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Hallo zusammen,
nun wird es aber Zeit, dass ich mich bei euch vorstelle. Vor zwei Wochen habe ich Gabys Frage, warum ich aufhören will, beantwortet und versprochen, mich zu melden. Hier bin ich nun, eine Mittfünfzigerin, glücklich verheiratet mit einem erwachsenen Kind, die ihr Leben nochmal deutlich ändern und in Ordnung bringen will. Ich bin nun bereits seit zwei Wochen nüchtern, musste aber erst meine Gedanken etwas sortieren, bevor ich hier schreibe. Auf das Forum gestoßen bin ich eher zufällig. Ich war mal wieder verzweifelt, enttäuscht von mir selbst, hatte einen schweren Kopf, Angst und Panik in mir und war wütend. Ich suchte im Netz nach Hilfe, ohne wirklich daran zu glauben, etwas Brauchbares zu finden. Nach ein paar eher bescheidenen Hilfsangeboten, die mich so gar nicht ansprachen, stolperte ich über Gabys Konzept und war sofort Feuer und Flamme. Ich arbeite in einen Gesundheitsberuf und bin von biochemischen Vorgängen fasziniert. Zunächst bestellte ich das Buch als Leseprobe, dabei blieb es aber nicht. Ich machte auch Gabys Test, danach habe ich einen Heulkrampf bekommen. Nicht, dass ich nicht wusste, dass es so ausgehen wird (56 Punkte), aber es so deutlich zu lesen war schockierend und heilsam zugleich. Ich hatte früher auch schon andere Tests gemacht, und es ist so, wie Gaby es beschrieb, man sucht sich den mit dem passenden Ergebnis aus....
Zwar glaube ich, dass es bei mir durchaus eine psychische Komponente beim Alkoholkonsum gibt, aber ich bin ebenso sicher, dass die veränderte Hirnchemie das Hauptproblem und die Wurzel des Übels ist. So bestellte ich auch die NEM's, zumindest einen Teil davon, denn z.B. Glutamin, 5HTP, Vitamin B 12, B-Komplex nehme ich schon länger für eine andere Baustelle. Bisher geht es mir sehr gut, ich habe kein Trinkverlangen, und körperliche Symptome sind weitestgehend ausgeblieben. In den ersten drei Nächten konnte ich schlecht schlafen, das ist aber schon sehr lange so. Inzwischen ist es viel besser geworden. Tagsüber bin ich oft müde, aber auch das wird weniger. Vor allem aber diese beißende Angst ist erstmal weg, und ich hoffe, sie bleibt es auch.
Wie war mein Trinkverhalten? Jahrelang gab es bei uns nur am Wochenende Alkohol, meist Wein, Bier oder Sekt. Harte Sachen habe ich nie gemocht, Cocktails auch nicht. Die Mengen sind sukzessive gestiegen, nach Gabys Maß im Test zwischen 3 und 5 Getränken, hin und wieder auch mal mehr. In den letzten drei Jahren nahmen die Trinktage zu, fünf bis sieben wurden es. Mein Problem war es nie, nicht zu trinken, wenn es nötig ist, z.B. wenn ich fahren musste. Das eigentliche Problem ist, dass ich, wenn ich einmal beginne, nicht nach einem Glas aufhören kann. Zwar kam es in den letzten Jahren nicht bis zum Absturz, aber es reichte auch so. Dies scheint ein generelles Problem bei mir zu sein, die Fähigkeit zur Kontrolle fehlt. Mir geht es auch so bei Schokolade. Oder bei Waffeleiern, kennt ihr die? Ich kann erst aufhören, wenn die Tüte leer, oder mir speiübel ist.
Es liegt ein langer Weg vor mir, das ist mir klar, aber diesen so zu beschreiten, das Oberstübchen in Ordnung zu bringen, der Gedanke gefällt mir. Eure Unterstützung wird mir Kraft geben.
Gruß idemi
Liebe Idemi, schön, dass Du hier bist, Dich öffnest und von Dir erzählst. Dieses Forum half und hilft mir sehr.
Ich wünsche Dir viel Freude auf Deinem neuen Weg 😊
PS… 1 Tafel Schokolade wird‘s bei mir auch heute noch öfter…
@idemi Herzlich willkommen im Licht liebe Idemi 😊 auch du wirst es schaffen im Licht zu bleiben. Aber ich glaube heute nicht mehr, dass es um "mangelnde Kontrolle" geht. Ja es ist elementar unsere Hirnchemie ordentlich zu versorgen, aber der nächste Baustein sind unsere Gefühle und Emotionen. Das Essthema ist ein weiterer Aspekt unseres nicht fühlen wollens. Lieber betäuben und ja nicht fühlen was eigentlich in mir los ist. Es geht nicht um Schuld oder dass wir uns für diese Bewältigungsstrategie schämen sollen. Es ist vielmehr das Erkennen dass ich heute diesen kindlichen Schutzmechanismus ablegen kann und erwachsen für mich zu sorgen in der Lage bin. Ich hatte als junge Frau 10 Jahre Bulimie und nachdem ich das ablegen konnte kam der Alkohol schleichend in mein Leben. Aber: es ist möglich und so befreiend sich nicht mehr ins Dunkle zurück ziehen zu müssen. Und dieses Erleben wünsche ich dir von Herzen. Alles Liebe Angela
@idemi Danke für deine Vorstellung, schön, dass du das Forum gefunden hast. Das tägliche Lesen im Forum finde ich persönlich sehr hilfreich. Ich wünsche dir viel Erfolg - ein Leben ohne Alkohol ist so viel lebenswerter, wie ich finde.
@rosine123
Vielen Dank auch dir!
Auch von mir ein Herzliches Willkommen. Ich bin neu gestartet und bin frohen Mutes. GLG





