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Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe, ich bin mit meinem Thema hier richtig. Ich habe einen online Kurs zum Alkohol kontrolliert trinken und damit auch gute Erfolge erzielt. Leider gab es danach keine online Selbsthilfegruppe. Ich finde den regelmäßigen Austausch sehr wichtig und würde mich über Hinweise von euch zu online Selbsthilfegruppen freuen
Hallo in die Runde, ich sehe es genauso: Kontrolliertes Trinken ist zum Scheitern verurteilt. Und die psychische Belastung ist immens. Ich hab auf den Freitagabend hingejiepert oder auf eine Geburtstagfeier oder auf die Ferien. Es ist manchmal gut gegangen, oft auch nicht. Und schleichend wurde die Alkoholmenge dann auch unter der Woche immer wieder mehr.
Trotzdem denke ich, dass ein Betroffener vielleicht genau diese Erfahrung machen muss? Ich wünschte, ich hätte früher Menschen geglaubt, die kontrolliertes Trinken anzweifeln. Aber früher hab ich mich ja gar nicht intensiv und vor allem gar nicht ehrlich mit dem Thema beschäftigt. Ich musste an den Punkt kommen, an dem ich mir selber eingestanden habe: Nee, das geht nicht mehr mit mir und dem Wein. Nicht ein bisschen, nicht kontrolliert, nicht ab und an. Ich will das Gespenst loswerden. Ganz und gar.
Und nun bin ich genau 148 Tage clean und superfroh, weil ich wirklich gar keinen Gedanken darauf verschwenden muss (also natürlich manchmal - aber das ist mittlerweile schnell erledigt). Diese Freiheit ist so wunderbar!
Good luck für alle, die versuchen von dem Gift loszukommen! Und wenn die Brücke in die Abstinenz die Erfahrung des Scheiterns am Projekt "Kontrolliertes Trinken" ist, dann eben auch so.
@maverick Sehr wir auch so. Blogbeitrag zum kontrollierten Trinken ist schon im Stehsatz ...
Bei uns in USA ist das ein grosses Thema. Es gibt einige Online Anbieter, die bieten einen Online Arzt an, der Naltrexone verschreibt, dass man dann eine Stunde bevor man beabsichtigt zu trinken, einnimmt. Dann hat man angeblich diese Euphorie beim Trinken nicht mehr und kann bei einem Glas Wein bleiben. Im Laufe der Zeit soll man dann gar keine Lust auf Alkohol mehr haben. Ich hab's mal probiert, aber bei mir hat's nicht geholfen. Trotz Online Coaching. Ich habe aber allerdings auch schon Erfolgsstories gehört.
@luiseberlin1978 x x x mal probiert,mal x. Es läuft gut,man denkt sich super,das klappt ja, heureka.die Lösung ist gefunden. Denkste aus dem Freitag ,wird dann auch der Samstag,schleichend. Dann bleibt nicht mehr bei einem Glas,man fängt an mit sich zu diskutieren a la " oh die Flasche ist ja noch zu 60% voll,da geht schon noch eins....und so weiter und so weiter,so war es jedesmal. Vergeudete Zeit im Nachinein.ich denke ehrlich gesagt auch,genau wie du,dass das Teil des Prozesses ist, den viele durchlaufen( müssen) .
@kolibri Tja. Es gibt dazu sehr unterschiedliche Berichte. So jedenfalls wirkt Naltrexon:
Naltrexon ist ein reiner Opioid-Rezeptor-Antagonist. Es blockiert die Wirkung körpereigener Endorphine und Enkephaline.
Alkohol führt im Gehirn nicht nur zur direkten Dopaminfreisetzung im Belohnungssystem, sondern stimuliert zusätzlich das endogene Opioidsystem (Ausschüttung von Endorphinen). Diese Endorphine verstärken das Dopamin-Signal.
→ Heißt: Ein Teil des Wohlgefühls nach Alkoholkonsum läuft über die Aktivierung von Opioidrezeptoren.
