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Hallo zusammen,
ich möchte mich gerne vorstellen:
weiblich, 46 Jahre und irgendwie schon immer einen Drang, zur ja, wie könnte man sagen, oralen Befriedigung um dieses emotionale Loch in mir zu stopfen...wow, mir fällt das Schreiben gerade unerwartet schwer.
Und da ist er prompt wieder, dieser innerliche Drang ein Bier zu trinken, nur eins. Damit mir alles leichter fällt, das Gehirn mal schweigt.
Nur bleibt es natürlich nicht bei einem.
Das übliche Ende, wären eher sechs bis acht Halbe um dann, nach einer eurphorischen Phase hektischer und zielloser Aktivität, überhaupt nichts mehr mit mir anfangen zu können und nur noch ins Bett zu wollen. Meistens vor neun.
Am nächsten Tag Schuldgefühle, Entschuldigungsarien mein Mann gegenüber, dicken Kopp und geraucht hab ich natürlich dann auch wieder blöde.
Der ganze Spaß geht schon so seit einigen Jahren.
Immer mal wieder kurze Unterbrechungen, dann wird mein Bregen wieder hochkreativ und hat eine Menge Ausreden auf Lager, das ich mir das doch verdient habe, mal runterkommen muss, andere machen das doch auch und was da sonst noch an Ergüssen kommt.
Ich hab die Schnauze gestrichen voll, hab das Gefühl mein Leben wegzusaufen.
Auf Partys trink ich natürlich noch viel mehr, da kommt noch der Schnaps mit ins Spiel, meist solange, bis ich morgens mit einem verschrammten Gesicht aufwache, weil Laufen nicht mehr drin war.
Dann am besten gleich ein Konterbier und die Geschichte geht von vorne los.
Kater dann bis Dienstag, eher Mittwoch.
Ich sehe schon lange keinen Sinn mehr darin, so richtig Spaß haben wir alle schon lange nicht mehr, manchmal scheint es als ob der Plan darin bestände sich so schnell wie möglich dicht zu machen.
Es ist teuer, und ich kann mich an die Hälfte vom Abend eh nicht mehr erinnern.
Also: wir lassen das.
Ich habe durch den Konsum der letzten Jahre komplett den Zugang zu mir verloren, habe nur noch ungefähr eine Ahnung wer ich bin. Depressionen haben sich aufgetan, ob die nun vom Alk kommen, oder ich den Alk auf den Kopfsalat gekippt habe, das ist leider nicht mehr festzustellen.
Jetzt habe ich den Entschluss gefasst: und bekomme Angst.
Was ist, wenn meine Freunde mich nicht mehr mögen?
Ich keinen Spaß mehr haben kann ohne?
Und diese Angst macht mich fertig, zeigt mir wie groß meine Abhängigkeit tatsächlich ist.
Aber ich möchte stark sein, will wieder gesund werden und frei!
@buzzbunny Gegen die Unruhe hat mir GABA geholfen, gelegentlich im 30-Minuten-Takt im Extremfall, bis ich ruhig wurde. Und achte auf Deinen Blutzuckerspiegel, uns fehlen in solchen Situationen die Kalorien, die wir vorher mit dem Alkohol aufgesogen haben. Dann verwechseln wir Hunger mit Saufdruck. Ich hatte immer eine Handvoll Gummibärchen zum GABA in solchen Situationen.
@buzzbunny Die Unruhe wird wesentlich leichter und besser zu ertragen sein, wenn du erst einmal mit den NEMs beginnst. Es wäre am besten, wenn du überhaupt mit dem Coaching beginnst, dann bist du auf der sicheren Seite und wirst begleitet, es ist dann noch leichter. Ich habe es mittels Guzek-Konzept geschafft, nach locker 40jähriger Trinker"karriere" ohne große Probleme auszusteigen, ich bin seit 3 Jahren trocken, ich vermisse den Alkohol absolut nicht, die Unruhe ist absolut weg (oder nur mehr da, wenn es konkrete Anlässe zum Unruhigsein gibt) - ich kann mein Leben wieder bewältigen, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit sind wieder da. Alles Gute, du wirst es schaffen wie wir auch.
Auch von mir ein herzliches Willkommen!
Es ist immer schön zu lesen, dass sich jemand auf den Weg macht in ein Leben ohne Alkohol. Ich hoffe, die vielen Willkommensgrüße hier haben dir ein bisschen die Angst nehmen können. Wobei es völlig normal ist, sie zu haben.
Genau diese Angst hat auch mich jahrelang davon abgehalten, nüchtern zu werden. Jetzt bin ich es seit fast 4 Jahren und kann dir nur sagen: Es lohnt sich so sehr. Und es ist leichter als du denkst.
Was nicht heißt, dass der Alkoholteufel immer wieder mal, oft völlig unverhofft, eine Attacke startet. Er hasst es, zu verlieren und dich nicht mehr in den Klauen zu haben. Darauf musst du gefasst sein. Aber mit dem Buch und dem Konzept hier hast du die besten Chancen. Nütze sie!
Alles Liebe
Isabel
Hello und herzlich Willkommen.
Die Angst ist vollkommen normal, die haben wir Menschen doch meistens wenn wir Veränderungen beginnen.
Du wirst sehen, wenn die ersten Tage, vielleicht auch Wochen vorüber sind, dann wird es immer besser. Du hast Gabys und Bernds Buch schon gelesen - na dann, weißt du jetzt genau was dir helfen wird. Und das tut es.
Ich habe im vergangenen Jahr nach einer langen Saufkarriere mit den NEMs und dem Forum hier aufgehört zu trinken. Okay ich stehe aktuell wieder am Start, aber das hat wirklich ganz andere Gründe und ich geniere mich nicht, noch eine Runde zu drehen.
Besser wieder aufstehen und weitermachen als aufgeben.
Mein ausschlaggebender Satz zu mir selbst erst vor wenigen Wochen war " mit Alkohol krieg ich kaum mehr viel mit, da macht dieses Leben keinen Sinn, also möchte ich es nun endgültig wissen, wie es sich anfühlt sich wieder zu fühlen und das Leben zu spüren"
Es kann einfach nur besser werden.
LG Crazy





