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Liebe Mitbetroffene,
ich war schon mal hier. Vor einem oder zwei Jahre? Bin hochmotiviert gestartet und gescheitert. Dunkle Zeiten liegen hinter mir. Dabei war ich (fast) immer hochfunktional unterwegs. Aber die Fassade bröckelt. Ein Suizid eines Freundes, der alkoholabhängig war, hat mein Leben ins Wanken gebracht. Meine Gesundheit ist schlecht und ich weiß, dass es kein gutes Leben mit Alkohol für mich geben kann. Ich kenne allerdings auch die trügerische Anfangseuphorie und weiß, dass ein Aufhören nach 30 Jahren schwer sein wird. Und nein (für eventuelle Nachfragen) ich kann nicht in eine Klinik gehen. Ich kümmere mich um meine demenzerkrankte Mutter.
Also auf ein Neues. Danke für diese Möglichkeit hier.
@alea Liebe Alea
Erst mal Glückwunsch zu deinem Neustart! Der erste grosse Schritt ist gemacht.
Natürlich ist es nach 30 Jahren schwer, mit dem Trinken aufzuhören, doch es geht. Ich bin nun 75, lebe seit einem Jahr alkoholfrei und war mein Leben lang funktionierende Trinkerin.
Ich empfehle dir die NEM. Ich war anfangs skeptisch, habe dann doch das volle Programm geschluckt und war positiv überrascht.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass dein Neustart gelingt! Trine
Danke liebe Trine für die freundliche Begrüßung und Respekt, dass du es geschafft hast. Was hat sich durch deine Abstinenz verändert?
Die NEMs habe ich, aber sie zu schlucken fällt mir schwer. Ich bin mehrfach Magen-Darm operiert. Keine Ahnung, ob es daran liegt, aber sie sind mir echt zu groß und ich meine, dass ich Magenschmerzen davon bekomme. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.
@alea Liebe Alea
Trinkst du genügend Wasser zu den Tabletten? Ich kann da leider nicht wirklich mitreden, denn das Tablettenschlucken fällt mir leicht.
Ich habe übrigens auch mehrere Anläufe unternommen, bis ich dann endlich aufhören konnte. Bei vielen gehört das wohl dazu.
Was sich verändert hat? ALLES! Ich fühle mich besser, gut leider nicht, denn ich habe eine Polyarthrose, die mich stark einschränkt. Ich habe einen klaren Kopf, keine Schuldgefühle mehr, wache morgens ohne Brummen im Kopf auf etc. pp. Ich geniesse beispielsweise das Gefühl, dass ich jederzeit autofahren kann, mir nicht überlegen muss, welchen alkoholisierten Stuss ich mündlich oder schriftlich verbreitet habe. Und so vieles mehr.
Ich habe mich auch von Menschen getrennt, von denen, die mir nicht gut taten, die mich benutzt haben. Ich kann inzwischen klar entscheiden, was mir gut tut und was nicht.
Du hast mit der Betreuung deiner dementen Mutter eine schwierige Aufgabe, ich kann das gut nachvollziehen, denn auch meine Mutter war dement. Ich wünsche dir Kraft!
Mit lieben Gedanken Trine
Liebe Alea! Ja, der erste Schritt ist gemacht,dazu kann ich dir auch gratulieren!!!Ich bin sicher,das der Ausstieg mit Hilfe der NEMs,dem Buch "Alkohol adé"mit wertvoller information und Tipps sowie den sehr freundlichen, unterstützenden Menschen hier im Forum gelingen wird!💪🏼
Ich selbst komme aus einer Alkoholiker Familie,habe über 40 Jahre immer funktionierend getrunken. Die letzten Jahre haben mich sehr verändert, nicht nur körperlich, gesundheitlich. Ich fühlte mich fast wie tot,so abgestumpft war ich.
Jetzt schon nach 4 Monaten Abstinenz fühle ich mich wieder als Mensch, spüre meine Gefühle wieder, Lebendigkeit,bin in echtem Kontakt mit Menschen, mit der Natur,dem Leben!
Auch du schaffst das,Schritt für Schritt!!!!!!! Alles Liebe für dich,Alea!
