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Guten Abend,
nachdem ich hier einige Stunden gestöbert habe, möchte ich mich auch gerne kurz vorstellen. Ich bin weiblich, 52 Jahre alt und seit über 30 Jahren Rauschtrinkerin meist bis zum Filmriss. Ich habe dies in jungen Jahren stark an Wochenenden auf Parties und unter "Freunden" (besser: Saufkumpanen) betrieben, in den letzten Jahren zu Hause, auch schon unter der Woche, jedoch nicht räglich.
Vor 2 Jahren habe ich mich von meinem alkoholabhängigen Partner getrennt, er ist ausgezogen. Dabei habe ich aber immer funktioniert, war und bin erfolgreich im Job, perfektionistisch veranlagt, mir selbst nicht gut genug. Zu Hause habe ich jeden 2., 3. Tag bis zu 2 Flaschen Wein getrunken, selten mal Wodka, aber immer bis zum Filmriss. Mit meinem alkoholabhängigen Partner war es auch mehr. Ich war 6 Jahre mit ihm zusammen.
Letztes Jahr wurde mir richtig bewußt, dass es so nicht mehr weitergeht. Ich habe, da ich auffällig wurde, meinen Job dadurch fast verloren, hatte aber vorher die Reißleine gezogen und aktiv gewechselt. Ich habe da schon mittags angefangen zu trinken (Homeoffice) und war in virtuellen Meetings dann "anders", also betrunken. Als man mich darauf ansprach, hatte ich natürlich alles geleugnet und meine Flucht vorbereitet in den nächsten Job.
Leider habe ich es erst zum 29.12.1025 geschafft, es zu lassen, mir ärztliche Hilfe zu holen, in einer SHG bin ich schon seit geraumer Zeit immer wieder mal. Dies wird nun regelmäßig sein.
Ich suche den Austausch, Tipps/Mittel, um die Einsamkeit in ein glückliches Allein Sein mit Konzentration auf mich zu wandeln, nicht mehr an die peinlichen Momente zu denken (das kommt immer und immer wieder sehr stark hoch, private wie auch geschäftliche Erinnerungen) - und mir dies schließlich selbst zu verzeihen. Mein Ziel für 2026: nüchtern bleiben, das ist die einzige Lösung.
ich habe mich bereits seit Jahren mit dem Thema beschäftigt, nehme auch die NEM, aber in den letzten Versuchen gab es nach 2 bis 3 Wochen aus heiterem Himmel immer wieder einen Rückfall.
Ich denke, dass der Austausch hier für mich sehr wertvoll sein kann. So sehe ich zu jeder Zeit, dass ich nicht alleine bin damit. Meine momentan wichtigste Frage ist, wie ich diese peinlichen Erinnerungen loswerde. Dass ich krank bin, ist mir klar. Aber ich denke immer wieder daran, was die anderen gedacht haben. Es ist wirklich quälend. Der äußere Eindruck war schon im Elternhaus sehr wichtig, das steckt wie ein Stachel in mir.
Ich freue mich auf den Austausch, toll, dass es dieses Forum gibt, viele Grüße
Barblin
Hallo in die Runde,
erst einmal ein schönes Wochenende für Euch! Hier ein kleines Update von mir an Tag 11: die Gedanken werden besser, trotz der Angst, auf irgendetwas angesprochen zu werden. Ich versuche, mir dann klarzumachen, dass alle Menschen ihre eigenen Probleme haben, und je länger es her ist, desto eher haben sie meinen Fauxpas vergessen. Sie haben selbst mit sich zu tun.
Heute ist Freitag, und früher habe ich schon am frühen Nachmittag diesen Wochentag begossen. Klar, am nächsten Tag musste man nicht zig Wecker stellen, um aus dem Suff aufzuwachen und zumindest ein wenig Aktivität auf der Arbeit aufzuweisen (unkomplizierte Mails beantworten, was in den Teamchat schreiben etc.). Also Anwesenheit improvisieren, während man noch ein Stündchen weiter herumliegt.
Es tut so gut zu wissen, dass ich morgen nicht halbtot und ohne Erinnerung aufwachen werde ind erst einmal ängstlichnachsehe, was ich wieder mit Nachrichten und Anrufen verzapft habe. Dass ich meine samstägliche Hausarbeit mit klarem Kopf schnell erledigen und mich dann schönen Dingen widmen kann.
Die Zeit heilt schon, aber ich bin voller Demut und möchte nicht zu euphorisch sein, ich passe gut auf, dass das Rückfallgespenst nicht angeschlichen kommt.
Danke für Eure Unterstützung!
Liebe Grüße
Barblin
Guten Morgen, Barblin! Schön dass Du Dich gemeldet hast. es scheint ja alles seine guten Wege zu gehen. Geniesse das nüchterne Wochenende 🤗.
Liebe Grüsse, Birgitta





