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Ein liebes Hallo erstmal an alle hier, die Seite und das Forum finde ich sehr gut und hilfreich!
Ich bin 50 Jahre alt und trinke depressionsbedingt seit Jahren zu viel. Es ist zwar allgemein bekannt, dass diese „fehlgeleitete Selbstmedikation nur sehr sehr kurzfristig hilft, aber beim Lesen des Buches wurde mir erst richtig klar, wie sehr es im Endeffekt sogar schadet und die Depression verstärkt!
Nun ist das ganze Seelenleben und die Trinkerei völlig außer Kontrolle, seit ich meinen Sohn im August tot aufgefunden habe. Bin krankgeschrieben und werde vom Psychiater mit Psychopharmaka versorgt, die alle Gefühle betäuben. Das absurde ist, dass ich jetzt alle paar Tage trinke, um mich mal richtig stundenlang ausheulen zu können…
Ich würde sehr gerne euer Konzept ausprobieren, bin aber unsicher und wollte vorher mal nachforschen und nachfragen, ob hier jemand Erfahrungen hat, wie der Effekt bei Depression und PTBS ist, ob man Psychopharmaka weiter nehmen soll/kann, und vor allem, ob jemand hier weiß, wie Psychiater der Methode gegenüber eingestellt sind, ob sie offen oder eher ablehnend reagieren? Nicht, dass er mir dann die Behandlung und Krankschreibung verweigert….
Liebe Grüße und danke schonmal für eventuelle Antworten
Paula50
@paula50 Herzlich willkommen! Mir hat das Konzept geholfen, das Nervengift Alkohol loszuwerden, aber ob es auf Dein heftiges Schicksal passt weiß ich leider nicht seriös zu beantworten.
@paula50 Hallo Paula und auch von mir ein herzliches Willkommen.
Heftig, Dein Schicksal zu lesen, und das Trinken nachvollziehbar.
Ich bekomme aufgrund meiner PTBS und immer mal wieder Stimmungsschwankungen Sertralin als Antidepressiva. Wahrscheinlich wirst Du eine wesentlich stärkere Medikation bekommen, denke ich. Die Einnahme der NEM's hat bislang keinerlei Auswirkungen auf das Sertralin oder umgekehrt. Ich hoffe sogar, dass ich das Sertralin in ein paar Wochen, nach der "Reinigung meiner Hirnchemie" absetzen kann.
Wie Psychiater auf das Gutzek Programm reagieren, vermag ich nicht zu sagen. Ich hatte meiner Suchtberaterin vor 2 Wochen davon erzählt, die zwar bestritt je davon gehört zu haben, ihr süffisantes Lächeln ließ mich jedoch etwas anderes glauben.
Es sind alles Nahrungsergänzungsmittel und dürften sich somit eigentlich nicht auf die Einnahme von Psychopharmaka auswirken. Am besten fragst Du Gaby bzw. den Administrator, der ja selbst Arzt ist. Die beiden kennen sich am besten aus.
Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und alles erdenklich liebe.
Gruß Antje
@alingo Suchtberater ... dazu hatte @angelikafrankfurt kürzlich etwas geschrieben, das sich auf Grund ähnlicher Erfahrungen tief bei mir eingebrannt hat, habe es mal rausgesucht:
Ich habe den Suchtberater, dem ich mich 2019 mal anvertraut hatte, neulich zufällig getroffen, war eigentlich eine nette Begegnung, nur wurde der richtig aggressiv, als ich ihm berichtete, warum es mir gut geht und ich nicht mehr trinke.
Tja. Passt mit Deinem Erlebnis zusammen:
Wie Psychiater auf das Gutzek Programm reagieren, vermag ich nicht zu sagen. Ich hatte meiner Suchtberaterin vor 2 Wochen davon erzählt, die zwar bestritt je davon gehört zu haben, ihr süffisantes Lächeln ließ mich jedoch etwas anderes glauben.
Ich erspare es Euch jetzt, meine Negativerfahrungen mit dieser offenbar ganz unterschiedlich ausgebildeten Beraterspezies erneut zu posten. Passt aber. Vielleicht ist es ja nur die erforderliche Weiterbildung, die sie an Gabys Konzept stört. Wobei Hirnchemie mir nicht das leichteste Fach zu sein scheint, ein wenig am inneren Kind zu zupfen kann man ja viel unverbindlicher machen.
