Zum Inhalt springen

Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.


Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!

Anzeige für Coachingprogramm mit Gaby Guzek

Benachrichtigungen
Alle löschen

Nicht ganz neu

32 Beiträge
9 Mitglieder
38 Reactions
546 Ansichten
(@katniss)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
Topic starter  

Guten Abend,

nachdem ich eine Weile wieder mitgelesen habe, möchte ich mich vorstellen.

Ich bin nicht wirklich neu, sondern war zuvor als Clarissa unterwegs. Ich bin aus Panik, aus Angst, entdeckt zu werden, rausgegangen.

Inzwischen nach meinem Rückfall bin ich bereits wieder 8 Wochen alkoholfrei. Ich vermisse den Alkohol auch nicht, aber es geht mir trotzdem schlecht und ich kann nicht sagen, wie lange ich noch bezüglich des Alkohols stabil bleibe.

Im Zusammenhang mit einem familiären Konflikt hatte ich einen schlimmen Rückfall. Leider ist der familiäre Konflikt noch schlimmer geworden.

Damals kurz nach dem Rückfall war ich bei einer Ärztin, sie wollte mich erst abwimmeln, hat mich aber dann doch dran genommen. Mir ging es so schlecht, ich hatte nur noch Panik und musste nur heulen. Sie hat mir Antidepressiva gegeben, die ich auch jetzt noch nehme. 

Inzwischen waren wir im Urlaub und es ging mir eigentlich wieder ganz gut. Wieder zu Hause angekommen, hat mich das Problem schlimmer als je zuvor wieder eingeholt.

Vor dem Urlaub hatte ich überlegt, eine psychosomatische Reha zu machen. Aber nun ist der Urlaub vorbei, ich arbeite wieder und eigentlich gern. 

Nur mit dem familiären Problem komme ich so gar nicht weiter. Ich schwanke seit zwei Wochen zwischen: „Ich darf mich nicht hängen lassen und muss mein Leben leben.“ und größter Verzweiflung, weil ich mich sehr einsam fühle und sehr traurig bin.

Wie geht Ihr mit solchen Situationen um? Wie kann man so etwas auflösen?

danke fürs lesen

 

 



   
1
AntwortZitat
lichtkind
(@lichtkind)
Mitglied
Nüchtern: 6 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 590
 

@katniss welcome back 🌺  "man" löst das leider nicht einfach so auf liebe katniss. Wenn wir "unsere Probleme" lösen möchten gibt es für mich keinen anderen Weg als zu beginnen sich ehrlich und offen selbst zu begegnen. Und da "der Fisch" in der Regel "das Wasser nicht erkennt in dem er schon sein Leben lang schwimmt" braucht es ab und an einen unvoreingenommenen Blick von Aussen. Von wem dieser Blick kommt ist variabel, von Therapeutin, Reha über Selbsthilfegruppe usw. bis zur guten Freundin ist hier alles möglich. Wichtig ist die Art der Beziehung zu dir und zu dieser Person. Du bräuchtest ein Stück Wegbegleitung und Sicherheit um dich neu aus einem anderen Blickwinkel sehen zu lernen. Dazu brauchst du Vertrauen, Mut und Zeit. Letztlich entscheidet dein innerer Antrieb und Wille wirklich frei zu werden von Beziehungen und Betäubungen, alles andere hat bei mir nur zeitweise geholfen. Was auch nicht unbedingt falsch ist, denn jede Entscheidung für mich und gegen die Betäubung oder Abhängigkeit hat mich dahin gebracht wo ich jetzt bin. Ich bin gespannt wie du weitergehen willst und wünsche dir von Herzen alles was du brauchst um in deinem Leben anzukommen. Herzlichst Angela 🍓



   
4
AntwortZitat
(@katniss)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
Topic starter  

@Lichtkind

danke für Deine Antwort. Ich weiß es nicht, welche Fehler ich gemacht habe.

Muss es denn sein, dass alles meine Schuld ist? Meine Kinder halten ein wenig Kontakt zu mir, sie lehnen meinen Mann ab. Aber ich werde nicht mehr eingeladen zu Geburtstagen und auch sonst nicht mehr (eines meiner Kinder) an ihrem Leben beteiligt. Es ging mir schlecht und ich wurde abgelehnt. Ich schwanke zwischen sehr traurig sein und dem Willen, jetzt MEIN Leben zu leben.

Ich möchte mich nicht mehr selbst ablehnen, weil ich ruhig und introvertiert bin. Dazu habe ich zu viele Dinge in meinem Leben auf die Reihe bekommen.

Eine Reha zu machen, habe ich überlegt, aber ich möchte auch arbeiten gehen. Und schon ist wieder ein innerer Konflikt da. Eine Therapeutin kann ich so kurzfristig nicht finden. Eine sehr gute Freundin habe ich nicht mehr. 

