Zum Inhalt springen

Der Schlüssel zum Glück steckt von innen

Hand am Türgriff, Schlüssel im Schloß. Hinter der geöffneten Tür zeigt sich ein Weg durch einen schönen Park oder Garten

Glück fällt nicht vom Himmel.

Es entsteht dort, wo jemand aufhört zu jammern und anfängt zu handeln – gerade beim Thema Alkohol. Warum der Schlüssel zum Glück von innen steckt – und was das mit Alkohol, Verantwortung und echten ersten Schritten zu tun hat – darum geht es in diesem Beitrag.

Von Gaby Guzek

Woher kommt Glück?

Glück entsteht nicht durch äußere Umstände. Weder Geld noch andere Menschen können jemanden dauerhaft glücklich machen. Der entscheidende Punkt liegt im Inneren: Der Schlüssel zum Glück steckt von innen.

Gerade im Zusammenhang mit Alkohol zeigt sich dieses Prinzip besonders deutlich. Solange die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden nach außen verlagert wird – auf den Chef, das Leben oder die Umstände – bleibt Veränderung aus. Abstinenz beginnt dort, wo jemand selbst aktiv wird.

Dazu gehören körperliche Voraussetzungen wie Gesundheit und eine stabile Hirnchemie ebenso wie die Bereitschaft, eigene Muster zu hinterfragen und Schritte zu gehen. Jammern führt nicht weiter. Handeln schon.

Der erste Schritt kommt immer von einem selbst. Hilfe ist wichtig, aber sie ersetzt nicht die eigene Bewegung. Wer beginnt, Verantwortung zu übernehmen, findet auch den Weg – und öffnet die Tür, deren Schlüssel längst da ist.

Video: Der Schlüssel zum Glück steckt von innen

Der Schlüssel zum Glück steckt von innen.

Transkript des Videos “Der Schlüssel zum Glück steckt von innen”

Hallo, herzlich willkommen mal wieder zu einem neuen Reel von Nicht geschüttelt, nicht gerührt, dem Videokanal von Alkohol ade für ein glückliches, alkoholfreies Leben. Heute reden wir über das Thema Glück. Glück möchten wir alle haben, die wenigsten können es empfinden.

Ich will heute auch gar keine Phrasen dreschen. Trotzdem fangen wir mal mit einem relativ bekannten Gleichnis an, das kennt ihr alle. Ein Fischer sitzt am Hafen und ist fertig mit der Arbeit, sitzt in der Sonne. Da kommt ein Unternehmensberater vorbei und sagt:

„Wow, was sitzt Du hier rum? Du musst arbeiten. Dann kannst Du Dir eine Flotte kaufen, dann kannst Du dies, kannst Du das, Hubschrauber, immer mehr.“

Und der Fischer guckt ihn die ganze Zeit ein bisschen verständnislos an und fragt schließlich:

„Wenn ich das jetzt alles habe, die Millionen, tausend Leute arbeiten für mich und so – was kann ich dann?“

Dann sagt der Unternehmensberater:

„Ja, dann kannst Du Dich hier an den Hafen setzen und die Sonne genießen.“

Sagt der Fischer:

„Danke, habe ich schon.“

Klasse. Ich finde dieses Gleichnis immer wieder großartig. Was meint das? Das Glück ist in uns selbst drin. Der Mann braucht keine Millionen und der muss sich auch nicht den ganzen Tag in den Hamsterrad setzen, um am Ende des Tages doch nur in die Sonne zu schauen – und das dann großartig zu finden.

Es gibt so einen Spruch, der heißt:

Der Schlüssel zum Glück steckt von innen.

Der Schlüssel zum Glück steckt von innen. Das heißt, es kommt auch niemand und macht Dich glücklich. Das geht nämlich gar nicht. Selbst wenn es auf Dich Dollar, Euronen, Goldstücke und Taler regnen würde – wenn da drinnen irgendwas nicht stimmt, dann wirst Du Dein Glück nicht empfinden.

Kleiner Ausflug zu meiner heißgeliebten Neurobiologie: Natürlich muss dafür auch die Hirnchemie stimmen. Dafür müssen die Neurotransmitter da sein – bekanntlich Serotonin oder, wie hier, mein Dopamin. Das trage ich tatsächlich als Molekül an meiner Kette. Beides brauchen wir, um wirklich sagen zu können: Die Sonne scheint, das Leben ist schön, alles ist rund.