Ihr macht mir Mut. Es klingt so verheißungsvoll. Ich habe so viel Mist gebaut, Freundschaften verloren, Menschen verletzt. So viel Scham und Schuld in mir, so viele Filmrisse, so viel Abgründe. Ich stelle mir ein freies Leben vor. Und gleichzeitig spüre ich das Bedauern, dass es dann wohl kein Glas Wein mehr zu einem guten Essen geben kann. Für mich war das auch immer ein Teil von Esskultur. Nur, dass es dann leider nie bei dem einen Glas geblieben ist.
@trine Wir haben Gemeinsamkeiten. Ich habe Rheuma, Fibro und noch einige andere gesundheitliche Baustellen. Dabei aber vollzeit berufstätig, zusätzlich freiberuflich tätig und sehr stark ehrenamtlich engagiert. Ob ich dieses Pensum weiterhin schaffe? Der Alkohol hat mich zu Pausen gezwungen.
@alea Liebe Alena, erst einmal herzlich Willkommen.
Es ist nicht einfach und wir kämpfen alle auf das gleiche Ziel hin. Ich habe nach fünfeinhalb Jahren abstinenten Leben eine Glanzparade zum Rückfall hingelegt. Ich kann aus meiner jetzigen Erfahrung nur sagen das die NEMS bei mir unterstützend wirken. Der Vergleich zum ersten Ausstieg,ich habe mich sehr viel schneller wieder fit gefühlt, keinen Suchtdruck verspürt und der Heißhunger auf Süßes war nicht so extrem. Habe anfangs auch ein bisschen gestutzt über die Menge und war skeptisch. Bin vom Gegenteil überzeugt worden. Habe aber nicht alles genommen. GABA hat mich gebremst und müde gemacht, den Schlaf habe ich über eine Meditation hergestellt. Hat bei mir wunderbar funktioniert. Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ansonsten gibt es vieles in Pulver Form, und die Tabletten Form kann man ja zerkleinern oder pulverisieren.
Jeder Tag ohne Alkohol ist ein gewonnener Tag.
Wünsche Dir gutes Gelingen.
Liebe Grüße
Lea
@alea Guten Morgen Alea, schön das Du wieder hierher zurück gefunden hast. Dein Entscheid den Alkohol définitif hinter Dir zu lassen ist lobenswert, auch wenn es nicht das erste Mal ist. Du bist Dir völlig bewusst, dass dieser Weg nicht leicht sein wird, hast Erfahrungen gesammelt bezogen auf Deinen Rückfall. Scheitern ist keine Schande, es ist menschlich. Im Umgang mit Emotionen, krassen Veränderungen oder Schicksalsschlägen sind wir alle einzigartig. Ich habe ähnliches erlebt, der Alkohol hat mir geholfen dunkle Zeiten zu überstehen, eine starke Fassade aufrechtzuerhalten, wenigstens nach Außen. Bis die Erkenntnis kam: vieles überstanden, aber nicht’s innerlich verarbeitet! Nach 10 jähriger Beruhigungstrinkerei, bin ich nun mit Gaby’s Konzept seit 6 Monaten nüchtern. Es hat auch nicht auf Anhieb geklappt.
Zu einem Klinikaufenthalts kann Dich niemand zwingen, aber Du könntest Dich vielleicht einem geeigneten Therapeuten anvertrauen oder Dich mit Gaby persönlich austauschen, sie weiß wovon Du sprichst. Beruhigungstrinkerinnen sind meiner Erfahrung nach oft Menschen, die eigene Grenzen missachten. Die eigenen Bedürfnisse zurückzusetzen, sich selber zu vergessen oder sich aufzuopfern fällt uns leicht. Doch zu welchem Preis? Du schreibst, dass es mit Deiner Gesundheit nicht zum Besten stehe und ich ermutige Dich, da etwas zu verändern. Andere Menschen zu pflegen braucht viel Kraft, war bis Ende letzten Jahres als Krankenschwester tätig.
Du hast heute den ersten Meilenstein zu einem Neustart in die Abstinenz gelegt, denn Du hast geschrieben und Dich mitgeteilt. Mir hilft das Schreiben auf dem Forum und für mich selbst enorm, es hilft irgendwie den Kopf zu leeren, zudem findet hier ein wahrhaftiger Austausch statt! Ich freue mich wieder von Dir zu lesen und sende Dir meine mitfühlenden liebsten Grüsse 🙋♀️⭐️🌲 Mina
@alea Das klingt nach viel. Zu viel? Vielleicht kannst du ja in irgendeiner Ecke was abbauen?