Sollte ich meine Kinder fragen, was sie an mir stört?

liebe Grüße und danke



   
1
AntwortZitat
lichtkind
(@lichtkind)
Mitglied
Nüchtern: 6 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 590
 

@katniss ich glaube es es wäre hilfreich dich selbst zu fragen was dich an dir stört 😊. Die anderen können dir keine Antworten dazu geben wie du leben möchtest, das darfst du selbst herausfinden. Und das eine muss das andere nicht ausschließen. Nur weil du eine Reha machst heißt das nicht dass du anschließend nicht auch wieder arbeiten kannst oder?



   
1
AntwortZitat
(@katniss)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
Topic starter  

Ich arbeite nicht mehr so lange.

Was mich an mir stört? Ich bin ruhig und introvertiert. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Mein ganzes Leben hasse ich mich schon dafür, wurde als Kind und Jugendliche gemobbt. Ich habe einen Job, bei dem ich reden muss. Das funktioniert auch gut, ich bin ziemlich ehrgeizig. Aber ich kann mich nicht komplett ändern. Das schaffe ich nicht.

Trotzdem vielen Dank liebe Lichtkind.

 



   
1
AntwortZitat
lichtkind
(@lichtkind)
Mitglied
Nüchtern: 6 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 590
 

@katniss aus welchem Grund willst du ändern dass du ruhig und introvertiert bist?



   
3
AntwortZitat
(@helma)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 19
 

Hallo katniss, ja, deine Probleme kenne ich gut. Ablehnung von meinem Sohn und Schwiegertocher. Nicht willkommen bei Geburtstagen. Einschulung meiner Enkelin ohne mich. Geschweige Treffen an Nikolaus und Weihnachten. Überhaupt keinen Kontakt. Mein Lebenspartner wird abgelehnt. Das Gefühl ist gar nicht zu beschreiben. Mit Alkohol habe ich alles, all diese Seelenschmerzen übergossen.  Wohlgemerkt, die Tatsachen waren vorher da, vor dem Alkohol. Und dann kam noch der Alkohol hinzu. Nun war ich ganz unten. Man muss durch die Hölle gehen um den Himmel zu sehen.  Mein Schlüsselerlebnis, Alkohol am Steuer, Polizei, Führerschein weg, hat mich aufgeweckt. Seitdem 7.5.2022 bin ich trocken - aber mein Weg ist noch lang.  Mein Rat an dich,  rede mit dir !  Versuche dich zu finden bei langen Sparziergängen, etwas Sport, beim Schreiben deiner Gefühle. Versuche, deine Gefühle aufzuschreiben.... ist gar nicht einfach. Schreibe über deine Lebenssituation einfach über alles. Wenn du es geschrieben hast, ist es erst einmal beiseite. Versuche in deiner Stadt Verbindung mit Caritas aufzunehmen. Caritas hat eine Suchthilfe-Stelle - kostenlos.  Ich bin dort regelmäßig seit Mai 2022. Bleib bei diesem Forum und lese das Buch "Alkohol ade" immer wieder.  Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute ! Wir bleiben in Kontakt.  Viele liebe Grüße  Helma



   
3
AntwortZitat
(@katniss)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
Topic starter  

Liebe Helma,

danke für Deine Nachricht. Du hast also auch dieses Problem.

Es tut unendlich weh, zumal ich zuvor einen sehr guten Kontakt zu den Enkelkindern hatte. Ich kann sie jetzt auch ab und zu sehen, aber irgendwie auf Zuteilung. Ich traue mir hier nicht, zu konkret zu schreiben aus Panik gefunden zu werden und das alles noch schlimmer wird.

Es tut mir unendlich weh, ich grübele, drehe mich im Kreis. Frage mich nach meiner Schuld. 

Danke für Deine lieben Ratschläge. Lange Spaziergänge mache ich gern, Sport liebe ich und ich schreibe auch gern.

in den letzten Wochen aber lief gar nichts, ich war nur traurig und verzweifelt.

Seit ein paar Tagen sage ich mir aber, so kann ich nicht weiter machen und inzwischen gehe ich wieder zum Sport und mache Radtouren. 
schreiben würde mir auch helfen, das weiß ich. Aber wo verstecke ich das Geschriebene? 

Caritas ist auch ein guter Tipp, gibt es auch in meiner Nähe, hab nur Angst, dass mich da jemand kennt oder ich jemandem begegne, der mich kennt.

Euch allen hier noch einen schönen Abend und danke fürs lesen.

katniss

 

 



   
1
AntwortZitat
(@katniss)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
Topic starter  

@ Lichtkind,

manchmal fühle ich mich übergangen und nicht gesehen. Manchmal wird meine Art falsch interpretiert. Allgemein erfahre ich eher Ablehnung als Zuspruch.