Heißt also: Einerseits muss man sich körperlich richtig wohlfühlen, gesund sein, dem Körper überhaupt die Chance geben, sich wohlzufühlen. Und dann gibt es natürlich auch noch unsere Baustellen, die wir eventuell bearbeiten müssen.

Trotzdem: Der Schlüssel zum Glück steckt von innen.

Das heißt, Du bist derjenige, der aufsperrt.

Und deshalb hat das Ganze auch so wahnsinnig viel mit dem Thema Abstinenz und Alkohol zu tun.

Denn wir alle – und da darf ich, denke ich, für sehr viele von uns sprechen – haben zu Hause gesessen und im Prinzip gejammert. Wir waren die größten Jammerlappen und haben gesagt: „Ja, das Leben ist so unfair. Wenn mein Chef nicht so blöd wäre, dann müsste ich auch nicht trinken. Wenn die Katze nicht heulen würde, dann müsste ich auch nicht trinken.“

Bla, bla, bla.

Das sind alles Dinge, die werden sich nicht verändern. Auch das Leben wird sich nicht verändern. Das Leben ist irgendwie immer unfair – es sei denn, wir betrachten es von einer ganz anderen Seite.

Es gibt noch so einen coolen Spruch: Erstens, nochmal, einfach weil es so schön ist:

Der Schlüssel zum Glück steckt von innen.

Heißt: Du musst aufschließen.

Und der zweite heißt:

Wenn Du Hilfe suchst, dann guck am Ende Deiner beiden Arme nach.

Denn Du musst auch tätig werden. Du musst Dinge verändern.

Wenn Du noch zu Hause sitzt und in dieser Trauerkloß-Phase bist, in der wir alle mal waren – denn Alkohol kann einem ja nicht nur ziemlich die Laune vermiesen, sondern macht einen auch energielos, schlapp – dann hätte ich damals alles darum gegeben, dass der Ritter auf dem weißen Schimmel vorbeikommt, mich am Rockzipfel nimmt und ins Paradies trägt.

Nein.

Davor lag Arbeit. Und auf die hat man weder Lust, noch spürt man eigentlich die Kraft dazu, wenn man so tief im Alkoholloch drin sitzt.

Also heißt es: Kräfte sammeln, in den Spiegel gucken, sagen:

„Jawohl, Du kannst das.“

Und dann gehen die ersten Schritte.

Der Schlüssel steckt von innen – weißt schon.

Und hier ist Deine Hilfe: da, am Ende Deiner beiden Arme. Das heißt: Der erste Schritt kommt von Dir. Und Du musst Deine Sachen verändern, denn Du bist auch die einzige Person, die das wirklich kann. Von daher ist Gejammere einfach fehl am Platz. Und leider nehmen wir so etwas häufig genug auch sehr persönlich.

Ich weiß noch, dass mir das mal ein sehr erfahrener, abstinenter Mensch gesagt hat:

„Hör auf zu jammern. Mach endlich.“

Oh Gott, war ich angefressen. Wirklich angefressen.

Weil der hat ja gar nicht verstanden, wie schlecht es mir geht. Meine ganzen Sorgen. Den anderen geht es gut und ich muss so viel auf meinen schmalen Schultern tragen. Wenn heute jemand mich anjammert – gut, okay, im Coaching bin ich nicht so grob, das kann ich nicht sein – aber ich sage dann auch:

Jammern bringt nichts. Jammern hilft nicht.

Hör auf zu jammern. Mach es. Tu es. Komm in den Quark, wie man so schön im Norden sagt. Tu was. Fang an. Such Dir Hilfe. Such die Gemeinschaft. Beispielsweise bei uns im Forum von Alkohol ade. Guck nach, wie es die anderen gemacht haben. Geh in Selbsthilfegruppen vor Ort. Hör Podcasts.

Mach den ersten Schritt raus aus dem Alkohol – und dann findest Du auch den Schlüssel, der von innen steckt.

