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hallo und guten Morgen,
auf der Suche nach dem festen Willen für ein Leben ohne Alkohol habe ich mich heute Morgen hier angemeldet. Das Buch habe ich letzte Woche gelesen...... mein Wille ist irgendwie noch nicht stark genug. Ich schiebe, schiebe und schiebe den ersten Tag ohne Alkohol hinaus. heute werde ich mich mal im Forum einlesen, da ist bestimmt was für mich dabei.
Liebe Grüße
Gundelrebe
Hallo und guten Abend,
gerade habe ich die Checkliste abgeschickt und beginne am 1.7. mit dem Programm. Ich fühle mich wie auferstanden. Seit gestern bin ich am räumen und putzen ...und das tut gut. Ich habe mich hinter einer Depression versteckt. So habe ich es für mich und die anderen übersetzt, weil ich alles hab schleifen lassen. Am Abend in Hochstimmung mit Alkohol habe ich bestellt und war voller Pläne, am anderen Tag brauchte ich bis zum Nachmittag, um mich einigermaßen wieder hin zu kriegen. Ein wichtiger Punkt für den Ausstieg ist, dass ich Angst vor der Einsamkeit habe. Durch mein Chaos habe ich mich immer mehr zurückgezogen. Jetzt in Quarantäne musste ich dieses Chaos aushalten. Ich kann mich nicht mehr richtig unterhalten, da meine Gedanken sich um den Entspannungscocktail drehen. In dieser Quarantäne konnte ich schon zeitig ein Aperölchen trinken, um meine Einsamkeit besser auszuhalten. Dieses Muster kenne ich aber auch aus meinem Leben: ein schöner Sonntag beginnt mit Sekt zu Frühstück, eine Wanderung endet in einer Kneipe, ein Ausflug endet mit Suff.....
Gestern hatte ich noch am Abend meine Vorräte verbannt, was wirklich viel Arbeit war, da ich mir schöne Sommerweine für entspannte Stunden im Garten gebunkert hatte. Ich war erstaunt, was ich alles horte. Gestern Abend habe ich auch meinen Kühlschrank ausgewaschen und von alten Lebensmitteln befreit. Ohne Alkohol hab ich einigermaßen gut geschlafen. Nicht schlafen können ist übrigens eine große Angst, die ich jeden Tag mit mir rumtrage. Mit Alkohol bin ich zwar eher ins Koma gefallen, aber ich hatte nicht diesen Einschlafstress. Heute war ich sehr damit beschäftigt warum ich nicht mehr trinken will. Ich habe eine Menge Punkte gefunden und gehe den Ausstieg bewusst an. Ich lese im Buch, organisiere meinen Ausstieg..... so hat der positive Corona Test doch was positives für mich
Ich freue mich auf das schöne Leben, das vor mir liegt.
Ohne Alkohol hab ich einigermaßen gut geschlafen. Nicht schlafen können ist übrigens eine große Angst, die ich jeden Tag mit mir rumtrage. Mit Alkohol bin ich zwar eher ins Koma gefallen, aber ich hatte nicht diesen Einschlafstress.
Das war bei mir im letzten halben Jahr bisher die einzige Situation, in der kurz der Gedanke an Alkohol aufflackerte, nicht bedrohlich oder bedrängend. Ich schlafe viel besser ohne Alkohol, manchmal lassen mich Stress und Sorgen um meine Lieben jedoch nicht gleich einschlafen. Wenn ich dann um halb zwei hin und wieder (trotz ShaktiMatte und Gaba) noch wach liege, erinnere ich mich noch gut - wie du es auch beschreibst -, dass mich die halbe Flasche Wein damals zwar ruhig stellte, aber dies eher einem Koma glich als einem erholsamen Schlaf. Und die Arbeit am Morgen danach war sehr mühselig und nur recht und schlecht mit Aspirin & Co zu meistern, außerdem plagten mich damals oft Ängste und depressive Gedanken. Deshalb: Es ist 10x besser, ausnahmsweise mal nur 5 Stunden zu schlafen, als 8 Stunden mithilfe eines Schlummertrunks (wenn man diese verniedlichende Form dafür noch verwenden kann ...)
Du kannst dich wirklich auf das freie Leben freuen, das vor dir liegt! Es lohnt sich - alles Gute für dein Vorhaben!
@gundelrebe Ich wünsche Dir viel Erfolg! Ich war Betatester für das Programm und fand es hilfreich, um über die ersten 30 Tage zu kommen ... die gar nicht so schlimm waren mit den NEM, gar nicht, aber es führt ein tiefer in das Problem ein, das man mit sich rumgeschleppt hat.
Alles Gute!
