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Guten Tag,
ich bin durch einen Artikel auf Focus Online auf die Arbeit von Frau Guzek aufmerksam geworden und habe dann einen Interview von Ihr als Podcast angehört. Viel dabei hat mich auf meinen Weg in die Abstinenz erinnert.
Ich habe selber mit Anfang 40 angefangen, exzessiv Alkohol zu trinken. Mehrere Versuche, ohne Hilfe von außen aufzuhören, waren erfolglos. Auch eine Ambulante Therapie hat nur kurzfristig geholfen. Mit Ende 50 habe ich endlich verstanden, dass mein Alkoholmisbrauch (kombiniert mit einer Depression) so massiv war, dass nur eine stationäre Aufnahme mich retten könnte. Nach Entzug, Therapie und Rehabilitation (insgesamt 5 Monate durchgehend stationär, danach 1 Jahr ambulante Nachsorge), bin ich seit 19 Monaten trocken und genieße jeden Tag mein neues, gesundes und erfülltes Leben. Die professionelle Hilfe war nur ein Baustein meiner Abstinenz, dazu habe ich selber will über mich nachgedacht und Strategien entwickelt, um das Leben ohne Alkohol attraktiver als das Leben mit zu machen. Zusätzlich hat die wöchentliche Selbsthilfegruppe (*) die ich seit mehr als zwei Jahren besuche sehr geholfen, und hilft mir immer noch, um Stabil zu bleiben.
Ich hoffe, dass ich im Forum Tipps um das Thema "trocken bleiben" bekommen kann. Vielleicht kann ich aber auch andere durch meiner Erfahrung helfen.
Viele Grüße,
Raymond
(*) Frage an Admin: darf ich die Organisation nennen?
@raymond herzlich willkommen hier und fühl dich wohl. Und wie schön, dass der Artikel von @gaby_guzek bei dir so gut angekommen ist, dass du den Weg zu uns gefunden hast.
Geben und nehmen haben wir hier am allerliebsten. Also immer her mit den Tipps und Strategien. Und erster Tipp von mir: lies unbedingt die Bücher von Gaby. Erstmal "Alkohol ade ", denn das Konzept wird dir ganz sicher zusätzliche Möglichkeiten an die Hand geben und eine ganze Menge mehr Wissen zum Thema Alkoholsucht. Und natürlich auch das neue Buch "die Suchtlüge", das dann nochmal einen drauf setzt. Die Reihenfolge hab ich in deinem Fall bewusst gewählt (meine bescheidene Meinung)
Und ich antworte schnell mal für @admin Bernd (das geht sicher schon klar 😉): du darfst die Organisation nennen. Wenn sie dir hilft, hilft sie vielleicht auch anderen. Und darum geht es hier.
Lies dich ein und schreib gern noch öfter 😁
Vielen Dank für die netten Worte und die Tipps 😀 !
meine Selbsthilfegruppe gehört zum Blauen Kreuz, eine von mehr als 1000 solche Gruppen in Deutschland. Wer eine Gruppe sucht, wird bestimmt mindestens eine in seiner Nähe finden. Es gibt auch Gruppen für Angehörige, und Online-Gruppen.
Ich kann den Besuch einer Selbsthilfegruppe nur wärmstens empfehlen, egal wie lange man trocken ist, oder auch auf dem Weg, trocken zu werden.
Ich habe nach meiner ambulanten Therapie angefangen, die Gruppe zu besuchen. Dadurch habe ich meine Motivation steigern können, auch wenn einige Rückfälle zu vermelden waren. Aber die Gruppe hat mich nach den Rückfällen wieder aufgebaut, und mich in meinen Entschluss unterstützt, eine stationäre Therapie zu machen.
ich lerne viel von der Erfahrung von den anderen Gruppenmitgliedern, die teilweise seit Jahrzehnten trocken sind. Und immer öfter kann ich meine eigene Erfahrung an Neulinge weitergeben.
Wer sich mehr Information zum Blauen Kreuz wünscht darf mich gerne kontaktieren.
@raymond Ein herzliches Willkommen auch von mir! Schön, dass du bei uns bist und weiterhin viel Erfolg!