@harley Es steckt eben auch ein Milliarden schweres Geschäftsmodell dahinter, darf man nicht vergessen. Wie kann da jemand behaupten, es ginge auch einfacher.... 😉
In der nächsten Woche habe ich einen 1. Termin mit einer Sozialberaterin vom Landkreis. Das ist keine Betreuung im eigentlichen Sinne, eher eine Gesprächspartnerin, die auf Wunsch 1-2 x die Woche auf einen Kaffee und zum Reden vorbeikommt. (Ich nehme z. Zt. alles mit, was ich diesbezüglich bekommen kann.)
Habe hier durch den Stress der letzten Jahre und Corona bedingt noch nicht wirklich wirklich ausreichend soziale Bindungen, und meine Lieblingsnachbarin, mit der ich sehr guten Kontakt hatte, verlässt mich gerade, zieht um. Wir haben sehr nette Nachbarn, aber ein tiefgreifendes, gutes Gespräch über Gott und die Welt ist leider nicht möglich. Und stets nur den üblichen Smalltalk, dafür bin ich nicht immer der Typ. Was mir ganz dringend fehlen sind gute Gespräche, nicht über Rezepte, Garten oder Kinder oder der übliche nachbarliche Tratsch.
Zumindest hatte ich dieser Sozialberaterin am Telefon vom Gutzek Programm und dem tollen Forum, natürlich auch dem NDR Bericht erzählt, und die wahr hellauf begeistert. Wollte sich die Doku auch umgehend ansehen.
Wir schauen mal, was dass in der nächsten Woche ergibt. Ich bin gespannt.
Hallo Paula,
habe ich es richtig verstanden - Du nimmst Antidepressiva und trinkst Alkohol ? Das ist gar nicht gut. Das verstärkt due Wirkung des Medikaments ich würde da sehr vorsichtig sein. Hast du mal den Beipackzettel gelesen?
Das süffisante Lächeln interpretiere ich so: "Mit dem Programm und den NEMSwird es doch eh nichts." Ganz schlimm, wie sie dir da gegenübergetreten ist. Ich hätte nachgefragt.
@alingo ich habe auch einen Psychiater das Buch gegeben und er war restlos angetan...
Mein Suchtberater betont tatsächlich, dass es ihm egal ist, WIE die Menschen vom Alkohol loskommen - was hilft zählt.
Sehr löblich!!!
Es gibt also auch Ausnahmen.
Die dürfen wir finden 🙂
Hallo und danke für eure Antworten!
Ich fürchte leider, mein Psychiater ist auch ein Vertreter der Pharmaindustrie, er ist immer schnell mit „es wirkt nicht? Probieren wir mal dieses und jenes Medikament…“, manchmal fühle ich mich wie ein Versuchskaninchen. Drogenberater sind wahrscheinlich ein bisschen aufgeschlossener gegenüber neuen Ansätzen, obwohl sich Psychiater eigentlich besser mit Hirnchemie auskennen müssten?
Apropos Drogen: Mein Sohn war leicht Heroinabhängig, d.h. er hat die meiste Zeit funktioniert, hat nie gespritzt, hatte oft Zeiten ohne Konsum etc. In seinen cleanen Zeiten hat er sich viel mit Hirnchemie beschäftigt und wie er sich wieder auf die Reihe kriegen könnte. Interessanterweise haben sich viele der Mittel, die in der NEM-Liste stehen, auch in seiner „Hausapotheke“ befunden. Vielleicht war er nicht konsequent genug, jedenfalls hat die Droge am Ende gewonnen
Ich fange jetzt mal an, mir alles zu bestellen und mich weiter zu informieren
wünsche allen einen schönen Sonntag
Liebe Paula, mein Beileid zum Tod deines Sohnes. Das ist der Alptraum jeder Mutter. Ich nehme ein Antidepressivum cipralex und habe die NEM genommen. Hat wunderbar funktioniert. Mir wurde abgeraten, das Antidepressivum abzusetzen und da ich es gut vertrage, es nur leicht dosiert ist, nehme ich es dauerhaft. Ich quäle mich nicht mehr unnötig.
Herzlichen Gruß
Nina





