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ich bin die Tochter eines Alkoholikers, der durch den Alkoholismus eine Epilepsi entwickelt hat. War er nüchtern, war er der tollste Vater, war er betrunken, war es die Hölle.
Ich habe schon sehr früh begonnen und war schon als Jugendliche oft betrunken. Ich trinke also schon seit mehr als 30 Jahren, habe aber relativ gut meine Schwangerschaften und Stillzeiten alkoholfrei hingekriegt. Seit ein paar Jahren ist es aus dem Ruder gelaufen. Ich kann gar nicht genau sagen woran es liegt. Sicher hat die Pandemie enthemmt. Insgesamt funktioniere ich aber beruflich noch ganz gut. Aber ich hatte Unfälle mit zum Teil irreversiblen Folgen, ich habe eine Polyneuropahtie entwickelt und ich habe Sachen gesagt und getan für die ich mich in Grund und Boden schäme. Die Scham ist eh ein großes Thema, darum würde ich mich auch keinem Arzt anvertrauen wollen. Am allerschlimmsten sind für mich die Filmrisse. Was habe ich gesagt? Was habe ich getan? Wie bin ich nach Hause gekommen. Das Schwitzen, das Zittern, Magenschmerzen, Übelkeit, schlechter Schlaf....Und ich habe entsetzt bemerkt, dass ich morgens einen Schluck trinke, damit es besser wird. Es ist verrückt, was man sich antut. Und ich habe keine offensichtlichen Gründe. Meine Leben ist gut. Toller Mann, toller Job, schönes Zuhause.
Ich mag so nicht mehr leben. Mit meiner Coronainfektion Mitte Dezember habe ich aufgehört. Ich war einfach zu krank. Es gab seitdem zwei Abende, wo ich rückfällig geworden bin. Ich bin noch nicht stabil. Mir ist klar, dass ich neue Rituale brauche und Bewältigungsstrategien. Und ich würde gerne verstehen, wie es zu diesem Ausmaß gekommen ist.
Ich bedanke mich schon jetzt für den Austausch und freue mich Gleichgesinnte getroffen zu haben.
Liebe Grüße
Rosen
@trosinette Ich freue mich, dass du damit gute Erfahrungen gemacht hast, aber hier vor Ort in Präsenz ist für mich völlig undenkbar. Das Gespräch hilfreich sind, davon bin ich fest überzeugt, darum war ich ja auch auf der Suche nach Online-Angeboten.
Beim Programm hier fällt mir auf, dass die Nahrungsmittelergänzung wirklich in der Gesamtheit sehr kostspielig sind. Auch das ist aktuelle ein bisschen schwierig. Ich scheine also noch auf der Suche nach dem richtigen Weg und der richtigen Unterstützung zu sein 😌.
Beim Programm hier fällt mir auf, dass die Nahrungsmittelergänzung wirklich in der Gesamtheit sehr kostspielig sind.
Das ist auf dem ersten Blick tatsächlich ein Batzen. Andererseits sparst Du aber, wenn Du nicht trinkst. Die Kosten waren bei mir schnell raus
Ich scheine also noch auf der Suche nach dem richtigen Weg und der richtigen Unterstützung zu sein
Aber nein. Du hast sie doch schon gefunden! Herzlich Willkommen auch von mir erstmal, schön, dass Du bei uns bist.
Zu den NEMs ein Wort von mir. Sie haben mir persönlich sehr geholfen. Sie sind aber nur eine Option, eine Unterstützung. Du findest hier im Forum genügend Menschen, die es genauso ohne geschafft haben.
Außerdem, so als kleine Anregung: Zähl doch mal zusammen, was Du in einem Monat für Alkohol ausgegeben hast. Nur so ganz grob. Und rechne das gegen.
Liebe Grüße Dir, auch Du schaffst das!
Gaby
Beim Programm hier fällt mir auf, dass die Nahrungsmittelergänzung wirklich in der Gesamtheit sehr kostspielig sind. Auch das ist aktuelle ein bisschen schwierig. Ich scheine also noch auf der Suche nach dem richtigen Weg und der richtigen Unterstützung zu sein 😌.
Da hast du natürlich recht. Wobei ich, als ich mal meinen Alkoholkonsum zusammengerechnet habe, schnell auch auf recht hohe Beträge kam. Und die würden ja dann wegfallen 😊. Ich wünsche dir viel Weisheit bei deinen Entscheidungen!
@rosen machs dir leichter und nimm die NEMs - die Kosten hast du schnell herinnen, denk dran, was du für Alk ausgegeben hast (wie dir schon einige gesagt haben) - das amortisiert sich, sozusagen, recht schnell sogar. Mir ist es jedenfalls so ergangen, dass die "Quälerei" weggegangen ist, und diese Selbstgeißelung, weil man glaubt, man müsse es doch einfach schaffen, nur so, übern Willen ... WARUM??? Wenn ich doch gesehen hab, wie es hilft, wenn ich meine Depots auffülle, wie meine Nerven stabiler werden, die Nervosität weggeht, der Schlaf wiederkommt, die Panikattacken zurückgehen, die Haut schöner wird, die Haare kräftiger, usw. usf. - also beiß rein und mach es ganz. Wirst sehen, es tut dir gut!
@rosen ich bin auch ziemlich "bekannt" hier im Ort und auch darüber hinaus - aber ich hab die verblüffende Erfahrung gemacht, dass ALLE, wenn ich drüber rede, mich NICHT (wie ich dachte) verachten oder auslachen, mir ausweichen oder mich peinlich finden usw., sondern (Reaktionen 1-3-unendlich): sofort beteuern, dass sie eigentlich auch zu viel trinken und weniger sollten ... es bewundernswert finden, dass ich es schaffe, beneidenswert, dass ich so mutig bin und es eingestehe, sofort jemand in ihrem Umfeld kennen, der auch aufhören sollte, Episoden aus ihrem eigenen oder anderen Trinkerleben erzählen usf.
@gaby_guzek Vielen Dank für das Willkommen. Die Gegenrechnerei ist wirklich interessant. Eine Freundin, die auch sicher zu viel trinkt, probiert sich gerade im DryJanuary und sagte mir gestern, dass sie nicht bereit wäre Geld für einen guten Obstsaft auszugeben. Verrückt, dass das beim Wein kein Thema ist.
@krokodil_ Na, wenn man auch noch schöner wird :). Ich fand die Argumente im Buch schon überzeugend. Vitamin D3 und B12 substituiere ich ärztlich verordnet sowieso schon.
@krokodil_ Das ist beeindruckend und hätte ich nicht gedacht. Ich bin ein zugewandter und offener Mensch und eigentlich hätte ich nicht so gerne dieses große Geheimnis, aber wer weiß, ob es überhaupt ein Geheimnis ist.
Darf ich nach der Dosierung fragen? Es interessiert mich immer, was Ärzte da so verordnen. Habe da schon die dollsten Dinge erlebt.
Nur, wenn Du magst. Du musst nicht.
Liebe Grüße