So. Mit diesen Worten hoffe ich, mal wieder den einen oder anderen ein wenig zum Nachdenken gebracht zu haben. Vielleicht habt ihr euch auch ein bisschen selbst erwischt – wer weiß das schon. Ich hoffe es. Und wenn ihr meint, dass dieses Reel jemand sehen sollte, dann schickt es gerne weiter oder teilt es in den sozialen Medien.

Wir sehen uns beim nächsten Mal wieder, wenn es heißt: Nicht geschüttelt, nicht gerührt, der Videokanal von Alkohol ade. Bis dann!

Häufig gestellte Fragen zu “Der Schlüssel zum Glück steckt von innen

Kann mich jemand anderes glücklich machen?

Nein. Glück lässt sich nicht von außen herstellen. Weder andere Menschen noch Geld oder äußere Umstände können dauerhaft glücklich machen. Glück entsteht dort, wo jemand selbst Verantwortung übernimmt und innerlich etwas verändert.

Warum reicht Einsicht allein nicht aus, um mit dem Trinken aufzuhören?

Weil Einsicht noch keine Bewegung ist. Viele wissen, dass Alkohol ihnen schadet. Entscheidend ist, ins Handeln zu kommen. Veränderung beginnt nicht im Kopf allein, sondern mit konkreten Schritten im Alltag.

Was ist der erste konkrete Schritt raus aus dem Alkohol?

Der erste Schritt ist, aufzuhören zu warten. Hilfe suchen, Gemeinschaft finden, Unterstützung annehmen und selbst aktiv werden. Niemand nimmt einem diesen Schritt ab – aber man muss ihn auch nicht allein gehen.

Aktuelle Beiträge in unserem Blog


Bild: Gaby Guzek vor leeren Weingläsern,

Gaby Guzek

Ehemalige Betroffene, Bestsellerautorin, Coach & Mitbegründerin von Alkohol adé

Hat es sich zum Ziel gesetzt, die Neurobiologie der Sucht bekannter zu machen und damit Betroffenen Schuld- und Schamgefühle zu nehmen.

Close Popup

Wir müssen Dir kurz auf den Keks gehen

Auch Alkohol adé braucht Cookies. Wir aktivieren aber nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Dein Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann.

Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Du Dich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen musst.

Sowie Du aber einen externen Link oder ein Video anklickst, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite.

Close Popup
Privacy Settings saved!
Wir aktivieren nur absolut notwendige Cookies

Auch Alkohol adé braucht Cookies Wir aktivieren nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Ihr Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann. Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Sie sich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen müssen. Sowie Sie aber einen externen Link oder ein Video anklicken, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite

Standard-Kategorie

Technisch notwendige Cookies
Folgende technisch notwendige Cookies können gesetzt werden – fast alle haben mit den Datenschutzbestimmungen zu tun: wordpress_gdpr_allowed_services: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_allowed: Speichert, ob zusätzliche Cookies neben den notwendigen akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_declined: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste nicht akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_first_time: Wenn der Nutzer keine Entscheidung trifft, sondern weiter auf der Website navigiert, werden alle Cookies aktiviert und das Cookie speichert , ob die aktuelle Seite mit der zuerst besuchten Seite übereinstimmt. wordpress_gdpr_first_time_url: Speichert die URL des ersten Besuches der Webseite.
  • PHPSESSID
  • cookielawinfo-checkbox-non-necessary
  • cookielawinfo-checkbox-necessary
  • viewed_cookie_policy
  • wordpress_test_cookie

Technisch nicht notwendige Cookies
_koko_analytics_pages_viewed Dieses Cookie wird gesetzt vom datenschutzkompatiblen Plugin (Teil der Software) Koko Analytics.  Koko Analytics ist ein datenschutzfreundliches Analyse-Plugin für WordPress. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. In der von uns benutzten Standardeinstellung werden durch Koko Analytics folgende Daten erhoben: * Besucher (Visitors) * Seitenaufrufe (Pageviews) * Referrers (Herkunftsseiten) Koko nutzt keine externen Dienste, so dass Daten über Ihre Besucher niemals an Drittunternehmen weitergegeben werden. Darüber hinaus werden keine besucherspezifischen Daten erfasst, und die Besucher können die Nachverfolgung leicht unterbinden, indem sie in ihren Browsereinstellungen "Do Not Track" aktivieren.

Alle Cookies ablehnen
Save
Alle Cookies akzeptieren