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Hallo zusammen, ich habe heute echt kämpfen müssen. Ich habe versucht mittags eine Nachricht zu hinterlassen, in der Hoffnung das sich jemand meldet und mich davon abbringt. Ich hatte es nicht geschafft, eine Mail zu schreiben. Sehr viele Patienten,... Sehr viele Gespräche... Intensiv... Ich weiß nicht ob ich es im Moment unter dieser Umgebung es schaffe. Ich weiß auch nicht wie es mir geht. Ich habe die Option mich als Versagerin zu fühlen oder es akzeptieren. Plan B. Ist neu zu starten und zur Suchtberatung zu gehen. Aber ich habe so ein Graus davor, weil ich Angst habe das mich jemand kennt. Und eine Langzeit Therapie ist gerade nicht das richtige. Ich habe einen neuen neuen Job, das kann ich mir nicht erlauben. Und wenn ich kurz die Verantwortung abgeben, oder weg schieben könnte, dann will ich am liebsten die ganzen Politiker anbrüllen mit ihrem lockdown, der mich letztendlich in diesen Irrweg gebracht hat. Aber das ist ja zu einfach... Jetzt muß ich irgendwie wieder raus. Ich habe niemals gedacht, daß ich soweit komme. Hab versucht immer aufzupassen. ( da Genetik).... Egal was ich sagen will,ich habe den Kampf heute verloren.
@nat40 Willkommen im Club ... keine Ahnung, wie es den anderen geht, ich habe jedenfalls auch mehrere Anläufe gebraucht, allerdings bevor ich das Nährstoffkonzept hier entdeckt habe, mit dem ging es dann gut durch. Vielleicht auch weil ich die Erfahrungen von den gescheiterten Versuchen verarbeitet hatte? Auf jeden Fall haben es mir die NEM dann drastisch erleichtert, über die erste kritische Zeit zu kommen.
Berappel Dich, analysiere warum Du da reingerutscht bist, ziehe Deine Lehren für Dich daraus und fange geplant den nächsten Versuch zum Ausstieg an. Es geht, gell @soberrebel, @pippilotta?
Das tut mir leid für dich. Zur Suchtberatung zu gehen ist sicher eine gute Idee. Es klingt so, als würde dir eine geschützte Umgebung gut tun und als hättest du derzeit zuviel um die Ohren, um dich auf dieses Projekt zu konzentrieren. Ich kenne dir Angst und Scham eventuell Kolleginnen zu treffen. Wenn du weiter trinkst gefährdest du deinen Job, dein Leben, deine Gesundheit erst recht. Ich hab mich also aufgerafft und bin froh drüber. Nimm einen neuen Anlauf, wenn du es alleine zuhause nicht schaffst, hol dir Unterstützung. Es ist nicht aller Tage Abend, auch du kannst von dem Teufelszeug wegkommen.
Herzlichen Gruß
Nina
@nat40 Habe noch einmal über Dich nachgedacht. Ab wann hast Du gemerkt, dass die die Anspannung zu groß wird, wann hast Du das erste Mal an Alkohol gedacht? Mein Helfer in der Not war in den ersten Wochen klar, wie im Buch beschrieben, dann eine GABA zu nehmen. Das machte erst mal ruhig, ich konnt weiter arbeiten (kam immer schon mal am nachmittag, der Gedanke) und verscheuchte den blöden Wunsch gleich nach Feierabend etwas nach reingießen. Wenn er denn noch zwei Stunden wiederkam, verzischte er sich nach der nächsten GABA sehr zuverlässig.
Das ging so für rund 4-5 Wochen, in der Zeit wurde der Bedarf immer weniger, bis der Trinkwunsch dauerhaft weg war - jetzt habe ich seit vielen Monaten keine GABA mehr gebraucht, wie wohl ich abends immer etwas nehme, weil es so wunderbar entspannt, aber nicht, weil ich den Trinkwunsch verscheuchen will.
Ich habe heute immer noch eine Notfall-GABA dabei, aber ich glaube, das hat seit vielen Monaten nur noch Talisman-Funktion.
@nat40 Mach dich nicht fertig, mach dir lieber einen Plan. Mir haben in den ersten Wochen die NEMs sehr geholfen, vor allem die Gaba Sticks, es funktioniert WIRKLICH, du musst es nur konsequent durchziehen. Natürlich sind die ersten Tage nicht einfach, aber es lohnt sich. Du wirst es schaffen. Liebe Grüsse
Du Liebe, nur für heute hast Du aufgegeben...
