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Guten Morgen,
ich bin seit 4. März nüchtern und auch in diesem Forum und möchte heute ein wenig über mich schreiben.
Ich bin 58 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2 erwachsenen Söhnen und seit März 2020 Oma. Seit 2017 sind beide Kinder "richtig" aus dem Haus und im Rückblick weiß ich, dass das der Beginn meines stark ansteigenden Alkoholkonsums war. Mein Mann beruflich stark eingebunden, Wochenendehe und sonst keiner mehr da, der mich brauchte. Da half nach getaner Arbeit und dem Freizeitprogramm der Rivaner vom Weingut meines Vertrauens sehr gut. Es war nicht so, dass ich nach der Arbeit auf der Couch lag und trank - nein, ich ging zum 2x die Woche zum Sport, traf mich mit Freunden - aber zu Hause musste die Flasche immer noch leer werden :-(.
2013 kam ich in die Wechseljahre - die mich total ausbremsten, aber ich machte weiter Sport und mein Programm - Stress pur für den Körper. Gewichtszunahme und es fiel mir alles schwerer. Oft blieb ich dann auch mal einfach auf der Couch (sehr zur Freude meines bewegungsfaulen Mannes) und nahm noch mehr zu. Im März 2019 erkrankte meine Mutter unheilbar an Lungenkrebs, von da an führten meine Schwester und ich zusätzlich noch diesen Haushalt und kümmern uns bis heute um unseren Vater (Parkinson), der stur, undankbar und egoistisch ist. Mutter starb im März 2020 und Vater macht uns seitdem das Leben schwer. Ich habe 70 km einfach zum ihm und bin trotzdem immer parat, wenn etwas ist. Ich merkte, dass ich immer träger und müder wurde und konnte es mir nicht erklären - ich schlief 7-9 Stunden und kam nicht zu mir. Im Sommer 2021 haben mein Mann und ich Urlaub gemacht und er merkte, dass ich nachts Atemaussetzer habe - nach dem Urlaub zum HNO und dann ins Schlaflabor. Befund: 42 Atemaussetzer in 1 Stunde - da kann man nicht fit sein. Seit November habe ich ein Gerät und ich erhole mich zusehends. Nun lasse ich das noch mit dem Suff und es geht mir von Tag zu Tag besser.
Huch, nun ist es ein sehr langer Text geworden .... 🙂
Liebe Grüße aus Rheinhessen
Herzlich willkommen hier! Du trägst ja ein ganz schönes Päckchen und ich wünsche es dir sehr, dass du wirklich und für immer den Ausstieg schaffst. Dabei ist das Forum hier eine große Unterstützung. Du bist auch Oma, genau wie ich und für mich waren meine Enkelkinder ein wesentlicher Faktor, es mit dem Alkohol ganz zu lassen.
Kurz bevor ich aufgehörte, zeigte mir mein Sohn das Ultraschallbild seines Babys und das hat mich sehr motiviert.
Ich wünsche dir, dass du deine gesundheitlichen Probleme los wirst und weiterhin alles Gute.
Liebe Grüße
Isabel
@kleines_2903 die Väter… oh man…
Aufopfern ist nicht alles.
ich habe in diesem Forum schon so viel Dampf abgelassen über ihn.
seit dem ich ohne Alkohol bin und in der Therapie mir über Narzissmus bewusst geworden bin, lerne ich ihn loszulassen.
mit 84 Jahren wird es auch Zeit 😉
also er, nicht ich.
ich bin nicht mehr abrufbar, so wie die Jahre davor. Ich lebe mein Leben und kümmere mich, wie es für mich passt.
lieben Gruß
sandra
@cairni - ja, einfach nur Tochter sein, ist schon lange vorbei und dazu noch eine Schwester, die sich aufopfert und das gleiche von allen anderen auch erwartet. Vater hat eine Pflegerin 24/7 im Haus und "es geht ihm nur gut, wenn wir (Töchter) um ihn sind. Ich möchte gerne, die Zeit, die uns noch bleibt, mit ihm verbringen, aber mich nicht um den ganzen Alltagsscheiß, den ein großes Haus mit sich bringt, kümmern. Er wird 86 - es ist wohl absehbar
@kleines_2903 was willst Du?
Es allen recht machen?
was kannst Du abgeben?
ich habe im Ohr den Satz, den ein Arzt zu meiner Mutter, meiner Oma und mir sagte, als es um meinen Großvater ging (Alzheimer/Parkinson)
„Drei Frauen schaffen nicht diesen Mann - aber dieser Mann schafft drei Frauen“
das musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen und lernen!
lieben Gruß
@cairni du hast vollkommen recht, allen recht machen, kann niemand.





