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Ein halbes Jahr ohne Alkohol es lief nahezu perfekt. Antidepressiva abgesetzt sogar das Rauchen für längere Zeit aufgehört…
und dann stürzte es auf mich herein…
es gab einen Weißwein halbe Flasche, ein Tag voller sch… Angelegenheiten und dann hab ich abends zugegriffen…
Das war Dienstag. Der nächste Tag war grausam, körperlich aber vor allem die Selbstvorwürfe… wie kann man denn sooo blöd sein?
Ich habe lange überlegt, ob ich hier schreiben kann, aber ich habe jetzt beschlossen, das ist ein wichtiger Schritt um wirklich ehrlich mit sich zu sein.
ja ich habe getrunken, und es war eine richtig blöde Idee. Ich nehme es als Anlass genau hinzuschauen, was es war, stocke die NEMs wieder auf und halte meinen innerem Richter den Mund zu.
Lese das Buch insbesondere Kapitel 3 nochmal intensiv und mache weiter. Was kann ich sonst noch tun? Ich bin so enttäuscht über mich…
Was kann ich sonst noch tun? Ich bin so enttäuscht über mich…
Du machst alles richtig. Das Einzige, was Du noch tun kannst: Verurteile Dich nicht. Es ist, wie es ist. Du hast die richtigen Gedanken zum Rückfall. Setze sie um, dann gilt mal wieder das Sprichwort: Alles Schlechte hat auch was Gutes.
Ich glaube, niemand hier hat es auf Anhieb geschafft. Wichtig ist, wie Du ja schreibst: Analysiere, schnapp Dir noch mal das Buch, entwickle Gegenstrategien für das nächste Mal.
Krone richten, weitermachen. Du schaffst das!
Liebe Grüße
Gaby
@charlo Mach dich nicht fertig deswegen, wenn es eine einmalige Sache war, ist es ein Ausrutscher, kein Rückfall, mach kein Drama draus, aber frag dich schon was der Anlass und Auslöser war. Viel Erfolg weiterhin.
@charlo Toll, dass es eine einmalige Sache war und du den Absprung wieder geschafft hast! Mach dich bitte nicht fertig deswegen, Selbstvorwürfe bringen nichts. Analysiere höchstens, was der Trigger war, damit das nicht wieder passiert. Ich wünsche dir alles Gute!
@charlo Frag doch mal hier im Forum, wer es auf Anhieb geschafft hat. Aus Rückfällen lernen wir. Wider aufstehen und weitermachen (ohne Fusel natürlich).
Ich bewundere Deine Entscheidung, über den Rückfall sofort zu sprechen und darüber zu schreiben. Ich hatte beim letzten Rückfall Monate gebraucht, um mir selbst einzugestehen, dass ich einen Rückfall gebaut habe. Und dann hat es noch Monate, ja Jahre gedauert, bis ich das Ruder wieder rumgerissen habe. Viel vergeudete Zeit. Daher hast Du für mich alles richtig gemacht.
Nicht der Rückfall ist das Problem, sondern wie man ihn angeht. Als erwachsener Mensch, der vernünftig für sich sorgt oder als Vermeider, der den Kopf in den Sand steckt und die Wahrheit nicht sehen will. So reflektiert, wie Du schreibst, wird der Rückfall genau das bleiben, was er ist - ein zeitlich begrenzter Rückfall. Und Du wirst sehen, aus der Erfahrung jetzt, wie du die Situation meistern wirst, ziehst Du wiederum Kraft und auch Selbstvertrauen. Ich habe für mich verstanden, dass meine Sucht immer ein Teil von mir sein wird; wie viel Einfluss sie aber auf mich hat, das bestimme ich. Ich will sie nicht unter den Teppich kehren, sie aber auch nicht als schwarze Wolke ständig über mir schweben haben. Sie ist quasi wie ein Füller schön verpackt in einem kleinen farbigen Etui in meiner Tasche und begleitet mich täglich.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüße, Toscanelly
Danke für deine Ehrlichkeit dir selbst gegenüber aber auch uns als Gemeinschaft gegenüber. Es tut mir leid für dich, aber ich bin sicher, dass du es wieder hinbekommst und weiter machst. Mit den Vorwürfen und schuldgefühlen raubst du dir selber Kraft. Es ist passiert, es war Blödsinn, du versuchst zu verstehen, was an diesem Tag passiert ist und machst mit erhöhter Achtsamkeit weiter. Ich kann deinen Frust und deine Enttäuschung gut verstehen aber versuche sie beiseite zu schieben und wieder Tag für Tag weiter zu gehen. Das miese Katergefühl würde ich gut abspeichern !
Alles Gute
Nina
Danke ihr Lieben, euer Zuspruch hat mir gezeigt, dass hier alles selbst das eingestehen eines Rückfalls mit sehr viel Respekt behandelt wird. Und es hat gut getan Eure Antworten zu lesen, ich konnte mein schlechtes Gewissen gut beiseite schieben und hab einfach weiter gemacht und nun ist es auch schon wieder eine Woche her.
Danke ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben eine tolle Gemeinschaft. Und weiter geht es ….




