, diese Situationen zu meistern, ohne in die "alten" krankmachenden Routinen zurück zu kehren... ja, das erfordert viel Willenskraft, puh...
Bleibt alle gesund ...
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Diese Nachricht wurde von meinem Android Mobiltelefon mit GMX Mail gesendet.
Und nun liegt das Wochenende vor mir. Mit meinem Partner, der durch die Ereignisse sehr verunsichert, irritiert und gereitzt ist...
Ich habe selbst heute noch Gespräche mit meinem Mann über Sucht und was es mit uns macht. Bei ihm ist es zwar Nikotinsucht (er hörte vor einem Jahr krankheitsbedingt damit auf), trotzdem hilft es ungemein sich auszutauschen. Er weiß ganz genau warum ich aufgehört habe und versteht wie ich ticke.
Es darf auch leicht gehen. Gute Gespräche und schöne neue Rituale/Routinen könnten ein Anfang sein.
Herzliche Grüße
@diamant68 wie du auch anderen Antworten entnehmen kannst: Es ist nicht in erster Linie Willenskraft und Stärke, du musst dich nicht so sehr plagen - schau dir das Konzept genauer an, lies das Buch, halte dich an die Vorschläge, am besten, du machst das Coaching - du kommst da raus aus der Abhängigkeit wie so viele von uns, ich auch. Und es war leichter, als ich dachte, es war kein Krampf, kein Kampf - es war Erleichterung und Freude!
@krokodil_ danke für deine Zeilen! ...der "Kampf" ist für mich eigentlich auch nicht zumindest an Tag 5) den Alkohol wegzulassen oder ständig daran zu denken... Es sind die Veränderungen, die ich nun in meinem Leben angehen muss. Die Notwendigkeit habe ich vorher meistens "weggezrunken". ... Nun in der Nüchternheit die Grdanken und Gefühle auszuhalten und nicht den Koof in den Sand zu stecken... das ist eher mein "Kampf"
@diamant68 Das empfand ich auch als herausfordernder am Anfang. Ist aber auch eine Chance und war bei mir Grundlage, ein dauerhaft zufriedenes abstinentes Leben zu führen 😊
@diamant68 oh wie gut ich mir das vorstellen kann - danke für deine GEschichte. Das mit dem Verlieben ist auch so eine Sache. Passiert immer wieder, auch noch mit 60 und 70, kann ich euch sagen ... und man ist dann von neuem ganz nah am Abrutschen, weil man sich voll reinschmeißt in die Sache mit einem "eh scho wurscht!" - ist es aber nicht. Persönliche Anmerkung: Ich hoffe, ich verlieb mich wieder, und ich hoffe, ich trink dann trotzdem nicht ... 😎 🤔 😉
Guten Abend an alle im Forum, Tag 6 ist vorüber... Trotz heftiger Erkältung und sehr vielen Terminen und Stress an diesem Tag... wieder ein Tag ohne das Gift (oder dem Wunsch danach) geschafft.
Das Gefühl, dass ich mir und meinem Gewissen etwas Gutes angetan habe, weil ich keinen Alkohol trinken "musste/wollte, bringt mir innerlich Ruhe...
Nun freue ich mich auf morgen. Denn dann müsste das Buch endlich im Briefkasten sein... auf in die Nacht und zu Tag 7...
Seid gegrüßt, ihr dort draußen....
Hallo ihr alle, bei mir ist es heute Tag 11 und ich fühle mich sehr gut und innerlich total glücklich - war eben im Supermarkt und habe die Weinflaschen beim vorbei gehen angelächelt. Es tut so gut nicht überlegen zu müssen wieviel brauche ich für die nächsten Tage und dann das beschämende Gefühl an der Kasse 🙄. Was mich im Moment tatsächlich etwas nervt, ist, dass ich alles mögliche an Süßem Zeug in mich rein stopfe, obwohl ich vorher keinen Drang danach hatte. Ich mag gar nicht auf die Waage gehen. Naja morgen gehts wieder ins Fitnesstudio. Ich hoffe, dass die Lust auf Süß wieder nach lässt. Ich wünsche allen viel Erfolg und ganz viel Kraft 😉
@twentyone Wir müssen die Kalorien ersetzen, die wir vorher mit der hochkalorischen "Kost" Alkohol zu uns genommen haben. Ich habe in der ersten Zeit eine Tüte Gummibärchen nach der nächsten gefuttert, später aber die Ernährung umgestellt und nachmittags einen Snack eingebaut – beispielsweise ein schönes Stück Pflaumenkuchen mit Sahne, wie einst bei Oma. Und dann ein anständiges Abendbrot. Da habe ich zu Nervengiftzeiten nur Junk gegessen.
@twentyone Hallo twentyone, auch mich hat am Nachmittag der Heißhunger nach Süßkram überfallen, immer in der Zeit, wenn ich sonst das erste Glas Wein getrunken habe. Diesem Gelüst bin ich gerne nachgekommen, hatte ich doch dann, auch dank Gaba, absolut keinen "Durst" mehr, bisher nie wieder. Die Pfunde sind trotzdem gepurzelt, der Zucker im Alkohol hatte weitaus mehr Kalorien als das schöne Stück Kuchen und die Schocki am Abend. Dir weiterhin viel Erfolg. Vielleicht kannst du ja in einem eigenen Thread etwas mehr über dich erzählen. LG