Auch von mir alles Liebe und Gute. Dein „Entrümpeln“ und Reflektieren hören sich so gut an, dass mit deiner Motivation und der Unterstützung hier aus dem Forum, dir dein dich „Trocken legen“ bestimmt gelingt. Schlechten Schlaf kannte ich über 30 Jahre lang. Die Ursache dafür meinte ich in allen möglichen Dingen zu finden, nur nicht wirklich im Alkohol. Und heute, nach so kurzer Zeit des Ausstiegs und mit den NEMs, schlafe ich so gut, tief und erholsam, dass ich gewillt bin an Wunder zu glauben. Jeden Morgen wache ich auf, danke Gott, Gaby und ihrem Team und MIR, dass ich mich für den Ausstieg, das Buch und das Programm entschieden habe.
Viel Erfolg und baldigen gesunden, erholsamen und regenerierenden Schlaf!
LG und „Guu Noocht“😴
@gundelrebe viel Erfolg und vor allem gute Besserung! Toll, wie du das Thema angehst...
@gaby_guzek wieder mal perfekt auf den Punkt,gebracht, merci. Der feste Wille aus dem tiefsten Innern , also eine Entscheidung gegen Alkohol, ist tatsächlich eine Entscheidung für ein ganz anderes, wahrhaftiges Leben.
@gundelrebe Toll, wie offen Du bist. Das Räumen und Ordnen, das Trennen von Alkohol im Haus und von anderen Dingen waren auch bei mir ein wichtiger Schritt um in mir drin aufzuräumen und einen klaren unverstellten Blick auf mich zu haben. Auch die Angst kenne ich. Darüber sprechen hilft. Hier findest Du Gleichgesinnte - schreib also gerne. Weiter alles Gute
Dafür, dass Du grad noch vor drei Tagen "auf der Suche nach dem festen Willen für ein Leben ohne Alkohol" warst, legst Du aber ein sauberes Tempo hin, Mann, Mann, Mann. Respekt 😀
Bleib dran, es lohnt sich so sehr! Und auch das mit dem Schlaf regelt sich.
Liebe Grüße
Gaby
Heute ist Tag 3 ohne Alkohol. Am Vormittag habe ich meine Bestellungen für die NEM erledigt. Letzte Nacht war ich sehr oft wach und wollte immer irgendwas regeln. Für mich ist hier sehr viel neu, da ich keinerlei Forumserfahrung habe. Ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ich was schreibe. Ich bin dankbar für die vielen Beiträge und die Ehrlichkeit und Offenheit der Menschen. Nach mehr als 45 Jahren Alkohol ist es Zeit, ehrlich zu mir zu sein. Ich hatte 2 x 1 Jahr ohne Alkohol ( Schwangerschaft, Krebserkrankung). Ich weiß, wie froh und frei ich mich gefühlt habe. da geh ich wieder hin. Mir reicht es jetzt mit dem trinken. Meine Regenerationszeit wird immer länger. Im letzten Jahr habe ich mich auch in eine tiefe Depression manövriert. Die täglichen Schuldgefühle und die Überforderung haben meine ganze Energie gebraucht. In meinem Umfeld waren meine Wutanfälle gefürchtet, deshalb habe ich mich zurückgezogen. Mir fehlte oft jegliche Kontrolle über meine Emotionen. Heute bin ich Tag 13 Corona positiv. Es ist eine lange Zeit, die ich aber auch gebraucht habe, um nicht mehr wegzulaufen. Ich habe geräumt und geputzt, um mein äußeres Chaos in den Griff zu kriegen. Ich schaue in einen wohlgefüllten sauberen Kühlschrank und mir fällt immer wieder auf, wie leer die Tür ist. Bei jedem Kühlschrankbesuch ist da eine Erinnerung....
Ich bin gerade sehr berührt und auch etwas ängstlich vor sooo viel Neuem
LG Gundelrebe
Ich bin gerade sehr berührt und auch etwas ängstlich vor sooo viel Neuem
Liebe Gundelrebe!
Auch von mir alles Gute für den Start!
Ja, so etwas völlig Neues hat immer auch ein bissl was beängstigendes. Aber das gehört ja auch dazu, beim Start in eine neue, unbekannte Welt.
Wenn man weiß, wie es ausgeht, ist es kein Abenteuer 😉
Das mit der längeren Regenerationszeit kenne ich von mir auch: man ist halt keine 20 mehr, und dadurch wird irgendwie der Preis für den „entlastenden Rausch“ immer höher. Ist ja vielleicht auch ein Stück weit Motivation, wenn die „Belohnung“ durch Alkohol auch tatsächlich immer mehr spürbare Qualen nach sich zieht.
Für mich ist hier sehr viel neu, da ich keinerlei Forumserfahrung habe. Ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ich was schreibe.
Du schreibst doch super 😊
Ich finde es immer sehr hilfreich, in einem anonymen Forum einen Austausch mit anderen Betroffenen zu haben. Und ich persönlich nutze so ein Forum dann auch gern als eine Art Tagebuch. Das kann ich wenigstens nicht verlegen… 🙄 🤣
Dir einen guten Start und: man liest sich!
Herzliche Grüße!





