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Hallo liebe Forengemeinde.
Ich bin 37 Jahre alt und habe in der Jugend (14-15) meine ersten Erfahrungen mit Alkohol gemacht.
Mit 16 Jahren habe ich eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau in einer Erlebnisgastronomie begonnen.
Da war jedes Wochenende Tanzveranstaltung und ich arbeitete ab dem 2. Lehrjahr am Freitag und Samstag immer von 18-8 Uhr, verbrachte meine Pausen auf der Tanzfläche und bekam am Abend mindestens 3 Drinks ausgegeben von Gästen. So hat alles angefangen....
Ich überspringe mal die Jahre bis zu meiner ersten Entgiftung.
2011 habe ich mich einweisen lassen. Gott sei Dank hatte ich keine Entzugerscheinungen- das habe ich bis heute nicht. Und wenn ich in einer Klinik bin oder auch auf Entwöhnung (die berühmte Käseglocke) habe ich auch kaum Suchtdruck.
Ich habe 2011 eine AEB für 12 Wochen stationär gemacht, 2013 eine Tagesklinische AEB auch für 12 Wochen und 2016 eine für 28 Wochen, weil ich noch 3 weitere Diagnosen habe. Borderline, Spielsucht, Panikstörung und generalisierte Angststörung.
Nach den stationären Aufenthalten hielt meine Abstinenz im Schnitt für 1-2 Jahre.
In den letzten 2 Jahren hat sich mein Konsum allerdings sehr verstärkt, zum Schluss trank ich jeden Tag (ich begann irgendwann schon 13 Uhr) 2 Flaschen Wein.
Am 11.09 bin ich jetzt wieder für 5 Tage in die Entgiftung gegangen. Und hatte dort das Buch von Gaby in 2 Tagen durch. Habe mir alles auf meine Amazon Liste gesetzt aber erstmal nur Gaba bestellt (ging Geldtechnisch nicht anders) bis ich anfangen konnte alles zu nehmen ( 1.10) habe ich 4x getrunken. 😒
Bis heute habe ich durch gehalten. Wobei ich sagen muss, ich muss tatsächlich einen eigenen Rythmus mit der Einnahme einhalten. So früh zu frühstücken habe ich versucht, aber dabei ist mir schlecht geworden...
Ich merke, dass mir die Mittel sehr gut helfen und hoffe sehr, dass ich es schaffe.
Nichts desto trotz muss ich sagen, etwas in seinem Leben zu ändern ist das A und O. Das habe ich nach meinen Therapien nie getan und so bin ich immer wieder in das alte Muster gefallen.
Woher die Kraft nehmen? Ich bin guter Hoffnung das die B Vitamine mir bei meiner Angst helfen. Denn meine Angst ist der größte Faktor dabei, etwas zu ändern in meinem Leben.
Ich merke schon einen Unterschied nach den paar Tagen der Einnahme. Den habe ich auch schon gespürt als ich im Mai von Allesesser auf Vegan umgestiegen bin. Auch wenn ich gelesen habe, das Veganer es scheinbar Allen unter die Nase reiben wollen, so muss ich dazu sagen- ich will damit den für mich postiven Aspekt einfach anmerken- die Selbstwirksamkeit- die ich dabei erfahren habe, spielt dabei auch eine grosse Rolle.
Ich freue mich sehr, hier zu sein und mich mit Anderen austauschen zu können.
Liebe Grüsse LadyGuderian 🙂
@ladyguderian wow! und du bringst es auf den Punkt: "Nichts desto trotz muss ich sagen, etwas in seinem Leben zu ändern ist das A und O. Das habe ich nach meinen Therapien nie getan und so bin ich immer wieder in das alte Muster gefallen."
@ladyguderian Herzlich willkommen und viel Erfolg. Das mit dem eigenen Rhythmus muss jeder rausfinden für sich, denke ich. War jedenfalls bei mir auch so. Heute nehme ich keine NEM mehr bis auf die Two per day, habe nur noch mehr als Talisman immer zwei GABA in der Geldbörse, das ist alles.
Herzlich willkommen hier. Ich bin auch so ein Angsthuhn, hatte in meinej jungen Jahren eine gerealisierte Angststörung mit Panikattacken. Da hab ich zum Glück noch nicht getrunken! Psychische Probleme und Alkohol sind ein echter Teufelskreislauf, irgendwann weiss man gar nicht mehr, was zuerst war. Ich kann nur von mir sprechen: ich bin wesentlich stabiler, weniger Gemütsschwankungen, keine Dramaqueen mehr seit ich nicht mehr trinke.
Ich finde es toll, dass du Unterstützung annimmst und dir Hilfe suchst. Das ist ein Zeichen von Stärke und es braucht eben oft mehrere Anläufe. Die Veränderungen im Leben sind wirklich wichtig. Ich hoffe, du arbeitest nicht mehr in der Gastronomie und bist nicht mehr in einem Freundeskreis, wo das Trinken im Mittelpunkt steht.
