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Hallo zusammen,
Ich wollte mich Mal vorstellen und meine Geschichte erzählen:
Zu mir weiblich, 35 Jahre, Mutter von zwei Kindern und berufstätig. Das sind die Fakten
Und jetzt...
Also ich kann schon sehr früh mit Alkohol in Berührung. Meinen ersten Vollrausch hatte ich mit ca. 16 Jahren. Mal trinke ich was dann wieder Tage/Wochen trinke ich nichts. Hängt von den Ereignissen ab. Früher bin ich oft feiern gegangen, da war es üblich ( ich denke wir überall) was zu trinken. Ab und an war es soviel, dass ich mich an den Abend nicht mehr erinnern konnte. Ok, dachte ich mir... Jetzt erst Mal ein Pause vom Alk und dann wieder langsam reinarbeiten.
Schlimm wurde es jetzt Rückblickend auf die letzten 12 Monate. Wenn ich dann Mal zum Alkohol gegriffen habe (ob aus Frust oder Belohnung) habe ich die Weinflasche komplett bis Anschlag geleert und hab den Hals nicht voll bekommen. Auch waren es faschingsbedingt viele Partys am Start, wo ich bis zum Vollrausch mich weggehauen habe. Von den Abenden weiß ich nicht mehr viel. Voller Scham und Reue wurde immer eine alkpause eingelegt. Doch die wurde immer kürzer.der letzte Rausch hat mich wach gerüttelt. Ich habe eine Straftat begangen, Alkohol am Steuer mit 2.4 Promille im Blut. Dabei weiß ich nichtmal wie ich ins Auto gekommen bin. Seit dem überschlägt sich mein Gedankenkarussell und eigentlich bin ich nur dankbar, dass weder mir noch jemanden anderen was passiert ist. Doch die Schuldgefühle wollen nicht verschwinden. Ich als eigentlich verantwortungsvolle Mutter, Tochter etc.
Heute ist Tag 6 und ich habe kein verlangen nach Alkohol, es ekelt mich an. Wie konnte es nur so weit kommen? Für mich nüchtern komplett unverständlich.
Ich habe mir heute das Buch bestellt um einfach eine Hilfestellung zu haben. Gleichzeitig war ich schon beim Arzt und habe mich durchchecken lassen. Gott sei Dank sind alle Werte im Normalbereich. Die Suchtberatung habe ich auch schon aufgesucht und ab nächste Woche geht es in die Selbsthilfegruppe.
Was ich mir von diesem Forum erhoffe? Falls ich den drank verspüren sollte wieder trinken zu wollen, dass ich eine weitere Säule zum auffangen habe und natürlich auch für den Austausch.
Liebe Grüße Anna
Hallo Alex,
Ich habe mir deine Geschichte durchgelesen. Hier gibt es einige parallelen. Natürlich stehen mir bzw. Uns noch einige Hürden bevor.
Vielleicht nochmal bei mir zur Ergänzung: vor 1.5 Jahren landete ich in einer Klinik. Befund: Manie! Derzeit nehme ich deswegen noch weiter Tabletten. Hierbei wird jeder Vollrausch noch extremer und gefährlicher. Bei der Krankheit sollte man Alkohol komplett aus dem Spiel lassen.
Vielen Dank für deine unterstützenden Wort und natürlich werde ich mich umgehend melden, sobald ich weitere Unterstützung bzw. Fragen etc. Habe.
Liebe Grüße
Anna
schön, dass Du da bist. Im Nachgang und mit der Zeit konnte ich reflektieren, mit Unterstützung einer tollen Langzeittherapie (ambulant). Ich habe viele Antworten bekommen. Es bringt mir insofern etwas, dass ich besser um mich Bescheid weiss, was ich vermeiden will. Somit bin ich viel schlauer geworden. Sensibler. Meiner Meinnung nach benötigt das Zeit. Und manchmal kommen die Antworten noch viel viel später.
Wichtig ist doch, wie das JETZT aussehen soll.
Das Buch, wenn Du magst das Konzept (war für mich der absolulte Bringer!) und dieses Forum sind eine großartige Unterstützung.
Lieben Gruß
Ich lese gerade auch fleißig das Buch und ziehe meine Schlüsse drauß.
Hört sich alles gut mich logisch und verständlich an.
Auch der gestrige besuch der Selbsthilfegruppe hat mir sehr geholfen.
Es liegt noch ein weiter weg vor mir aber ich bin zuversichtlich.
Liebe Grüße