Nur wer mich länger kennt und sich die Mühe macht, mich kennenzulernen, denjenigen fallen dann auch meine Stärken auf.

Es ist einfach so, dass das Zusammenleben mit Menschen manchmal schwierig ist. Das Leben ist oft oberflächlich.

Ich habe einen großen Ehrgeiz, was ich mir vornehme auch zu schaffen, vielleicht als eine Art Ausgleich zur Introvertiertheit. Das kann positiv aber auch negativ sein, wenn ich mich zu sehr überfordere.

danke fürs lesen

Katniss



   
2
AntwortZitat
lichtkind
(@lichtkind)
Mitglied
Nüchtern: 6 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 590
 

@katniss liebe Katniss, ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Jahrzehnte ging es mir ähnlich. Und ich buhlte förmlich in allem was ich tat darum gesehen und anerkannt zu werden. Eines Tages entdeckte ich woher das kam und vor allem wie sehr mich das erschöpft. Ich durfte halt als Mädchen nie so sein wie ich mich fühlte. Sensibel, lebendig und sehr ehrlich, wissbegierig und auch unbequem weil mir scheinbar immer langweilig war. Dementsprechend waren die Rückmeldungen und Erziehungs versuche meiner Eltern. Und das hat mich in die Dauerschleife des krampfhaften Ringens um Aufmerksamkeit und Gesehen werden geführt. Aber heute bin ich schon lang erwachsen und kann mich selbst so an-erkennen wie ich bin. Und ich lerne zuerst für meine Bedürfnisse und Entwicklung zu sorgen. Zugegeben ein Weg der nie endet, aber einer der mich zunehmend zufrieden und eins mit mir werden lässt. Auch ich habe Triggermomente, doch immer häufiger sammeln sich die Glimmermomente. In diesen fühle ich absolute Stimmigkeit und Friede in mir. PS: und je mehr ich zu mir kam, um so mehr begegnete ich Menschen die mich an-erkannten so wie ich bin. Nun und die die es nicht tun müssen ja nicht mehr im Zentrum meines Lebens stehen. Eine Hand voll Lebensbegleiter die ehrlich mit mir gehen sind mir genug. Ansonsten bin ich auch gerne mit mir alleine.



   
1
AntwortZitat
Seite 1 / 4
Close Popup

Wir müssen Dir kurz auf den Keks gehen

Auch Alkohol adé braucht Cookies. Wir aktivieren aber nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Dein Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann.

Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Du Dich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen musst.

Sowie Du aber einen externen Link oder ein Video anklickst, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite.

Close Popup
Privacy Settings saved!
Wir aktivieren nur absolut notwendige Cookies

Auch Alkohol adé braucht Cookies Wir aktivieren nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Ihr Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann. Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Sie sich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen müssen. Sowie Sie aber einen externen Link oder ein Video anklicken, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite

Standard-Kategorie

Technisch notwendige Cookies
Folgende technisch notwendige Cookies können gesetzt werden – fast alle haben mit den Datenschutzbestimmungen zu tun: wordpress_gdpr_allowed_services: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_allowed: Speichert, ob zusätzliche Cookies neben den notwendigen akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_declined: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste nicht akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_first_time: Wenn der Nutzer keine Entscheidung trifft, sondern weiter auf der Website navigiert, werden alle Cookies aktiviert und das Cookie speichert , ob die aktuelle Seite mit der zuerst besuchten Seite übereinstimmt. wordpress_gdpr_first_time_url: Speichert die URL des ersten Besuches der Webseite.
  • PHPSESSID
  • cookielawinfo-checkbox-non-necessary
  • cookielawinfo-checkbox-necessary
  • viewed_cookie_policy
  • wordpress_test_cookie

Technisch nicht notwendige Cookies
_koko_analytics_pages_viewed Dieses Cookie wird gesetzt vom datenschutzkompatiblen Plugin (Teil der Software) Koko Analytics.  Koko Analytics ist ein datenschutzfreundliches Analyse-Plugin für WordPress. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. In der von uns benutzten Standardeinstellung werden durch Koko Analytics folgende Daten erhoben: * Besucher (Visitors) * Seitenaufrufe (Pageviews) * Referrers (Herkunftsseiten) Koko nutzt keine externen Dienste, so dass Daten über Ihre Besucher niemals an Drittunternehmen weitergegeben werden. Darüber hinaus werden keine besucherspezifischen Daten erfasst, und die Besucher können die Nachverfolgung leicht unterbinden, indem sie in ihren Browsereinstellungen "Do Not Track" aktivieren.

Alle Cookies ablehnen
Save
Alle Cookies akzeptieren