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Hallo liebes Forum und alle die dazugehören.
Ich bin gerade 50 geworden und mein Leben war schon recht früh von Alkohol und Drogen geprägt.
Meine Mutter hatte immer schon getrunken und auf dem Dorf damals in den 70 igern war das Standart, das man bei den Nachbarn reihum zu Hause gefeiert hat.
Eskapaden waren bei den Saufgelagen vorprogrammiert und ich hätte es besser wissen müssen bei den Vorbildern meiner Kindheit.
Mit 14 dann das erste Mal Bierrausch. Dann einen Blackout mit 15 im Wald mit Jugendlichen bei Bier und Korn.
Mir schmeckte das alles nie. Umso besser fand ich dann mit 22 den ersten Kontakt mit Drogen wie z.b Koks.
Darauf fuhr ich voll ab, ich war so cool, und habe keine Gefühle wie Scham oder Angst gefühlt.
So wurde das Zeug zu meinem Katalysator.
Mein damaliger Freund war Dealer, sodass ich trotz Geldmangels ( Ausbildung ) immer genug davon zur Verfügung hatte. Mit den Drogen kam auch wieder Alkohol ins Spiel.
Nach ca. 13 Jahren Koks und Alk und einiger Probleme im Leben (ich habe dennoch immer einen Job gehabt und brav gearbeitet) habe ich von Heut auf Morgen entschieden, das mein Leben eine Wendung nehmen darf und ich habe einen Umzug und ein neues Leben ohne jegliche Drogen angefangen. Ohne Klinik oder Selbsthilfegruppe. Einfach durch Willenskraft und Schutzengeln. Doch der Alkohol, der ist geblieben. Schliesslich war es ja besser zu trinken, als Drogen zu nehmen. Das war immer meine Haltung.
Gesundheitliche Probleme kamen ganz langsam. Und ich wurde immer dicker. 14 Kg habe ich zugenommen und mag mich morgens nicht mehr im Spiegel ansehen.
Ich bin beruflich glücklich und erfolgreich, habe ein wunderschönes Zuhause und einen lieben Ehemann, der ebenfalls sehr erfolgreich im Beruf ist.
Der trinkt leider auch mehr als gesund ist.(das ist ein anderes Thema)
2018 habe ich das erste Mal ein Programm online absolviert, um 30 Tage ohne Alkohol zu leben.
Ihr kennt die Geschichte vielleicht auch von Euch selbst. Es hielt immer maximal 21 Tage und dann war der Belohnungs Drink eingegossen. Tja, heute schaff ich alle male 5 Tage und dann trink ich wieder.
Nicht mehr als eine Flasche Sekt oder 3 Dosen Gin Tonic, auch niemals beides, doch das reicht ja.
Ich habe einfach keine Lust mehr. Ich mag es nicht, wenn ich von einer Substanz kontrolliert werde, doch anders als bei den Drogen, ist Alkohol so sehr in der Gesellschaft verankert, das es mir schwerer fällt.
Habe das Buch (neben gefühlt 100 anderen) gelesen und habe wieder Hoffnung geschöpft. Der Ansatz, das der Stoffwechsel gestört ist, klingt plausibel und ich werde diesen Weg hier beschreiten.
Heut ist Tag 3 und ich finde mich langsam hier ein. NEM´s sind grösstenteils schon da und der Rest ist noch unterwegs.
Freu mich hier zu sein.
LG und einen schönen Sonntag noch
Sollte heute mal sowas wie "Lust" nach Abschalten durch Alkohol aufkommen, dann nehme ich es wahr, mache mir bewusst, dass hier etwas Altes in meinem Gehirn wirkt und verabschiede es wieder.
Ja, genau so ist es!
@lebenlieben schön, dass du wieder da bist. Krönchen richten und wieder durchstarten. Tagebuch ist eine super Idee. Mein Tagebuch findest du 👉 hier Inklusive Rückfall... vielleicht gibt dir meine Reise etwas Mut zum durchhalten.. liebste Grüße von der Mermaid 🧜♀️
@lebenlieben hallo zurück! Super, dass du zurück bist! Meiner Meinung nach ist es am Anfang am besten zu schaffen, wenn glückshormone fließen als Antwort auf den Entschluss, nie mehr zu trinken. Das hat bei mir mit Tyrosin und Phenylalanin geklappt. Die nems aus dem zweiten Monat.
Viel Erfolg wünscht Sabine
Einen wunderbaren verregneten Tag Euch allen
Mir gehts soweit ganz gut-Tag 8 heute. Ich schlafe in den letzten beiden Nächten schlechter- Kann an allem Möglichen liegen.Tippe auf Sonnenstürme etc. wundert mich nicht, wenn schon Wale in Massen stranden und orientierungslos sind, wie soll ich dann in der Spur sein.
Aber ich bin nüchtern-und das ist GUT
Tagsüber habe ich schon Eßgelüste und mich mit Süssem eingedeckt, doch dann schleicht sich das schlechte Gewissen ein, weil ich ja auch auf mein Gewicht achten will, doch wie liest es sich überall, ERST nüchtern werden, DANN der Rest.
First Things first.
Und so handhabe ich das auch.
Warum bei all den NEMs jetzt ne Erkältung dazu kommt, bleibt mir ein Rätsel. Denn demnach müsste ich ja strotzen vor Gesundheit. Allerdinds sind das sicher noch die Nachwehen vom geschundenen Immunsystem.
Also Ihr Lieben, ich bin noch dabei und lese hier und da mit.
Habt einen tollen Freitag
@lebenlieben dir auch einen tollen Freitag! (und ein schönes Wochenende). Ich betrachte die ersten 30 Tage als meine absolute Wohlfühlkur. Da wird gegessen auf was ich gerade Lust habe - im 2. Monat kommen dann ein paar kleine Einschränkungen und ab dem 3. Monat möchte ich wieder Intervallfasten. Aber das mache ich nur, wenn mir mein innerer Eindruck das "go" erteilt. Ich muss sagen, ich genieße diese 30 Tage sehr. Ausser auf Alkohol und Nikotin verzichte ich auf nichts und zwinge mich auch zu nichts. Tut richtig gut! 😉
@ela Danke-das ist sicher eine gute Idee, doch mein innerer NERD schimpft immer, wenn ich mich ins Süsse verirre. ist aber dennoch glaub ich eine schöne Ablenkung, denn wenn ich mit Verzicht kämpfe, wirds nicht schön und ein Rückfall is vorprogrammiert. GLG
@lebenlieben ein Marathonläufer kippt nach dem Laufen auch erstmal um. Und nichts anderes passiert nach dem biochemischen Marathon mit dem Körper. Nimm es einfach an. Dein Körper zeigt dir in der nächsten Zeit ganz genau, was er braucht. Du machst das super!
@mermaid Danke-ich schlafe viel und habe Gott sei dank auch die Zeit dafür. Und das passende Wetter ja auch. Bin auch sehr emotional. Aber das ist ok, dafür schreib ich viel und kümmer mich um mich.
Und Schokolade ist mein Helferlein
GLG





