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Hi!
Ich bin Alex und zum Wohle meiner Gesundheit habe ich aufghört mich weiter zu zerstören.
Im September habe ich mich selbst ins Krankenhaus eingewießen, da ich Koordinationschwierigkeiten und Probleme beim Laufen hatte ( auch nüchtern).
Ergebniss: Astronomische Blutwerte ( Blutfett und Leber). So hoch, daß die Ärzte am Ergebnis zweifelten und mir mehrmals Blut abnahmen.
Infusionen und Tabletten vier Tage lang.
Dann 40 Tage trocken.
Am 40. Tag zu meiner Hausärztin.
Ergebnis: Alle Werte wieder im Normalbereich.
Meine Reaktion: Mich sinnlos zu besaufen.
Ging 2 Monate, bis meine Schmerzen ( rechter Oberbauch und Rippen, sowie klassische Bauchspeicheldrüsenschmerzen) mich dazu bewegten, doch wieder aufzuhören.
Diesmal ohne Hilfe.
Resultat: Halluzinationen, Zittern, Schwitzen..das ganze Programm.
Jetzt seid zwei Wochen clean.
Habe sogar das Rauchen aufgehört, da ich mein ganzes Suchtschema durchbrechen will und muss.
Der körperliche Entzug war hart, aber hat mir gezeigt, dass es einfach nicht weiter geht so.
Die Schmerzen sind erst seid drei Tagen weg.
Und so lange ich Schmerzen hatte, wusste ich wenigstens warum ich nicht mehr saufen sollte.
Aber der psychische Entzug ist jetzt echt hart.....ich würd mich am Liebsten sofort wieder wegballern.......
Aber die Erinnerung an die Schmerzen und die damit einhergegangene Angst zu sterben hält mich davon ab....
Ich hoffe, ich bleibe stabil.....
Update folgt die Tage!
@smoothoj Wow, das ist ja heftig – aber erstmal herzlich willkommen hier im Forum! Du bist vermutlich schon ein bisschen eng dran an Dauerschäden, aber das weißt Du ja selbst. Hast Du Gabys erstes Buch gelesen? Da sind diese 30-40 Tage gut erklärt, warum die Biochemie uns da wieder reinreißt.
Den psychischen Entzug, diese verdammte Ruhe habe ich wiederum mit einem Tipp aus Gabys Buch sehr gut in den Griff bekommen, mit GABA. Wenn Du das Buch nicht hast ... mir hat es extrem geholfen. Hasut Du eine Selbsthilfegruppe?
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@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962, @bergwacht
Na du machst mir ja Mut.....
Ich hoffe doch inständig, daß die Schäden reversibel sind....
(wurde mir auch von ärztlicher Seite prognostiziert)
Die Werte haben sich auf jeden Fall erholt ...
Ich muss jetzt nur stabil bleiben.....
Gruppe such ich grad.....
@smoothoj War gar nicht meine Absicht, Du hast für mich so geklungen als wenn Du das selbst schon realisiert hättest ... Bauchspeicheldrüse kann schon recht gemein werden.
Du hörst nicht auf...
Ich war gestern beim Check.
Alles Titop.
Ich darf nur nicht weiter Gift in mich reinschütten, bzw. auch kein Nikotin oder sonstige Schadstoffe zu mir nehmen.
Dann bleibt alles gut.
Es war kurz davor, unumkehrbar zu werden meinte der Chefarzt.
Aber in dem Stadium sind die Chancen noch sehr gut.
Im Gegensatz zu dir hat er mich nicht abgeschrieben....
@smoothoj Hallo und Herzlich willkommen, da hast du wirklich einen Ritt auf der Rasierklinge hinter dir. Erstmal Respekt – dass du nach diesem Höllenprogramm noch stehst und jetzt wieder zwei Wochen trocken bist, ist alles andere als selbstverständlich. Dass du den Entzug diesmal komplett allein durchgezogen hast, inklusive Hallus, war zwar brandgefährlich, aber es zeigt auch, wie verzweifelt die Lage schon war und wie groß dein Wille jetzt ist.
Du beschreibst etwas ganz Wichtiges: Solange der Schmerz da war, hattest du einen klaren Grund, nicht zu trinken. Jetzt, wo der Körper sich beruhigt, fängt das Oberstübchen an zu verhandeln – genau die gleiche Falle, in die du nach den 40 trockenen Tagen im September geraten bist. Blutwerte top? Na dann Prost.
Das ist dieses klassische Sucht-Denken, das uns einreden will, wir hätten wieder alles im Griff.
Dass du jetzt sogar das Rauchen weglässt, um das ganze Suchtschema zu durchbrechen, ist ein radikaler, starker Schritt. Trotzdem: Pass gut auf dich auf, dass du dich nicht überforderst. Körperlich hast du das Schlimmste hinter dir, aber der Kopf fängt gerade erst an. Und nur auf Angst bauen – also auf die Erinnerung an Schmerzen, Krankenhauseinweisung und Todesangst – reicht auf Dauer selten aus. Du brauchst etwas Stabileres.
Mein Rat: Nutz das Forum hier aktiv. Hol dir Leute an die Seite, die genau diese Phase kennen – den Moment, in dem die körperlichen Symptome verschwinden und der Suchtdruck anklopft. Bau dir Tagesstruktur auf, Rituale, kleine fixe Ankerpunkte. Alles, was dich erdet und verhindert, dass du in diesen gefährlichen „Ach komm, ein Bier…“-Gedanken abrutschst.
Zwei Wochen sind ein Anfang, aber jetzt beginnt die eigentliche Arbeit im Kopf. Bleib hier am Ball, schreib dir den Druck von der Seele, wenn das Karussell losgeht.
Bleib dran – das lohnt sich.
@smoothoj herzlich willkommen.....das was du schreibst,ist mein Grund warum ich es geschafft habe dauerhaft nein zu sagen. Ich wollte diese Schmerzen nicht mehr.pass nur auf das sie nicht in Vergessenheit geraten( es gibt den fading effect Bias, da vergisst man mit der Zeit wie schlimm alles war, gibt es auch in anderen Lebensbereichen) immer und immer wieder dran erinnern! Ganz wichtig.
Harley ist ein sehr erfahrener User, er ist auch nicht negativ sondern realitätsnah. Hier möchte niemand ,irgendjemanden " runter ziehen" Diese Sucht ist nicht zu unterschätzen was die Schäden ,egal ob Langzeit oder kurzfristig angeht.
Je mehr wissen du dir aneignest, desto leichter wird es dir fallen .
Ich wünsche dir alles Gute, du bist auf dem besten Wege wieder zu gesunden!





