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Hallo, ich bin AnSu - Mitte 50, Mutter von zwei Teenagern, Vollzeit berufstätig und habe drei Hunde.
Meine "Karriere" als Alkoholikerin begann als meine Kinder noch kleiner waren. Nachdem ich kurz hintereinander beide Eltern verloren hatte, währenddessen zwei Kinder bekam, dadurch meinen sehr gut bezahlten Job an den Nagel hängen musste und seitdem mit meinem Schicksal als Vollzeitmama trotz der Liebe zu meinen Kindern doch ein wenig haderte, stellten sich Panikattacken ein. Es war ein Alptraum. Während einer der Attacken war mein Mann so verängstigt, dass er unseren Hausarzt kommen lies. Dass das ein Fehler war, stellte sich erst viel später heraus. Warum? Nun, er diagnostizierte zielsicher eine Panikattacke und gab mir den Rat, einfach ein Glas Wein zu trinken. "Dann wird das schon wieder". Ja - es wurde tatsächlich wieder. Erst immer dann, wenn ich spürte, dass ich eine Attacke ankündigte (was generell abends der Fall war), später - als ich die Attacken durch Yoga in den Griff bekommen hatte - generell zum Wochenende und nach und nach gehörte das Gläschen Wein abends zu meinem "Feierabendritual". Die Kinder waren da schon älter und selbständiger, so dass ich kein schlechtes Gewissen hatte; schließlich war es ja nur ein Glas. Und später zwei, oder drei.... dann auch bereits beim Essen kochen (ist ja so gemütlich) oder beim Wäsche falten (dann lief das einfach besser).... Natürlich hatte ich es im Griff - so jedenfalls dachte ich über meinen Konsum. Ich hatte nie einen Filmriss, oder bin auch nur ansatzweise getorkelt, also war ich nicht abhängig, so meine Ansicht. Wie falsch lag ich da nur!
So nach und nach fiel mir auf, dass ich nicht mehr gut schlief. Ich fing an zu schwitzen in der Nacht und fühlte mich morgens müde und schlapp. Kaffee war angezeigt! Lästig war es, als die Muskelschmerzen begannen. Die Ärzte schoben es auf die Wechseljahre, die Psyche oder auf falsche Bewegung. Alkohol? Nein, denn offiziell trank ich ja nur "gelegentlich ein Gläschen".
Es begann die Zeit, wo ich mir nachts, wenn ich wieder aufwachte sagte: "Ab morgen ist Schluß!" Ich habe mir das ziemlich lange gesagt.... Vor gut einem Jahr habe ich das Buch entdeckt und fasziniert gelesen. Da ich bereits ziemlich viele Vitamine und Mineralstoffe zu mir nahm, habe ich mich dafür entschieden nun endlich mit dem Alkohol aufzuhören. OK... jetzt - also HEUTE - habe ich seit vier Tagen nichts mehr angerührt. Ich habe mir die Wirkungsweise des Alkohols auf den Körper noch einmal genau durchgelesen und meine Nahrungsergänzungsmittel neu dosiert. Dank "Mr. Sandman " 🙃 schlafe ich gut und bin glücklich, dass heute meine Muskelschmerzen das erste Mal fast verschwunden sind. Ich bin hoch motiviert - habe ich doch vor 20 Jahren erfolgreich meine Karriere als Raucherin beendet - weiss aber auch, dass die Gefahren bei Alkohol überall lauern. Ich muss nur abends meinen Mann bitten, mir auch ein Bier zu öffnen - dann bin ich wieder dabei. Aber hey! Einfach kann jeder, oder? 😀
@ansu Herzlich willkommen und Gratulation zu deiner Entscheidung und deinen guten Start. Ich lebe seit Anfang d. J. ohne Alkohol und mein Leben hat an Qualität gewonnen - ich schlafe besser, ich leide nicht mehr unter Ängsten und Verstimmungen, es geht mir rundum besser und ich kann mit Stress und Schwierigkeiten viel besser umgehen, auch wenn es die natürlich trotzdem noch gibt 😉 Am meisten schätze ich meine Freiheit und dass ich nicht länger als Sklavin des Nervengifts leben muss. Ich wünsche dir weiter viel Erfolg!
Hallo Ansu,
schön, dass es dir gut geht. Ich habe auch alkoholfreie gute Tage.
Aber es gibt vor Allem jetzt im November auch sehr dunkle Tage, die mir
persönlich sehr zusetzen. Da werde ich schonmal schwach, dir alles Gute,
am Besten den Alkohol komplett raus aus dem Haus, viel Erfolg weiterhin.
@vollhorst Ist Dein Vitamin D-Spiegel in Ordnung? Der haut die Stimmung in den lichtarmen Monaten gern nach unten ...
Moin,
ja ich denke, das ich da was tun muss,
komme gerade von der Blutabnahme, vor Allem wegen der Leberwerte.
Die waren bei mir aber immer gut, auch nach Partys, wo ich kräftig gefeiert
habe. Mal schauen, wollte am Dienstag zu einer Selbsthilfegruppe, mal
schauen. Gehe aber jeden Tag mit dem Hund von älteren Leuten 2 Stunden
in die Natur, der Köter 😂 dankt es mir.
Vielen Dank für deinen Hinweis, ich kümmere mich darum, dir einen schönen
Tag, danke für dein Mitgefühl.💪😊





