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Hallo ihr lieben Menschen. Heute ist Tag1. Und zwar nicht das erste Mal Tag1. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich einen Klick-Moment hatte; ich habe mich in den letzten Tagen einfach wieder sehr intensiv mit meinem Konsum auseinandergesetzt. Und ich habe heute das Buch "Die Suchtlüge" gelesen - komplett an einem Tag. Und ich bin hoffnungsvoll, aber auch hoffnungslos, weil ich mich mit dem "nie wieder" nicht anfreunden kann. Außerdem möchte ich das Rauchen gleich mit einstellen, weil Alkohol und Zigaretten für mich eigentlich immer am meisten zusammen "Spaß" gemacht haben, auch wenn Zigaretten tagsüber auf der Arbeit auch ohne Alkohol gingen; andersrum nicht. Erzählt habe ich niemandem was; ob es jemand weiß - keine Ahnung. Ich freue mich jedenfalls hier ein Forum mit einer Community gefunden zu haben, an die man sich wenden kann und die Freude und Leid des Entzugs und die hoffentlich unbeschwerte Zeit danach mit einem durchstehen.
Erzählt mal: habt ihr DEN ULTIMATIVEN Tipp oder vielleicht auch Antitipp?
Liebe Grüße
@bella26 Hallo liebe Bella, das mit der vermeintlichen Leichtigkeit war genau mein Thema. Alles lief so frei und easy, das ich die Abhängigkeitsdiagnose ganz schnell in Frage gestellt habe.
Sehr, sehr oft habe ich meine Trinkpausen, so nenne ich sie heute, beendet, weil doch jemand, dem es sooo leicht fällt nichts zu trinken, unmöglich Alkoholiker sein kann. Ich glaube es hat nie länger eine Woche gedauert, bis ich wieder im gleichen, bekanntenTrink-Schlamassel steckte. Aber Jahre, bis ich wieder den Absprung in die Abstinenz schaffte.
Vor fast 6 Monaten, auch mit Gabys Hilfe, bin ich in die Akzeptanz gekommen und weiss, das diese Leichtigkeitsgefühle mit ins Symptombild gehören. Nun sind es für mich "Leichtsinnsgefühle".
Passe auf Dich auf! Liebe Grüsse, Birgitta
@bella26 Hallo liebe Bella, Dieses Thema ist auch im Buch von Gaby sehr gut beschrieben. Während meiner 10 jährigen Sucht, war ich berufstätig. Als Krankenschwester war mir eigentlich nach 5 Jahren und mit steigendem Konsum, voll bewusst, dass da etwas in Schieflage ist. Hab wie Birgitta immer wieder kurze oder längere Trinkpausen eingehalten und mir gesagt, ich trinke ja nie auf Arbeit « NUR » abends und an freien Tagen. Nach jeder Pause hab ich mir in meiner Euphorie eingeredet: ich hab gar kein Alkoholproblem und heute war’s wieder so stressig, ein Glas nur! Nach einer Woche spätestens, war ich dann wieder auf dem Alten Level, also bei 1-2 Flaschen Wein! In Gesellschaft trank ich nie, nur zur Beruhigung. Mitte Mai startete ich das erste Mal den Ausstieg mit NEMS und Buch! Rückfall nach ca. 12 Tagen.Am 15.6. dieses Jahres Neuanfang bei Tag 1. und diesmal scheint’s zu klappen. Bin aber immer noch sehr vorsichtig unterwegs, obwohl die Stimme des Weinzyklopen leiser geworden ist! Bring Dich nicht unnötig in Gefahr und geh sorgsam mit Dir um! Hab einen schönen nüchteren Tag.