Wirkung von Naltrexon:
Die Blockade der Opioidrezeptoren unterdrückt diesen Verstärkungseffekt. Der Alkohol löst dann weniger Euphorie aus, das Belohnungsgefühl soll so abgeflacht werden
Das soll dann zu weniger Craving führen und den Kick beim Trinken senken – und so den Suchtkreislauf unterbrechen, weil's weniger Spaß macht. Muss jeder für sich selbst wissen, ob es persönlich etwas bringt.
Bei gleichzeitiger Opioidabhängigkeit ist Naltrexon eine sehr schlechte Idee, es löst sofort Entzugssymptome aus.
In Studien zeigt sich nur ein überschaubarer Effekt: weniger Rückfälle, aber keine Heilung. Ein Teil der Patienten profitiert deutlich, ein anderer kaum oder gar nicht – es gibt also starke interindividuelle Unterschiede, wahrscheinlich spielen genetische Unterschiede mit unterschiedlichen Opioidrezeptoren eine wichtige Rolle. Meta-Analysen (Übersichtbetrachtungen mehrerer Studien) kommen zum Schluss, dass die Unterschiede zu Placebo zwar signifikant, aber klinisch eher gering sind.
Bei Spiegeltrinkern ist Naltrexon kaum sinnvoll, das bei jenen das Belohnungssystem bereits weitgehend abgestumpft ist, sie kaum noch den Kick oder das Glücksgefühl beim Trinken.
Nebenwirkungen: Kann depressive Verstimmungen verstärken, weil Endorphin-Wirkungen geblockt werden. Häufig sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit oder Schlafstörungen.
In höherer Dosierung kann es auf die Leber gehen, also regelmäßige Laborkontrollen, bei Lebererkrankungen gar nicht nehmen.
Viele Betroffene berichten, dass sie zwar weniger Spaß am Alkohol empfinden, aber das eigentliche Verlangen (Craving) nicht immer verschwindet. Manche hören deshalb auf, es einzunehmen, weil sie das Trinken „gefühllos“ finden, aber nicht automatisch abstinent werden.
Zusammengefasst: Naltrexon kann hilfreich sein, aber es ist kein universelles Anti-Alkohol-Medikament, keine Pille, die das Trinken einfach so beseitigt. Der Nutzen hängt stark vom individuellen biologischen Hintergrund und vom therapeutischen Umfeld ab.
Hallo!
Ich habe es bestimmt 20 mal versucht, wahrscheinlich öfter, kontrolliert zu trinken.
Jedes Mal hat es nicht funktioniert.
es geht einfach nicht, wenn man Alkoholiker ist.
ein Glas ist zu viel, aber zehn sind noch zu wenig.
so war es bei mir. jeder Alkoholiker wird mich da glaube ich verstehen.
alles Gute und viele Grüße
Franz
@franzer Herzlich willkommen im Forum! Ist genau meine Erfahrung und auch meine Meinung: Solange man ständig mit sich selbst verhandelt, steckt man noch drin in der Sch...e. Wie lange bist Du das Nervengift schon los?
Dankeschön!
Ich bin seit einem Jahr fast ohne, d.h. ich hatte immer wieder Rückfälle.
Ich hab es auch bei den AA probiert, aber da habe ich negative Erfahrungen, Aber halt nur auf meine Gruppe bezogen.
Ich habe es jetzt Vor zwei Wochen mit den Nahrungsergänzungsmittel probiert, und fühle mich erstaunlich gut dabei. Kein Verlangen, und Ruhe im Kopf.
Viele Grüße
Der Franz
@franzer Meine Erfahrung. Bevor ich es mit Gabys Programm und den NEM angefangen und auf Anhieb erfolgreich durchgezogen habe, hatte ich auch immer wieder Rückfälle. Insbesondere GABA hat mir sehr geholfen, B-Vitamine nehme ich heute noch.