Ich möchte Dich motivieren zu einer Suchtberatung zu gehen.
Und wenn Du es nicht alleine schaffst, das ist nicht schlimm, konnte ich auch nicht, gehe zum Hausarzt.
Laß dass Thema Qualifizierten Entzug durch den Kopf gehen... eine gute Grundvoraussetzung.
Und das Thema Langzeittherapie... ich kann gut nachempfinden, was in Dir vorgeht.
Vor 11 Jahren war ich selbstständig, hatte fest geplante Termine noch und noch, vorausgeplant bis zu einem halben Jahr.
Meine Suchttherapeutin hat immer wieder mit mir die Für/und Wieder-Argumente durchgesprochen (ich hatte erst eine Entgiftung gemacht (keine qualifizierte) und bin im Anschluss in die Suchtberatung gegangen).
Eine Langzeittherapie war für mich UNDENKBAR.
Das beste Argument ever war allerdings, dass ich leben wollte.
Mein Kollege war geschäftlich ein sehr harter Typ, ich hatte echt Schiss, ihm diese Situation zu schildern. Ich musste es sogar telefonisch machen, weil wir soweit auseinander waren. Er war sehr geknickt, sehr überrascht und hat mich tatsächlich bei meinem Vorhaben unterstützt.
Nachdem ich Ja gesagt hatte, habe ich ein halbes Jahr alle meine Termine abgearbeitet und die Folgemonate mir freigehalten. Diese Zeit war für meine Langzeittherapie reserviert.
Machen Sie das, es wird Ihnen gut tun und es wird eine wunderbare geschenkte Zeit sein.
Meine Therapeutin hatte recht.
Auch wenn im ersten Moment der Gedanke nicht passt, lass ihn wachsen.
Geh zur Suchtberatung, sprich mit denen, sprich mit Deinem Hausarzt, ziehe eine Freund/in ins Vertrauen und schreibe hier,was das Zeug hält.
Der Weg aus der Sucht ist leider nicht einwandfrei asphaltiert, sondern holpriges Kopfsteinplaster - aber auch darüber lässt es sich gut gehen. Man darf nur mit den Augen nicht in den Himmel permanent gucken sondern schön auf den Boden blicken.
Ganz liebe Grüße
Liebe Natalie,
wie geht es Dir heute? Sei nicht traurig. Leider passiert so etwas. Es passiert dann, wenn man in alte Verhaltensmuster zurückfällt, die einen in die Sucht geführt und dort gehalten haben. Du schreibst ja selbst
Ich weiß nicht ob ich es im Moment unter dieser Umgebung es schaffe. Ich weiß auch nicht wie es mir geht.
Du stehst unter täglichem Druck, hast zu wenig Raum für Dich, sehr offenbar. @soberrebell und @harley haben sicherlich Recht, GABA schafft kurzfristig Abhilfe. Aber das reicht nicht. Du wirst an Deinem Leben etwas ändern müssen, wie es mir scheint. Und mir scheint auch: Du weißt das. Du traust Dich nur noch nicht.
Wie oft heißt es "das geht doch nicht" oder "unmöglich." Vieles geht auf einmal und wird auch möglich, wenn der Alkoholismus in eine ernste Erkrankung führt. Wünsche ich Dir nicht und sage ich auch nicht voraus, nicht falsch verstehen. Ich möchte Dir nur vor Augen führen: Vieles geht. Alles. Wenn man will. Es liegt jetzt bei Dir, die Veränderung zu wollen. Damit Du gesund werden und den Alkohol stehen lassen kannst.
Dafür würde ich mir an Deiner Stelle Profis an die Seite holen. Wie Du schreibst: Suchtberatung ist der erste Schritt. @cairni hat mit ihren Ratschlägen genau so Recht.
Du hast es jetzt schon des öfteren allein versucht, in Deinen Strukturen. Überlege doch mal, ob es nicht Zeit wäre, es mit mehr Backup zu tun.
Vor allem: Zerfleische Dich bitte nicht. Rückfälle sind Mist - aber auch die Chance, etwas zu lernen. Nämlich, wo die Fallen und Fehler lagen und wie dies beim nächsten Mal besser ginge.
Liebe Grüße
Gaby