Liebe Grüsse 🧡🍁🌻 Mina
Ja Leute; und gestern spät abends ist es dann doch passiert. Ich hab getrunken. Und zwar, weil ich mich über ein Ereignis gestern so sehr gefreut habe und das "feiern" wollte. Und ich bereue es nicht wirklich, aber ich bin trotzdem weiterhin motiviert, weil ich heute morgen gemerkt habe, dass ich das gar nicht gebraucht hätte. Für mich ist das jetzt gar kein großer Rückschlag, sondern einfach eine Bestätigung, dass ich es richtig mache, wenn ich weiter mache damit, aufzuhören zu trinken. Versteht ihr was ich meine?
@bella26 Ganz ehrliche Antwort: Es ist der klassische Rückfall und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du ihn zeitnah begrenzen kannst! Lieben Gruss, Birgitta
@bella26 Hmm. Warum muss man, wenn es einem sowieso grade gut geht, noch einen oben drauf setzen? Frage in die Runde, nicht speziell an Dich ...
@harley Hallo Harley,
Ich hatte auch einen Rückfall nach beim ersten Versuch. Nicht in derselben Situation aber der Ablauf war identisch und trotzdem anders. Bei Angst, Sorgen und Selbstzweifel wollte ich diese schmerzlichen Gefühle, diese Aufgewühltheit lindern. Der erste Schluck ruft nach dem zweiten, usw. bis der Schlaf Eintritt also ins komplette Nichtfühlen. Aus Freude Trinken kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, das man versucht Freudenmomente noch intensiver zu erleben, was eine totale Illusion ist. Beide Beispiele sind typisch für Sucht und Kontrollverlust.Die Perversität jeder Droge, deshalb meide ich sie in der Hoffnung das es so bleibt. Liebe Grüsse🍁🍂🌻 Mina
@harley ich hab keine Ahnung. Vor allem ist mir aufgefallen, dass meine Freude über das Ereignis immer schwammiger wurde mit jedem Schluck, den ich getrunken habe und ich das dadurch die Freude irgendwie verwaschen war. Ich fühl` mich so, als wenn ich jetzt draus gelernt habe. Bin gespannt wie mit den nächsten freudigen Ereignissen umgehen werde - aber mir das mit Alkohol vermiesen möchte ich nicht nochmal.
@harley ich weiss es nicht! Ich weiss aber, das grosse Freude die heftigsten Trigger sind. Immer noch! Hab, auch nach 6 Monaten genau bei dem Thema die grössten Versuchungen. Ich fürchte Dopamin schreit irgendwie nach mehr Dopamin
Hallo zusammen,
ich hab mich jetzt ziemlich lange nicht mehr blicken lassen auf dieser Plattform und heute morgen (nach einem Abend mit viel Alkohol) bin ich wieder mit Bauchschmerzen aufgewacht und ich schwitze und mir ist echt unbehaglich.
Jetzt habe ich ja schon einmal immerhin 6 Tage ohne geschafft und hab mich dann wieder verleiten lassen zu trinken und ich möchte jetzt einen neuen Anlauf nehmen.
Vielleicht ist das 30 Tage Programm auch hilfreich?
Alle NEM habe ich auch noch nicht.
Bin gerade einfach wieder top motiviert, aber ich weiß, dass ich im Laufe des Tages die Motivation wieder verliere und das kostet einfach immer so viel Kraft, dann die Diskussion mit mir selbst zu stoppen und nicht zu trinken.
Bin derzeit auch noch krankgeschrieben und habe deshalb halt auch schon morgens "Zeit" zu trinken.
Ach, das ist alles super schwierig und ich bin vomier selbst genervt, dass ich nicht einfach aufhören kann.
Alles Liebe!
- @bella26 erstmal alles Liebe zurück! Ist doch toll, daß du schon mal hochmotiviert bist, aufzuhören!👍 Ich habe dieNEMs schon genommen,als noch welche fehlten,hat mir dann auch so schon gut geholfen! Auch das mit dem 30 Tage Programm hört sich vielversprechend an,eine gute Idee, das auszuprobieren! Ich wünsche dir vom Herzen ganz viel Kraft!!!😊💪🏼🍀🎶👍🏼





