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Ich heiße Ulrich und bin Alkoholiker, nach 30 Jahren exzessiven Trinkens bin ich seit knapp 23 Jahren trocken.
Herzlich Willkommen, lieber Ulrich,
wow. Hut ab. Wie ich das überschaue, bist Du damit wirklich hier derjenige, der am längsten trocken ist. Toll!
Darf ich fragen, was Dich hierher führt? Ich freue mich natürlich riesig, dass jemand mit einem so reichen Erfahrungsschatz jetzt bei uns ist.
Ich wäre, wenn Du magst, sehr gespannt darauf, mehr über Dich zu erfahen. Wie geht es Dir heute, bist Du zufrieden trocken und noch so vieles mehr.
Fühl Dich wohl bei uns, schön, dass Du da bist.
Viele Grüße
Gaby
Hallo Gaby, vielen Dank für die freundliche Erwiderung. Du willst mehr über mich wissen? Okay, ich habe die klassische Alkoholikerkarriere durchlaufen, angefangen hat es als ich ungefähr 14 Jahre alt war, Jugendgruppe Wanderverein, ich war der Jüngste aber weil ich Akkordeon spielte war ich sehr begehrt und wenn man ausging tranken alle Bier und da konnte ich ja nicht zurückstehen. Ich habe dann Musik studiert, war in einem Orchester und gegen das Lampenfieber half Bier, Wein oder auch stärkeres und so ging es weiter, Stelle verloren, Stelle wieder bekommen usw. und zwar durch ganz Deutschland (fast). Beziehungen gingen in die Brüche, Führerschein weg, Entgiftungen im Krankenhaus oder allein zu Hause, 2 LZT, etliche Kurzzeittherapien. Dann 1998, ich war 48 Jahre alt kam ich ins Grübeln, ich wußte, Alkis sterben zwischen 50 und 60 oder werden zum Pflegefall, das wollte ich nicht, außerdem hatte ich da gerade eine Frau kennengelernt und ich hab nochmal eine 6wöchige Kurzzeittherapie gemacht, seitdem bin ich trocken mit 1 Rückfall 2001. Ich bin hier, weil ich es für gut halte ab und zu zurück zu denken und dankbar sein dass es mir heute gut geht und vielleicht kann ich dem einen oder anderen erzählen, dass man auch aufhören kann und dass es einem gut geht.
Liebe Grüße
Ulrich
Spitze! Herzlich willkommen!
Herzlich willkommen!
Guten Abend, ich habe mich hier vor einer Woche angemeldet, das Buch gelesen und will mir jetzt die NEMs besorgen.
Zu mir, ich habe in 13 Jahren 3 LZT gemacht, bin immer wieder rückfällig geworden, weil ich es mir nicht verzeihen kann, alk-abhängig zu sein. Ich tue mich sehr schwer mit der emotionalen Akeptanz meiner Krankheit. Natürlich weiß ich, dass ich abhängig bin. Das ist ganz klar. Ich besuchte vor Corona SHG, aber im Moment ist das ja eher schwierig.
Zur Zeit bin ich in einer ambulaten Behandlung mit mehr oder weniger Erfolg. Ich habe jetzt wieder Tag 3 geschafft
und es sollen weitere folgen. Einen schönen Abend an alle , ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und natürlich teile ich meine auch gerne.
Eine Frage hätte ich dann doch noch, wie komme ich eigentlich an die ganzen NEMs. Über den Hausarzt, Heilpraktiker oder Mr. Google. Hat jemand einen Tipp. Das würde mich freuen.
Schönen Abend
Natascha
Willkommen. Hier im Forum kursiert eine Liste zur NEM-Beschaffung, weiß aber aktuell nicht, wer sie hat. Einen Teil bekommt man in Fitnessshops, auch Amazon ist da gut sortiert.
@ulrich
Meinen tiefen Respekt und Hut ab. Ach ja, bitte. Erzähle es hier vor allem unseren Neulingen, dass es gelingen kann. Und vor allem: Dass das Leben ohne Alk eben kein Jammertal ist. Die Aussicht auf "nie wieder" macht den meisten ja Angst. Ich weiß: Nur heute das erste Glas. Aber das ist für die Neulinge ja nun mal schwer.
Gerne, gerne mehr von Dir!
Liebe Grüße
Gaby
Herzlich Willkommen hier auch von mir. Zu den NEM: Nix Heilpraktiker, nix Arzt. Tante Google, vieles bei amazon. Ich habe hier ja schon einiges so weit beschrieben, wie ich es rechtlich darf (scrollen!) . Ansonsten lohnt sich mal eine Nachfrage bei @angelina .
Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl hier, halte uns bitte auf dem Laufenden.
Liebe Grüße
Gaby
@gaby_guzek vor Jahren, als ich noch so richtig tief drin steckte sagte mir ein trockener Alkoholiker: Ich bin froh ein Alkoholiker zu sein! Hä? Ich dachte, der spinnt. Heute sag ich dasselbe. Du fragst warum. Ich habe unwahrscheinlich viel gelernt, über mich, über Probleme und wie man sie löst, weil die sind ja nicht weg blos weil ich keinen Alkohol mehr trinke. Ich habe gelernt zu reden und mich nicht hinter einer Flasche zu verkriechen, und das ist für mich das Wichtigste: Reden, reden, reden auch wenn es dadurch schwierig wird und weh tun kann. Ich bin jetzt fast 71 Jahre alt (im Mai), ich hab 20 000 € Schulden und bekomm ein bisschen Rente aber ich bin froh und zufrieden, meistens jedenfalls und ich brauche kein Suchtmittel dazu, ich arbeite bei einer sozialen Einrichtung und bin dort Suchtbeauftragter und es ist ein tolles Leben ohne Alk, vorher war es eher ein vegetieren.





