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Hallo, ich bin Thomas 61 Jahre jung und bin Alkoholiker.
Mit 15 Jahren hatte ich meinen ersten Rausch. Die Diskobesuche die dann in den weiteren Jahren folgten, endeten meistens mit einem Alkoholrausch. Wollte ich mit einem Mädchen tanzen, dann brauchte ich erst einmal Alkohol um meine Hemmungen abzulegen.
So gingen die Jahre dahin (Lehrzeit, Wehrdienst, Heirat) .
Die Woche über hatte ich den Alkoholkonsum ganz gut im Griff, aber das Wochenende war fast immer sehr feucht, fröhlich!
Dann ließ sich meine Frau scheiden und da kam der erste richtige Tiefpunkt. Den meisterte ich jedoch ganz gut, lernte eine andere Frau kennen und schraubte den Alkoholkonsum gehörig runter.
Lange habe ich das nicht ausgehalten und verfiel wieder in mein altes Muster. Woche soweit o.k., aber am Wochenende trank ich wieder gehörig.
Auch die Ehe ging auseinander und ich viel ins Bodenlose. Über einen Zeitraum von ca. 6. Jahren musste ich zu 7 Entgiftungen. Mein Arzt gab mir den Rat eine Behandlung in einer Klinik für Psychiatrie zu absolvieren. Ich wurde nach ca. 3 Wochen entlassen und war ein Jahr trocken. Dann kam ein Rückfall, denn ich aber schnell verkraftete und blieb wieder für längere Zeit trocken.
Meine jetzige Frau lernte ich dann kennen und war 5 Jahre trocken. Dann gab es wieder einen Rückfall, aber nur eine kurze Episode.
Nun ist es so dass ich erst am Wochenende und nun auch schon in der Woche am Abend 2 Bier und 2 Piccolo trinke. Dazu muss ich erklären, da ich stark schnarche und deshalb getrennt von meiner Frau schlafe, trinke ich diese eben beschrieben Alkoholmenge (2 Bier, 2 Piccolo) erst nach 22 Uhr. Meine Frau bekommt davon nichts mit, da wir getrennt schlafen. Ich schmuggle die Sachen in meiner Aktentasche mit in mein Schlafgemach und so wandert es am nächsten Morgen auch wieder raus.
Bei der Trinkmenge riecht man am nächsten Morgen nichts mehr und somit bekommt meine Frau auch nicht mit, das ich regelmäßig Alkohol trinke.
Das ist ein Zustand, der mich verrückt macht und ich vom Alkohol weg will.
Im Jahr 1997 stellte man fest, dass meine Leber stark geschädigt ist und mein Internist untersucht jedes Jahr mittels Ultraschalles meinen Oberbauch. Bis jetzt alles soweit o.k. natürlich außer den Leberschaden, der laut seiner Aussage in Richtung Leberzirrhose geht.
So, das ist so in Kurzform meine Geschichte und ich hoffe und wünsche mir nichts sehnlicher als den Absprung vom Alkohol hinzubekommen.
LG Thomas
@tapi Herzlich Willkommen! Oh Mann, Leberschaden, dann wird's ja höchste Zeit ...
@tapi Hallo Thomas, willkommen bei uns!
Du hast ja auch schon einen langen Leidensweg hinter Dir, wie viele hier.
Ich wünsche Dir, dass Du es mit unserer Hilfe schaffst, aus dem Kreislauf rauszukommen.
LG,
Josefin.
@tapi Willkommen Thomas - danke für deine so offenherzige Vorstellung!
Wo ein Wille da ein Weg, sagt man ja. Du hast ja schon so einiges mitgemacht in dieser Richtung - ich wünsche Dir das du es diesmal entgültig schaffst!
Grüß dich, Thomas! Danke für deine Vorstellung. Wir sind in gleichem Alter (ich 63 Jahre) und auch ich war lange alkoholabhängig. Ca 40 Jahre. Seit 1 Jahr und 9 Monaten bin ich nüchtern und finde mein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen um so vieles besser. Kein ewiger Kampf mehr, den man letzten Endes doch immer nur verliert. Man kann es schaffen, vor allem mit den NEMS, dem Konzept und der Unterstützung hier. Lass dich drauf ein, du kannst nur gewinnen!
Liebe Grüße
Isabel
Hallo und vielen Dank für Eure aufbauenden Worte. Jetzt fühle ich mich gut aufgehoben, hier in der Community.
Das Buch habe ich schon zugeschickt bekommen und werde es in Ruhe durchlesen und verstehen lernen.
Ich denke das ich das Coaching Programm buchen werde. Für meine Psyche ist es gut, wenn ich begleitet werde.
Auch habe ich mir den Nährstoffplan heruntergeladen und nach den einzelnen Mitteln gegoogelt.
Meine Sorge ist nur, da ich einen Leberschaden habe, habe ich bedenken das ich durch die Einnahme der NEM's vielleicht meiner angeschlagenen Leber schade?
Kann dazu jemand was sagen? Wäre für mich echt hilfreich.
Liebe Grüße Thomas
Lieber Thomas,
auch Dir ein herzliches Willkommen hier. Zunächst gleich zu Deiner konkreten Frage: Nach allen Regeln der Biochemie wird Dir Deine Leber die NEMs danken. Denn es sind einige dabei, die sie unterstützen. Allen voran das Acetylcystein (dazu wirst Du im Buch einiges lesen).
Es freut mich sehr, dass Du den Weg zu uns gefunden hast und mit uns allen zusammen hier aus dem Alkohol aussteigen willst. Mein Vorschlag wäre, erst einmal wirklich das Buch zu lesen - vielleicht sogar mindestens einige Stellen mehrfach. Es ist sehr dicht an Informationen, das wirst Du sehen.
Erst danach, mit mehr Hintergrundwissen, würde ich mich dann ganz strukturiert an den Ausstieg machen. Für den "Tag 1" stehen auch reichtlich Tipps im Buch.
Wenn Du Fragen hast: Jederzeit gerne, dafür sind wir, bin ich, ja da.
Viele Grüße
Gaby
@harley , ja das ist natürlich ernst zu nehmen.
Danke für die Liste der NEM's die zusammengestellt hast. Gaby hat mir den Link dazu geschickt.
Tolle Arbeit 🙂 .
Hallo Josefin!
Meine Tochter hat den gleichen Namen, nur mit ph geschrieben "Josephine".
Danke für deine Wünsche. Ich wünsche Dir auch viel Kraft, um den Teufel Alkohol zu besiegen.
Nimm das Leben mit seinen ganzen Facetten nicht zu ernst und mach nicht daraus einen Grund wieder zu trinken. Letztendlich schadest Du nur dir selbst.
Ich wünsche Dir eine gute Nacht und einen starken Willen.
Liebe Grüße Thomas