Alles Gute für dich und halte uns bitte am laufenden wie es dir geht.
Nina
Danke für deine so intensive Vorstellung - Herzlich Willkommen!
Ich muss mit den NEMs auch etwas jonglieren, nicht jeder Tag ist gleich, aber ich merke jetzt schon schnell, wenn ich doch noch einmal zusätzlich GABA brauche und wenn ich einen Kaffe brauche, weil der Blutdruck zu sehr absackt...
Natürlich ist es nicht leicht im gewohnten häuslichen Umfeld mit dem Trinken aufzuhören, aber am Ende muss man ja genau da dann bestehen und immer leben. Deswegen ist es so wichtig auch den Alltag zu verändern, damit es nicht nur in der "Käseglocke" klappt. Ich hatte auch kurz daran gedacht im Urlaub anzufangen, hab dies aber genau deswegen verschoben.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Erfog - Lillesol
@ninafisch lieben Dank für Deine Antwort.
Seit 2016 bin ich selbstständig im IT und Medienbereich. Um wieder raus zu kommen hatte ich Anfang 2019 begonnen 1 Tag im Restaurant aus zu helfen...fataler Fehler. Mache ich jetzt auch nicht mehr.
Das mit Freunden ist ein Problem. Generell habe ich eigentlich keine. 2 Bekanntschaften aus den letzten Monaten hatten eigentlich immer mit Trinken zu tun und ich denke, das ist erstmal kontraproduktiv. Also lasse ich das erstmal.
Liebe Grüsse 😊
@ladyguderian ja, die Trinkbekanntschaften würde ich auch lieber lassen. Das klingt einsam bei dir. Mit dee Zeit kannst du sicher Freunde finden und über Interessen, Hobbies Leute kennen lernen. Vielleicht würde dir auch eine Selbsthilfegruppe gut tun, um nicht alles mit dir selbst ausmachen zu müssen. Ich habe auch nur 2 Freundinnen, die Saufkumpanen von früher meide ich...uns verbindet nichts mehr.
Alles Gute für dich!
Hallo,
Nichts desto trotz muss ich sagen, etwas in seinem Leben zu ändern ist das A und O. Das habe ich nach meinen Therapien nie getan und so bin ich immer wieder in das alte Muster gefallen.
Woher die Kraft nehmen? Ich bin guter Hoffnung das die B Vitamine mir bei meiner Angst helfen. Denn meine Angst ist der größte Faktor dabei, etwas zu ändern in meinem Leben.
Ich kam und komme komischerweise im Moment ohne konkrete Änderung in meinem Leben klar. Alles läuft nach dem Saufen problemlos so wie vor dem Saufen – allerdings auch erst knapp ein Jahr und ich habe nie in meinem Leben kontinuierlich tage- und wochenlang durchgesoffen.
Tendenziell habe ich den Verdacht, dass die Muster bei mir zwar die alten sind, sich meine innere Haltung zu den Mustern aber unmerklich geändert hat. Du hast Angst etwas in Deinem Leben zu ändern? Dann ändere halt erstmal nichts, außer Deine innere Haltung zu Deiner Angst. Wie genau? Keine Ahnung! Vielleicht einfach nur so da sitzt und darüber nachdenkt. Wieso habe ich Angst, wie begründet ist diese Angst, usw. usf.
Öden Dich die guten Ratschläge an, weil Du sie schon X-Mal ergebnislos durch hast und Deine Situation voraussichtlich um ein vielfaches Belastender ist als die Meinige, bitte ich um Entschuldigung.
Gruß Matthias
@trosinette Hallo Matthias 🙂 Danke für Deine Antwort.
Schön, dass es bei Dir auch ohne Veränderung gut funktioniert. Das klappt sicher bei Einigen. Ich hoffte wahrscheinlich unbewusst ich würde dazu gehören 😉
Nein mich ödet das nicht an auch wenn ich sie in den letzten 10 Jahren immer mal wieder hörte.
Mir würde, wenn ich nicht ich wäre, genau das Gleiche einfallen 😋
Ich bin schon froh, dass sich an der Angst in den letzten Monaten was geändert hat.
Ich gehe auch zu einer Therapeutin und arbeite dort auf. Wir hatten erst eine Pause vereinbart, weil ich trank, nun beginnen wir Ende Oktober wieder. Ich freue mich schon drauf.
Meine jetzige Situation macht Angst bzw die Situation gänzlich zu ändern macht Angst. Wieso genau, das wäre auch zuviel zu schreiben. Also erstmal trocken bleiben und durchhalten. Eins nach dem Anderen.
Liebe Grüße
@ladyguderian Hallo, Lady! Wie schön, dass eine weitere Veganerin in unserer Runde ist. Ich lebe seit 11 Jahren pflanzlich und fühle mich nun, da ich endlich den Alkohol aus meinem Leben verbannt habe, richtig gut, fit und gesund. Alles Gute, ich drücke die Daumen und freu mich, wieder von dir zu hören.
Herzliche Grüße
Isabel





