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Hallo zusammen!
Nachdem ich mehrere (noch trinkende) Wochen bräuchte, um mich durch das Buch zu arbeiten, bin ich aktuell seit 01. Mai nüchtern und nehme seit gestern die im Protokoll empfohlenen NEMs.
Noch ist es sicherlich zu früh, um das alles wirklich zu beurteilen, aber fest steht, dass ich heute den 12. Tag in Folge abstinent bin und das ist in den letzten Jahren nicht sehr häufig vorgekommen.
Ich bin 50 Jahre alt, habe seit meiner Jugend Alkohol missbraucht und bin spätestens mit 30 davon abhängig geworden. 2020 war ich auf Langzeittherapie, danach 6,5 Jahre nüchtern und kämpfe im Prinzip nun schon seit 5,5 Jahren mit einem anhaltenden Rückfall. In dieser Zeit habe ich drei ambulante Therapien erfolglos abgebrochen. Die längste Trinkpause in der Zeit waren 4 Wochen.
Nun habe ich aber aktuell offensichtlich einen etwas nachhaltigere Entschluss gefasst, nüchtern zu werden und bleiben. Mit den MEMs, deren Bestellung in für mich praktikablen Form und Beginn der Einnahme hat etwas gedauert, aber seit gestern mache ich das und fuhle mich aktuell zumindest Mal nicht rückfallgefährdet. Das ist ja schon Mal was...
Die NEMs hauen bei mir aber ziemlich"rein", gestern war ich nachmittags ziemlich überdreht und mehrmals fühlte sich mein Kopf "bizzelnd" an, wie wenn er voller Ahoi-Brause wäre. Das ist aber nicht unangenehm. Und wenn ich mir vorstelle, dass dadurch meine in der Vergangenheit zerschossen Stoffwechselprozesse wieder ins Lot gebracht werden, bin ich eher zuversichtlich. Ich mache jetzt also Mal weiter nach Plan und habe beschlossen, an dessen "heilende" Wirkung zu glauben.
Zusätzlich habe ich heute noch meinen zweiten Termin in einer Suchtberatungsstelle. Dort wäre auch berufsbegleitend eine ambulante Therapie möglich. Zulassungsvoraussetzung ist aber eine einigermaßen stabile Abstinenz, d.h. mindestens 8-10 Wochen nüchtern. Macht nach meinen bisherigen Erfahrungen durchaus Sinn...
Ich will auf "Nummer sicher" gehen und halte eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Gruppen- und Einzelsitzungen durchaus auch als sinnvoll.
Nun hoffe ich natürlich, dass ich mich auf einem guten Weg befinde und mein Ziel einer stabilen Abstinenz auch erreiche.
Auch bin ich sehr froh, auf das Buch der Guzeks aufmerksam gemacht worden zu sein. Danke an die beiden an ihr Engagement und die Zugänglichmachung ihres Wissens (+Erfahrungen)
Schön, hier im Forum hoffentlich auch Anschluss und Unterstützung zu finden. Habe bislang einen sehr guten Eindruck!
Allesiebe an Euch alle, sowie viel Erfolg, bei dem, was ihr hier und überhaupt erreichen wollt!
Herzliche Grüße aus München!
@mitallesnschaf Herzlich willkommen! Die ersten Wochen hatte ich mich auch nicht so top gefühlt. Hatte viel Kopfschmerzen, war schlapp. Mir tat es neben den NEMs gut, aktiv zu sein. Ich hab den Keller ausgemistet, ein paar Schränke, saubergemacht und bin ins Fitnessstudio und in die Sauna gegangen (bin aber auch eher der aktive, etwas ruhelose 😉 Typ) und hab nebenher vier Podcasts zum Thema gehört. Viel Erfolg!
Ausreichendes "Wässern" ist in jedem Fall eine gute Idee, auch ohne Präparate.
Ich habe aber auch festgestellt, dass man ganz schnell ein Gefühl der Trockenheit im Mund und an den Lippen bekommt, wenn man nicht peinlich darauf achtet, auch wirklich die ausreichende Menge Flüssigkeit über den Tag nachzuschütten, das ist dann schon mal ein klares Hinweiszeichen.
Das viele Trinken hat natürlich noch den angenehmen Nebeneffekt - wie Du ja auch schreibst - dass man i.d.R. einfach auch keinen "Brand" mehr hat und das noch zusätzlich den Gedanken an Gerste aus Dosen vertreibt.
Nicht umsonst hat Gaby ja auch als einen der "Notfalltipps" sinngemäß geschrieben, sich sofort mit Sprudel zuzuschütten ... allein aus Gründen der Notfallapotheke sollte man sowas also da haben.
Meine "Trunksucht" auf literweise Milch und Wasser hat sich nun nach ein paar Tagen schon ziemlich eingependelt und speziell in Verbindung mit ergänzenden Mitteln, auf die ich mich jetzt doch auch einlasse, geht es eher wieder in die Richtung, dass ich bewusst nachlegen muss.
Weiterhin viel Erfolg und ebenso ein sonniges Wochenende!
@rosine123
Danke fürs Willkommen, Rosine123!
Ja, das habe ich jetzt hier schon öfter gelesen, dass auch mit Einnahme der Präparate nicht sofort wieder alles "gut" ist und man ausgeglichen, gut gelaunt und fit sein "neues Leben" startet...
Ist eigentlich auch logisch. Wer über Monate oder gar Jahre sich selbst mit hohen Mengen an Nervengift malträtiert, sollte sich wohl auch die notwendige Zeit zur Erholung gönnen...
Gerade heute kommt es mir wieder so vor, als wäre alles zuviel. Die unerledigte "Baustellen" (beruflich und privat) lauern an jeder Ecke, aber ich will eigentlich nur Entspannung und Schlaf. Nur gut, dass sich der Alkoholteufel bislang so gut wie gar nicht meldet. Ich schätze, da muss ich durch. Die aufgestaute Aufgaben sind ja auch nur ein Ergebnis meiner langen Zeit der Verdrängung derselben. Jedes Tag das tun, was man kann, dann wird es bestimmt irgendwann leichter! Mir hilft es auch, an einen baldigen Urlaub zu denken, den ich auf jeden Fall nüchtern genießen will.
Wünsche Dir alles Gute, bis vielleicht bald Mal wieder hier!





