Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Gute Initiative von @harley – bitte lesen! Danke, Gaby und Bernd
Lese schon ein paar Tage hier mit und hab einige Interessante Dinge gelesen die man in anderen Foren so nicht liest, das hat mich dann doch neugierig gemacht.
Zu mir, ich bin um die 50 und Alkohol ist ein langjähriger Begleiter ungefähr seit ich 13 Jahre alt bin. Anfangs war es nur der Reiz des Neuen, den man dann am besten so oft wie möglich erleben wollte, später kam dann der Schwanzvergleich dazu, wer verträgt mehr und kann schneller saufen, es gab keine Party ohne Alkohol. Im Laufe der Jahre stellte ich vor längerer Zeit schon fest, dass ich unbestritten zu viel trinke, war mir aber Anfangs ziemlich egal und weiter ging das Partysaufen. Irgendwann kam dann auch das Saufen ohne Party, am besten täglich, vor ein paar Jahren zog ich dann zum ersten mal die Notbremse, ich modelte mein Trinkverhalten auf nur noch Wochenende um, da ich langsam aber sicher Probleme in der Arbeit bekam, die Mengen an den Abenden zum runterkommen wurden immer grösser und die Ausfallerscheinungen und die Fahne am nächsten Tag immer schlimmer. Von der Beeinträchtigung der Beziehung innerhalb meiner Familie (Frau, zwei Söhne) ganz zu schweigen. Trotz allem war ich all die Jahre ein funktioneller Alkoholiker.
Anfangs lief die Umstellung, mit kleineren Startschwierigkeiten (Psychischer Natur) ganz gut, ich freute mich bereits am Montag auf Freitag, da es da Bier gab, dann trank ich Freitag- und Samstagabend ein paar Bier, wenn Partytime angesagt war teilweise bis zur Besinnungslosigkeit, wie man das auf Partys eben so macht. War keine Party, war ich anfänglich mit vier bis sechs Bier und einem guten Film oder dem PC zufrieden. Jedoch fing auch hier recht schnell die Steigerung der Menge an, ich besoff mich teilweise ganz alleine vorm PC oder TV bis zum bitteren Ende, ich hatte jetzt endgültig auch zu Hause und nicht nur auf Partys (was oft peinlich genug war) die Kontrolle verloren, nicht was die Tage angeht an denen ich saufe sondern dann wenn ich saufe. Zudem kam eine gewisse "leck mich am Arsch" Einstellung gegenüber allem was mir sonst wichtig war, inklusive Familie, Hobbys und Freunden. Ach ja, Urlaub war natürlich wie Wochenende. Es gab oft Ärger zu Hause, hin und wieder auf Partys ein Partycrash vom feinsten für den man sich Wochen später noch geschämt hat aber eigentlich nicht mal wusste was wirklich passiert war. Im Verlauf der Zeit gab es immer mal wieder den nächsten Morgen, an dem ich erst mal vor der Kloschüssel hing und sterben wollte, wobei der Kater bei mir nur dann richtige heftig wurde wenn ich mich richtig heftig weg geschossen habe, ansonsten empfand ich das schon als normal und lebte damit, ich kannte es ja seit meinem 13. Lebensjahr nicht anders, Samstag und Sonntag fühlen sich grundsätzlich komisch an, aber eine Ibu und ein paar Kaffee regeln das schon.
Die letzten Feiertage und Sylvester gaben nun endgültig den Ausschlag, ich habe mich mal wieder in bester Manier von meiner Schokoladenseite gezeigt, Weihnachten und Sylvester inklusive Neujahr komplett weg geschossen was zu mehreren Streitigkeiten und einem Familieneklat geführt hat.
Ich bin jetzt seit 02.01.2025 alkfrei, der körperliche Entzug blieb weitestgehend aus, bissel Übelkeit hin und wieder Kopfschmerzen und eine rege Darmtätigkeit aber das war es auch schon. Psychisch sah es sie ersten Wochen ganz anderst aus, war anfänglich euphorisch wie einfach es doch ist, aber Pustekuchen, nach ein paar Tagen ging es los mit Unruhe, ständiges an den Kühlschrank laufen, irgendeine Beschäftigung suchen, etwas zu Essen suchen, ständig Durst, nichts hat mich wirklich befriedigt. Habe dann einiges über Nahrungsergänzung, aufgrund des Forums hier, gelernt und viel dazu gelesen, einiges auch umgesetzt und siehe da, es geht mir besser und ich habe eher das Gefühl der Kontrolle. Dafür lieben Dank!!
@memory Hallo und herzlich willkommen! Danke für deine ehrliche und sehr detaillierte Vorstellung. In deiner Geschichte erkenne ich so viele Muster wieder – besonders diesen schleichenden Übergang vom "Partysaufen" hin zum Kontrollverlust im Privaten.
Es ist eine starke Entscheidung, nach dem Eklat an den Feiertagen direkt die Reißleine zu ziehen. Dass du jetzt seit dem 02. Januar (2026?) dabei bist, ist der wichtigste erste Schritt. Die ersten Wochen sind oft die unruhigsten, und du beschreibst das sehr treffend: Dieses ständige Suchen nach Beschäftigung oder Essen ist ein Zeichen dafür, dass der Kopf erst lernen muss, mit der neuen Leere umzugehen.
Ich finde es toll, dass du hier im Forum bereits Ansätze gefunden hast, die dir helfen, innerlich ruhiger zu werden. Gerade wenn der "Automatismus" im Kopf so tief sitzt, ist jede Form von körperlicher und mentaler Unterstützung Gold wert.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Geduld mit sich selbst ist am Anfang kein Rückschritt, sondern das Fundament, auf dem du jetzt aufbaust.
Herzliche Grüße
@harley @lagertha @natarie @baileys23 @ulli1962
@memory Herzlich willkommen und viel Erfolg! Es geht ohne das Nervengift Alkohol, und es ist definitiv schöner. Schreib von Dir, stell Fragen, nutze des Forum auf Deinem Weg rein in ein alkoholfreies Leben!
----
@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962, @bergwacht
Herzliches Willkommen 😉
Herzlich Willkommen ☺️
ich bin auch einer der Neuen hier .. was mir zur Zeit Probleme bereitet ist meine Ernährung.Leider , Leider esse ich zur zeit viel zu ungesund 😕.Denke dann : mein Fokus liegt auf Alk ,aber das werde ich auch noch in den Griff bekommen . Wünsch dir weiterhin viel Erfolg . 🙃





