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Ich bin Angehörige in einer alkoholkranken Familie und möchte eigentlich gerne mehr erfahren über Beweggründe und Mechanismen,die in die Alkohol Abhängigkeit führen und vielleicht wieder hinaus.
Meinen Mann lernte ich vor 26 Jahren kennen, wir haben schnell geheiratet, dieses Jahr war silbernes Jubiläum und haben zusammen 4 Kinder von 10-25 Jahren.
Wenn ich zurück blicke war der Alk schon damals zuviel, nur kannte ich das so nicht und bin voll in die Falle hinein gestolpert. Ich wollte nie die hysterische Zicke werden, die ihrem hart arbeitenden Mann das "Bierchen" zum Feierabend mißgönnt und deswegen Stress macht... Der Stress ließ nicht lange auf sich warten, es war mal besser, mal schlechter, bis ich vor zwei Jahren an Ostern die Reißleine zog und mit den beiden kleinen Kindern auszog. Für ein halbes Jahr und in den Nachbarort, also nicht so richtig fort... Mein Mann ging daraufhin zur Entgiftung, etwas zeitversetzt kam der gesundheitliche Crash... Das ist eine längere und unschöne Geschichte, jedenfalls ist er nun seit ca. Anderthalb Jahren trocken, es geht ihm um Längen besser, er geht einmal die Woche in eine SHG und ich - die doch nun eigentlich zufrieden sein sollte - kann mich nicht entscheiden glücklich zu sein... Liebe, Zuneigung, Vertrauen wollen sich nicht einstellen.
Ich möchte hier mitlesen und Erfahrungen sammeln und vielleicht beitragen.
Danke fürs Lesen.
Ein herzliches Willkommen Dir. Nun, richtig ist hier jeder, dessen Leben der Alkohol beeinflusst (hat). Es ist gut und richtig, dass Du für Dich und vor allem Deine Kinder gesorgt hast.
Wie schmerzvoll der Weg dorthin war, vermag jeder zwischen den Zeilen zu erkennen, der eben - wie wir hier alle - dem Teufel Alkohol schon ins Gesicht gesehen hat.
Du wirst mindestens eines verstehen, wenn Du hier anfängst mitzulesen: Es sind immer die selben Muster. Es ist eine Krankheit, die biologische (biochemische) Gründe und Grundlagen hat. Das erklären wir u.a in unserem Buch und auch auf youtube unter Alkohol adé kannst Du Dir einige Videos dazu ansehen.
Fühl Dich wohl bei uns.
Liebe Grüße
Gaby
@hoelzchen ich kanns sehr gut nachvollziehen, dass du nach dieser ganzen Tortur und der langen Zeit nicht einfach "zurückschalten" kannst, nur weil er sich jetzt bemüht. Das Vertrauen ist kaputt gegangen, die Liebe ist weg. WENN sich da noch was aufbauen lässt, dann braucht das Zeit und sehr viel Vorsicht. Lass sich nicht erpressen und bleib auf deinem Weg, auch wenn er meint, er hätte doch schon alles getan "für dich" - er hats FÜR SICH gemacht in erster Linie mal. Es ist SEIN Leben, und euer Zusammenleben war anscheinend sehr beeinflusst vom Alk und zerstört. Das neu aufzubauen ist eine andere Sache. Ohne professionelle MEdiation oder Therapie schwer zu schaffen - und wenn, fürchte ich, dass du wieder den Hauptteil an Verantwortung übernimmst.
Entschuldige, wenn ich dir vielleicht zu nahe getreten bin, aber sei vorsichtig und vor allem nicht vorschnell. Lass ihn mal weitermachen und horch auf dich und deine eigenen GEfühle ...





